DFB-Pokal | Borussia Dortmund - Union Berlin: Die Stimmen zum Spiel

Borussia Dortmund ist sprichwörtlich in letzter Sekunde ins Achtelfinale des DFB-Pokals eingezogen. Der viermalige Pokalsieger bezwang Zweitligist Union Berlin mühevoll mit 3:2 (2:2, 1:0) nach Verlängerung. Hauptsache durch, meinte danach BVB-Trainer Lucien Favre. Union-Trainer Fischer zeigte sich trotz der knappen Niederlage zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft. Die Reaktionen:

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Lucien Favre (Trainer Borussia Dortmund): "Es war sehr schwer gegen diese Mannschaft zu spielen und sie zu destabilisieren. Am Ende sind wir durch, nur das zählt. Der Gegner hat sehr gut und kompakt verteidigt. Er war aggressiv und physisch präsent in den Zweikämpfen, auch in der Luft. Es war schwer für uns. Wir müssen uns daran gewöhnen, gegen solche Mannschaften zu spielen und bessere Lösungen finden. Wir haben manchmal zu kompliziert gespielt. Aber insgesamt war es in Ordnung. Bei Diallo wissen wir nicht, was er genau hat. Wahrscheinlich wird er die nächsten Spiele nicht dabei sein. Da haben wir langsam ein richtiges Problem."
Marco Reus (Borussia Dortmund): "Beim Elfmeter war mir klar: Wenn ich den mache, sind wir wahrscheinlich eine Runde weiter. Von daher ist es eine schöne Situation, vor allem zu Hause, den Elfmeter zu schießen und eine Runde weiter zu kommen. Am Ende haben wir unsere Pflicht erfüllt. Wir sind weiter, und das zählt. Es war nicht unser bestes Spiel, das wissen wir. Natürlich wollen wir das als Borussia Dortmund gegen Union Berlin in 90 Minuten regeln."
Marwin Hitz (Borussia Dortmund): "Es war wie erwartet ein schweres Spiel. Wir haben die Sache seriös angenommen, alle waren gut vorbereitet. Trotzdem ist es gegen einen Gegner, der in der 2. Liga vorne mitspielt, nicht einfach. Wir müssen die Entscheidung vielleicht früher herbeiführen, aber das hat nicht geklappt. Dann ist es schwer, wenn man kurz vor Schluss den Ausgleich bekommt. Wie die Mannschaft dann ruhig geblieben ist, zeigt die Klasse."
Julian Weigl (Borussia Dortmund): "Union ist eine aggressive Mannschaft, die es dem Gegner sehr schwer macht. Deswegen ist es unangenehm. Sie haben die Bühne hier vor über 70.000 Zuschauern. Sie kommen hierher und genießen das. Für uns ist es ein Pflichtsieg, deswegen ist es eine schwierige Ausgangslage. Ich bin froh, dass wir gewonnen haben, und das vor dem Elfmeterschießen. Es zeichnet uns im Moment aus, dass wir nicht die Nerven verlieren, konzentriert bleiben und wissen, dass wir vorne ein Tor machen können."
Urs Fischer (Trainer Union Berlin): "Gratulation an Lucien und seine Truppe zum Einzug in die nächste Runde. Ich glaube, wir haben wirklich ein tolles Spiel gezeigt und waren schlussendlich ganz nahe an der Sensation dran. Es haben nur zwei Minuten gefehlt, aber ich habe die Szene noch einmal gesehen, den Elfmeter kann man geben. Zwei Minuten vor dem Ende ist es natürlich bitter. Trotzdem überwiegt der Stolz, die Mannschaft hat sich über 120 Minuten super präsentiert und Dortmund nicht so zur Entfaltung kommen lassen, wie sie sich das vorgestellt haben. Wir haben uns die ein oder andere sehr klare Chance erspielt, in solchen Spielen müssen wir diese Möglichkeiten natürlich verwerten. Jetzt ist es wichtig schnell zu regenerieren, die Niederlage aus dem Kopf zu bekommen und am Sonntag in Regensburg wieder bereit zu sein."
Sebastian Polter (1. FC Union Berlin) bei Sky: "Wir haben über 120 Minuten ein überragendes Spiel gemacht. Wir haben Leidenschaft gezeigt und Spaß am Fußball gehabt. Gegen eine Mannschaft wie Dortmund so auf Augenhöhe zu sein, das war Weltklasse von uns. Ich muss den Hut vor der Mannschaft ziehen."
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