Nuri Sahin nicht im Kader: BVB-Kapitän Schmelzer schießt gegen Tuchel
Publiziert 28/05/2017 um 11:16 GMT+2 Uhr
BVB-Trainer Thomas Tuchel hatte Nuri Sahin überraschend nicht in den Kader für das DFB-Pokalfinale gegen Eintracht Frankfurt berufen. Eine Maßnahme, die Diskussionen anheizte, denn Marcel Schmelzer sprang Sahin zur Seite und stellte sich damit demonstrativ gegen Tuchel. "Mich hat es sehr geschockt. Ich verstehe es einfach nicht", sagte Schmelzer.
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Auf den Bildern des rauschenden Samstagabends von Borussia Dortmund nach dem Triumph im DFB-Pokalfinale gegen Eintracht Frankfurt war von Frust bei Nuri Sahin nichts zu erkennen.
Seine Aussagen im "Sportschau-Club" in der "ARD" zeugten jedoch davon, dass es in ihm arbeitete. Sahin sagte:
Vollkommen überraschend hatte BVB-Trainer Thomas Tuchel ihn nicht in den 18er-Kader berufen.
Kapitän Marcel Schmelzer kritisierte diese Entscheidung hart: "Mich hat es sehr geschockt. Ich verstehe es einfach nicht", sagte er und führte aus:
Tuchel hatte seine Maßnahme vor dem Finale wie folgt begründet: "Wir erwarten von Frankfurt viele lange Bälle und wollten deshalb mehr Kopfballstärke ins Spiel bringen. Deshalb habe ich mich gegen ihn entschieden, auch weil er noch nicht hundertprozentig fit ist. Ich wollte gegen körperbetonte Frankfurter kein Risiko eingehen."
Die Begründung fand in der Mannschaft offenbar kein Gehör.
Exakt solche gegensätzlichen Ansichten von Mannschaft und Trainer sind ein Teil der Diskussionen um die Zukunft von Tuchel. Laut übereinstimmenden Medienberichten soll ihm trotz sportlichen Erfolgs Anfang kommender Woche mitgeteilt werden, dass der BVB nicht mehr mit ihm plane.
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