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DFB-Pokal: BVB nach Sieg gegen Borussia Mönchengladbach im Achtelfinale
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Publiziert 30/10/2019 um 22:37 GMT+1 Uhr
Borussia Dortmund ist nach zwei sieglosen Spielen der erhoffte Befreiungsschlag geglückt. Die Mannschaft von Trainer Lucien Favre bezwang Borussia Mönchengladbach nach Rückstand mit 2:1 (0:0) und steht damit im Achtelfinale des DFB-Pokals. Marcus Thuram brachte den Bundesliga-Tabellenführer in Front (71.). Julian Brandt drehte die Partie mit einem Doppelschlag innerhalb von drei Mnuten (78./80.).
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Fotocredit: Eurosport
So lief das Spiel:
Beim zweiten Borussen-Duell binnen elf Tagen wechselte BVB-Trainer Lucien Favre im Vergleich zum torlosen Remis auf Schalke auf gleich sieben Positionen - unter anderem mussten die Leistungsträger Mats Hummels (Magen-Darm-Infekt) sowie Kapitän Marco Reus (muskuläre Probleme) passen. Auch den verletzungsgebeutelten Gladbachern standen eine Vielzahl an Stammspielern nicht zur Verfügung, sodass Kapitän Lars Stindl sein Startelf-Comeback nach Scheinbeinbruch gab.
Die Partie startete extrem schleppend, mehr als zwei halbherzige Abschlüsse von Jacob Bruun Larsen (19.) und Jadon Sancho (24.) wurden den Zuschauern im Signal Iduna Park in einer fahrigen Anfangsphase nicht geboten.
Thorgan Hazard sorgte nach einer knappen halben Stunde für das erste echte Highlight und traf mit einem schönen Distanzschuss aus 25 Metern die Oberkante der Latte (29.). Keine Minute später ließ Marwin Hitz die BVB-Fans mit einem Blackout den Atem anhalten: Dem Dortmunder Torwart unterlief im Strafraum ein Stockfehler gegen den anstürmenden Florian Neuhaus, machte seinen Patzer mit einer Parade aber umgehend wieder gut (30.).
Gladbach setzte den BVB mit hohem, intensiven Pressing immer wieder früh im Spielaufbau unter Druck und verbuchte kurz vor der Pause die größte Chance der ersten Halbzeit. Nach Flanke des unermüdlich ackernden Stefan Lainer kam Marcus Thuram aus vier Metern mit dem Knie zum Abschluss, konnte Hitz im Dortmunder Tor aber nicht überwinden (38.).
Nach dem Seitenwechsel agierten beide Teams lange Zeit im letzten Drittel enorm fahrig, sodass sich das Geschehen vornehmlich zwischen den Strafräumen abspielte. Gerade als die Partie an Ereignislosigkeit kaum mehr zu überbieten war, eröffnete Gladbachs Marcus Thuram eine turbulente Schlussphase in Dortmund. Nach Flanke von Oscar Wendt löste sich der Angreifer im Rücken von Dan-Axel Zagadou und köpfte aus kurzer Distanz wuchtig ein (71.).
Angestachelt vom Rückstand spielten die Dortmunder endlich einmal zielstrebig nach vorne und kamen kurz darauf zum Ausgleich. Julian Brandt zog von der Strafraumkante mit links ab, von zwei Gladbachern abgefälscht landete die Kugel unhaltbar für Yann Sommer im kurzen Eck (77.). Der BVB hatte nun das Momentum auf seiner Seite und legte drei Minuten später den Siegtreffer nach. Hazard bediente per Flanke den im Zentrum lauernden Brandt, der den Ball entschlossen zum 2:1 in die linke Ecke einköpfte (80.).
Die Stimmen:
Julian Brandt (Borussia Dortmund): "Am Ende haben wir es gut gemacht. Es gab aber auch viele Phasen, wo wir zu schludrig gespielt haben. Solche Siege wie heute tun einem gut, diese Selbstverständlichkeit muss man sich jetzt wieder erarbeiten."
Lukas Piszczek (Borussia Dortmund): "Wir haben in der zweiten Halbzeit nicht viel zugelassen und mit einer Flanke das Tor kassiert. Ich freue mich für Julian, dass er heute seine Klasse zeigen konnte."
Denis Zakaria (Borussia Mönchengladbach): "Es ist eine große Enttäuschung, wir hätten heute wirklich gewinnen können. Jetzt müssen wir den Kopf aber wieder aufrichten und uns auf die Liga konzentrieren."
Jonas Hofmann (Borussia Mönchengladbach): "Wir hätten heute so wie vor zwei Wochen wieder gewinnen müssen. Wenn man in der 71. Minute das erste Tor schießt, darf man nicht mehr verlieren. Es ist sehr bitter und tut weh."
Der Tweet zum Spiel:
Das fiel auf: Brandt endlich "on fire"
Durch den Ausfall von Marco Reus durfte Julian Brandt zum ersten Mal seit seinem Wechsel zum BVB als alleiniger Zehner auflaufen. Nachdem der Nationalspieler in der ersten Hälfte noch etwas mit der Position im Dortmunder System fremdelte, drehte er nach der Pause immer mehr auf.
Mit zwei überragenden Aktionen leitete Brandt seine beiden Treffer selbst ein und drückte dem BVB-Spiel zum ersten Mal den Stempel auf. Einziges Problem: Mit der baldigen Rückkehr von Reus wird Brandt aller Voraussicht nach wieder von seiner Lieblingsposition weichen müssen.
Die Statistik: 153
Der Sieg darf nicht über den insgesamt eher holprigen Auftritt der Dortmunder hinwegtäuschen. Gerade im Passspiel zeigten die BVB-Akteure große Schwächen und leisteten sich insgesamt 153 Ballverluste.
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