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FC Bayern: Hansi Flick und sein Team vor wichtigen Spielen
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Publiziert 09/06/2020 um 23:17 GMT+2 Uhr
Hansi Flick und der FC Bayern haben sich eine herausragende Ausgangsposition vor den entscheidenden Wochen der Saison herausgespielt. Nach der Corona-Pause ist man in der Bundesliga nahezu unfehlbar. Nun geht es in den entscheidenden Wochen darum, sich mit Titeln zu belohnen und die gezeigten Leistungen zu veredeln. Das erste Schlüsselspiel findet am Mittwoch in der Allianz Arena statt.
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Es gab keinen anderen Ausweg mehr.
Nach einem ziemlich desolaten 1:5 des FC Bayern im vergangenen Herbst bei Eintracht Frankfurt, sah man sich an der Säbener Straße dazu gezwungen, die Notbremse zu ziehen.
Trainer Niko Kovac wurde entlassen und durch seinen Co ersetzt. Hansi Flick übernahm. Als Zwischenlösung, bis man etwas passendes gefunden hatte. Das war klar.
Mehr als ein halbes Jahr später ist wieder die Eintracht Gegner des deutschen Rekordmeisters - diesmal im Pokal-Halbfinale in der Allianz Arena (ab 20:45 Uhr im Liveticker). Doch der Wind hat sich gedreht.
Hans-Dieter Flick vor den prägensten Wochen seiner Karriere
Die Übergangslösung Flick ist noch immer im Amt, besitzt mittlerweile sogar einen Vertrag bis ins Jahr 2023. Er hat das Star-Ensemble von der Isar nicht nur stabilisiert, sondern zu absoluter Höchstform gecoacht.
Alles andere als der Einzug der Münchner ins Finale nach Berlin wäre eine faustdicke Überraschung. Vor dem Gewinn der Meisterschaft steht man ebenfalls. Sieben Punkte Vorsprung bei noch vier Spielen dürften reichen. In der Champions League besitzt man auch noch Aktien.
Hansi Flick steht damit auch persönlich vor den prägenden Wochen seiner Karriere.
FC Bayern: Flick gibt sich fokussiert
Weltmeister wurde er 2014 in Rio, klar. Damals aber stand er, wie auch zu Beginn seiner Bayern-Zeit in der zweiten Reihe. Als Cheftrainer aber ist seine Visitenkarte was Pokale angeht (noch) leer.
Ob er deshalb Druck oder Vorfreude verspüre, wollte der 55-Jährige in der Medienrunde vor dem Halbfinale nicht verraten. "Fokussiert" sei er aber wie vor jedem wichtigen Spiel, sagte er auf Nachfrage von Eurosport. Und weiter:
"Damit bin ich sehr gut gefahren. Alles was später kommt, wird so angegangen, wie es dann ist. So agiert auch die Mannschaft."
Erfolge als logische Konsequenz
Der Bayern-Trainer wirkte so, wie man es von ihm gewohnt ist: Klar, konzentriert, bestens vorbereitet und in sich ruhend. "Erfolg ist das Ergebnis eines ständigen Prozesses", weiß er.
Mit dieser Erkenntnis hat er zunächst die Mannschaft, dann Fans und Vereinsverantwortliche im Laufe seiner Amtszeit auf seine Seite gezogen. Und sich selbst in einen langfristigen Vertrag gehievt.
Jede andere Entscheidung seitens der Klub-Bosse wäre angesichts der nun aktuellen Bilanz von 23 Siegen in 26 Pflichtspielen allerdings auch äußerst fragwürdig gewesen.
"Der Verein liegt mir sehr am Herzen. Ich habe hier gespielt, war schon als Kind Bayern-Fan", schwärmte der Coach selbst. Die Art und Weise wie beim Rekordmeister Fußball gearbeitet und gedacht wird, komme seiner eigenen Überzeugung sehr nahe.
"Meine Mannschaft ist hungrig, das Team ist toll. Es macht einfach Spaß. Deshalb musste ich da nicht lange überlegen und habe dem Vertrag zugestimmt."
FC Bayern: Konzentration hochhalten
Derzeit also kann Hansi Flick so gut wie nichts falsch machen. Doch das kann sich in einer Saisonschlussphase schnell ändern. "Im Fußball kann alles sehr sehr schnell gehen", warnt Flick selbst. Man transportiere Stimmungen zu sehr über Ergebnisse. "Für uns alles Trainerteam ist wichtig, dass die Mannschaft mitzieht."
Eine missglückte Personalentscheidung, ein schlechter Tag kann über Wohl und Wehe einer ganzen Spielzeit entscheiden. Gerade in K.o.-Spielen wie nun gegen Frankfurt oder in der Königsklasse, die wohl im August - in welcher Form auch immer - fortgesetzt wird.
Der wichtigste Job für Flick wird deshalb sein, die Konzentration in seinem Kader hochzuhalten, auch wenn die Bundesliga eventuell schon am kommenden Samstag gewonnen und das Pokalfinale erst Anfang Juli ausgetragen wird.
Flick kann auch mal streng sein
Dafür kann er nicht immer nur der "nette Herr Flick" sein.
"Ich kann durchaus mal streng sein. Das gehört sicher dazu", sagte er der "Frankfurter Rundschau". Und weiter: "Ich achte schon sehr darauf, dass die Regeln, die wir vorgegeben haben, auch eingehalten werden. Sonst kann es schon mal unangenehm werden für denjenigen, der sich nicht daran gehalten hat."
Alles, damit die Saison am Ende auch auf der Visitenkarte eine herausragende ist.
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