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DFB-Pokal: Werder Bremen schlägt Atlas Delmenhorst - Doppelpack Pizarro
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Publiziert 10/08/2019 um 22:36 GMT+2 Uhr
Der SV Werder Bremen ist mit einem Torfestival in die zweite Runde des DFB-Pokals eingezogen. Werder schlug Atlas Delmenhorst im Derby mit 6:1 (4:1). Yuya Osako legte in der 10. Minute vor, Kapitän Niklas Moisander (19.), Milot Rashica (37.), Davy Klaasen trafen vor der Pause. Für Delmenhorst traf Tom Schmidt (30.). Beide Treffer nach dem Halbzeitpfiff machte Claudio Pizarro (68., 74.)
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Fotocredit: Eurosport
So lief das Spiel:
Kurioses Auswärtsspiel des SV Werder Bremen gegen Atlas Delmenhorst. Der Oberligist zog für die erste Pokalrunde in das Bremer Weserstadion um - war dementsprechend Gastgeber im Werder-Wohnzimmer vor 41.500 Zuschauern. Der Bundesligist blieb trotz dieser Umstände Herr im Haus und zeigte einen aufgeweckten und konsequenten Auftakt.
In der 10. Minute gingen die "Grün-Weißen" in Führung. Niklas Moisander brachte den Ball stark aus der Innenverteidigung in den Rücken der Abwehr auf Theodor Gebre Selassie in die rechte Strafraumhälfte. Der Außenverteidiger legte direkt quer auf Yuya Osako, der im Zentrum blank war und problemlos zum 1:0 einschob.
Zehn Minuten später legte Werder nach. Einen Eckball von der rechten Seite verlängerte Osako auf den zweiten Pfosten, wo Moisander einlief und auf 2:0 stellte. Atlas Delmenhorst schien früh geschlagen - kam gegen ballsichere Bremer bis dato gar nicht in Schlagdistanz.
Das änderte sich allerdings in der 30. Minute. Bremen ließ Atlas gewähren, das über die rechte Seite in die Offensive kam. Einen Querpass von Oliver Rauh ins Zentrum verteidigten die Bremer unzulänglich, sodass Tom Schmidt aus 20 Metern zum Abschluss kam und den umjubelten Anschlusstreffer erzielte.
Bremen antwortete wuchtig und effektiv, sorgte mit einem Doppelschlag für klare Verhältnisse. Zunächst setzte der Kapitän der zweiten Werder-Mannschaft, Christian Groß, Milot Rashica mit einem feinen Lupfer in den Strafraum in Szene. Der Offensivmann setzt sich durch und vollstreckte aus acht Metern ins kurze Eck. Drei Minuten später war es Davy Klaassen, nach einem Zuspiel von Marco Friedl, der in den Sechzehner einzog, zwei Gegenspieler stehen ließ und flach zum 4:1 einschob.
Im zweiten Durchgang nahmen die Bremer das Tempo etwas aus dem Spiel. Erst nach der Einwechslung von Claudio Pizarro entfachte wieder mehr Fußballlaune. Der Peruaner war binnen sechs Minuten doppelt zur Stelle. In der 68. Minute legte der eingewechselte Niclas Füllkrug den Ball aus der linken Strafraumhälfte ins Zentrum, Pizarro schob die Kugel über die Linie. In der 74. Minute lud Pizarro die halbe Hintermannschaft zum Tanz an der Strafraumkante und zirkelte den Ball aus 18 Metern ins rechte Toreck zum 6:1 für Bremen - der Schlusspunkt.
Die Stimmen:
Claudio Pizarro (SV Werder Bremen): "Für die Jungs ist es wichtig, dass wir in die Saison mit so einem Sieg starten. Das Stadion war voll - das ist gut für diese Mannschaft (Atlas Delmenhorst, Anm. d. Red.) und freut mich. Ich bin sehr zufrieden, auch mit meiner Leistung."
Key Riebau (Trainer Atlas Delmenhorst): "Wir wussten, was auf uns zukommt. Wir wussten, dass Werder im eigenen Stadion natürlich eine Macht ist, richtig, richtig gut ist. Und wir sind überglücklich, dass wir unseren Fans ein Tor schenken konnten. Das Tor war richtig, richtig schön herausgespielt, wir haben uns in jeden Zweikampf geschmissen und von daher geht ein ganz großes Kompliment an die Mannschaft."
Das fiel auf: Defensivbaustelle
Werder-Coach Florian Kohfeldt äußerte öffentlich, dass er mit der aktuellen Personallage in seinem Kader unzufrieden ist. In der Defensive muss Bremen zwingend nachrüsten - eine Einschätzung, die offensichtlich wurde, warf man einen Blick auf die erste Elf gegen Delmenhorst. Groß, der eigentlich in der zweiten Mannschaft zum Einsatz kommt, musste notgedrungen die Vorbereitung des ersten Teams mitmachen, um im Pokal schließlich in der Startaufstellung zu stehen.
Der Innenverteidiger machte es gut - ohne Frage - doch der Bremer Anspruch ist ein anderer. Doch das Werder-Lazarett ist voll. Mit Ludwig Augustinsson, Sebastian Langkamp und Milos Veljkovic fehlen drei Stammkräfte aus der Abwehrkette. Verstärkung muss zwingend her. In der Pipeline steht nun wohl ein Transfer des Dortmunders Ömer Toprak. Wichtig und unumgänglich - sollen die hochgesteckten Europa League-Ziele in dieser Spielzeit erreicht werden.
Der Tweet zum Spiel:
Die Statistik: 41.500
Noch nie waren in der ersten Runde des DFB-Pokals so viele Zuschauer wie beim Spiel Atlas Delmenhorst gegen Werder Bremen. 41.500 Fans kamen ins Weserstadion - ein neuer Besucherrekord.
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