DFB-Pokal: RB Leipzig wirft TSG 1899 Hoffenheim raus

RB Leipzig hat dank Stürmerstar Timo Werner das Achtelfinale im DFB-Pokal erreicht. Der Nationalspieler erzielte beim 2:0 (0:0)-Heimerfolg gegen die TSG Hoffenheim beide Tore. Nach dem Führungstreffer in der 48. Minute legte der 22-Jährige nur acht Minuten später nach. "Wir haben im kompletten Verbund sehr gut gespielt, das war RB-like", erklärte Werner nach der Partie.

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So lief das Spiel:

Vor rund 25.000 Zuschauern in der Red Bull Arena gaben die Gäste aus Hoffenheim den ersten Warnschuss ab, der Versuch von Leonardo Bittencourt ging aber knapp am linken Pfosten vorbei (13.). Nach einem temporeichen Beginn mit vielversprechenden Ansätzen schraubten beide Teams ihre Offensivbemühungen im ersten Durchgang weitestgehend zurück und lieferten sich ein taktisch geprägtes Duell im Mittelfeld ohne das letzte Risiko.
Einzig Stürmer Jean-Kévin Augustin sorgte auf Seiten der Hausherren vor dem Seitenwechsel nochmal für Gefahr, seinen Schuss aus spitzem Winkel kratzte Verteidiger Ermin Bicakcic noch vor der Linie weg (37.).
Nach seiner Einwechslung zur Pause brauchte Angreifer Timo Werner gerade einmal drei Minuten, um Leipzig auf die Siegerstraße zu schießen. Eine halbhohe Flanke von Marcel Halstenberg beförderte Werner aus sechs Metern volley mit der Innenseite zur RB-Führung in die Maschen (48.). Auf Zuspiel von Sturmpartner Youssuf Poulsen sorgte Werner per Tunnel gegen Hoffenheim-Torwart Gregor Kobel für die Vorentscheidung für im zweiten Durchgang in allen Belangen überlegene Leipziger (56.).
Hoffenheim fand bis zum Ende der Partie kaum eine Lücke im kompakten Leipziger Defensivverbund, erst in der Nachspielzeit kamen die Kraichgauer durch Andrej Kramaric zu ihrem einzigen gefährlichen Abschluss in Hälfte zwei (90.+1).

Die Stimmen:

Timo Werner (RB Leipzig): "Wir haben im kompletten Verbund sehr gut gespielt, das war RB-like. Natürlich hat es mich geärgert, dass ich nicht von Beginn an gespielt habe. Dass wir nach drei Minuten in der zweiten Halbzeit in Führung gegangen sind, war ein Knotenlöser für uns."
Marcel Halstenberg (RB Leipzig): "Hoffenheim hat in den ersten 30 Minuten Gas gegeben, da war es schwer durchzukommen. Mit der Zeit wurde es bei uns besser und wir haben sie nach der Pause geknackt."
Gregor Kobel (TSG Hoffenheim): "Wir alle wissen, dass Timo Werner schnell ist. Wir haben ihm in den beiden Szenen aber etwas zu viel Freiraum gelassen."
Kerem Demirbay (TSG Hoffenheim): "Wir haben es nach der Pause schlecht gemacht. Vor allem in der ersten Halbzeit müssen wir einige Konter besser ausspielen. Am Ende hat Leipzig aber verdient gewonnen."

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Leipzig macht das Zentrum dicht

Gegen den Hoffenheimer Kombinationsfußball hatte RB-Trainer Ralf Rangnick einen taktischen Kniff parat und verdichtete bei gegnerischem Ballbesitz das Zentrum enorm. Die nominellen Flügelspieler Kevin Kampl und Marcel Sabitzer rückten immer wieder von außen auf die Halbpositionen im Zentrum und nahmen den spielstarken Hoffenheimern so jeglichen Raum für ihr gefürchtetes Kurzpassspiel. So blieb den Gästen oft nur der Weg über Flanken, die fast immer bei den Leipziger Abwehrhühnen Dayot Upamecano und Ibrahima Konaté hängen blieben.

Die Statistik: 9

Durch den Erfolg gegen Hoffenheim ist RB Leipzig seit neun Pflichtspielen ungeschlagen. Die letzte Niederlage kassierten die Sachsen Mitte September in der Europa League gegen Schwesterverein RB Salzburg.
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