DFB-Pokal | Alcácer und Reus schießen BVB gegen Uerdingen in Runde zwei

Borussia Dortmund ist durch einen lockeren 2:0 (0:0)-Pflichtsieg über den Drittligisten KFC Uerdingen in Düsseldorf in die zweite Runde des DFB-Pokals eingezogen. Marco Reus (49.) und Paco Alcácer (70.) per direktem Freistoß erzielten die Tore für den deutlich überlegenen Vizemeister, der gegen Kevin Großkreutz und Co. aber nicht viel mehr tat, als unbedingt nötig.

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So lief das Spiel:

Borussia Dortmund setzte gegen den Drittligisten KFC Uerdingen auf die bestmögliche Startelf. Unter anderem feierte Neuzugang Mats Hummels in der Innenverteidigung sein Pflichtspielcomeback, zudem starteten die Sommereinkäufe Thorgan Hazard und Nico Schulz ebenfalls von Beginn an.
Die Uerdinger setzten auf eine kompakte Defensive, hofften auf Chancen nach schnellem Umschaltspiel über die temporeichen Franck Evina und Osayamen Osawe. Der BVB übernahm die Spielkontrolle, setzte sich in der gegnerischen Hälfte fest und benötigte viel Ausdauer, um sich Chancen gegen das Drittliga-Bollwerk zu erspielen.
Der Uerdinger Plan des Konterspiels ging zudem auf - der KFC verzeichnete einige gute Angriffe. Die beste Chance des ersten Durchgangs vergab Angreifer Osawe nach einem dicken Fehler von Hummels in der 38. Minute. Der Innenverteidiger verlor den Ball als letzter Mann, Osawe hatte freie Bahn, verlor vor dem Tor allerdings die Nerven und vergab. Auf der Gegenseite scheiterten Lukasz Piszczek (6.), Hummels (15./40.) und Paco Alcácer (28./45.) aus aussichtsreichen Positionen.
Im zweiten Durchgang erhöhten die "Schwarz-Gelben" die Schlagzahl, suchten schneller und zielstrebiger den Weg in die Gefahrenzone. Mit Erfolg: In der 49. Minute gingen die Gäste in Führung. Nach einer Flanke aus dem rechten Halbfeld von Manuel Akanji in die linke Strafraumhälfte, war Marco Reus zur Stelle und verwandelte volley aus acht Metern. Der Nationalspieler nahm den Ball in dieser Situation allerdings mit dem rechten Oberarm mit - der Treffer hätte nicht zählen dürfen, war dennoch absolut verdient.
In der 70. Minute legten die Dortmunder nach. Alcácer setzte einen Freistoß aus 25 Metern wunderschön über die Mauer ins rechte Toreck. Keeper Lukas Königshofer streckte sich, doch konnte den starken Schuss nicht abwehren. Es war die Entscheidung in dieser Partie. Letztlich blieb es beim 2:0-Pflichtsieg der Dortmunder gegen engagierte Uerdinger, die auf ihre gezeigte Leistung aufbauen können.

Die Stimmen:

Marco Reus (Borussia Dortmund): "Wenn ich mein Tor so sehe, ist es Handspiel. Dann darf es natürlich nicht zählen. Ich habe es im laufenden Spiel ehrlich gesagt aber selbst gar nicht gemerkt. Ich dachte, das Tor sei regulär. Für Uerdingen ist es natürlich scheiße, dass es keinen VAR gibt."
Julian Weigl (Borussia Dortmund): "Es war nicht schwerer, als zuvor erwartet. Wir wussten, was auf uns zukommt und es eine Mannschaft ist, die viele ehemalige Bundesligaspieler hat. In der ersten Pokalrunde ist immer viel möglich - auch für die kleineren Vereine und deswegen mussten wir erst mal arbeiten und es hat auch gedauert, bis wir die Tore gemacht haben. Ich denke, wir haben verdient gewonnen."
Lukas Königshofer (KFC Uerdingen): "Die Enttäuschung ist schon groß - im Endeffekt haben wir ein Spiel verloren. Dass der Gegner Borussia Dortmund heißt, wird es in den nächsten Stunden und Tagen etwas einfacher machen. Es war definitiv eine Leistung, auf die wir aufbauen können - defensiv auf jeden Fall. Offensiv ist es schwer gegen solche Gegner, aber ich bin stolz auf die Jungs."

Das fiel auf: X-Faktor

Die Dortmunder kommunizierten vor dieser Saison offen und ehrlich ihre Titelambitionen, untermauerten dieses verbale Ausrufezeichen mit mehreren Top-Transfers. Doch trotz Hochkaräter wie Julian Brandt und Hazard liegt der Fokus in dieser Spielzeit einmal mehr auf Kapitän Reus. Als Taktgeber und Wortführer ist Reus Konstante und Variable zugleich: Das Spiel der Dortmunder steigt und fällt mit ihrem Kapitän.
Gegen Uerdingen sorgte Reus für das 1:0, brachte seine Farben so auf die Siegerstraße. Durch seinen Treffer war der Offensivmann in den letzten zehn DFB-Pokalspielen an zwölf Toren direkt beteiligt (acht Tore, vier Assists). Sein persönliches Ausrufezeichen.

Der Tweet zum Spiel:

Die Statistik: 1175

Nach 1175 Tagen machte Hummels wieder ein Pflichtspiel für den BVB. Zuletzt spielte der Innenverteidiger am 21. Mai 2016 - ausgerechnet bei der Pokalfinal-Niederlage gegen FC Bayern München (3:4 i.E.).
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