FC Bayern | Niko Kovac motzt sich in Rage: "Das war ein Fehlpass-Festival"
Der FC Bayern München siegt im DFB-Pokal nur schmeichelhaft mit 2:1 (0:1) beim VfL Bochum und lässt einen angefressenen Trainer zurück - so bemängelt Niko Kovac nach der Partie erneut die Einstellung seiner Spieler, was zu mangelhafer Konzentration und entsprechend in der ersten Halbzeit zu einem "Fehlpass-Festival" geführt habe: "Man muss sauber Fußball spielen."
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Niko Kovac sah dann doch auch noch was Positives.
"Mit den zwei Wechseln haben wir das Spiel unter Kontrolle bekommen, weil Thomas und Philippe das sehr gut gemacht haben", sagte der Trainer des FC Bayern München nach dem schmeichelhaften 2:1-Sieg im DFB-Pokal beim VfL Bochum.
Thomas und Philippe - Müller und Coutinho mit Nachnamen - hatten schließlich als Einwechselspieler mitgeholfen, dass Bayern das Zweitrunden-Spiel des DFB-Pokals nach frühem Rückstand (Eigentor Alphonso Davies, 36.) noch durch die Tore von Serge Gnabry (83.) und eben Müller (89.) gedreht hatte.
Kovac moniert viele Fehlpässe
"Natürlich ist man erleichtert - wir lagen lange 0:1 hinten und machen sieben, acht Minuten vor Schluss erst den Ausgleich und dann den Siegtreffer", sagte Kovac also bilanzierend. Mehr Positives wollte der 48-Jährige dann aber nicht mehr ansprechen. Er regte sich lieber auf.
Der zentrale Kritikpunkt: zu viele schlechte Abspiele. "Das mit den Fehlpässen ist mir ein Rätsel", sagte Kovac. Erschrocken sei er darüber gewesen. "Wir haben uns alle gewundert. Wir haben durch die Bank individuelle Fehler produziert", sagte Kovac und dann einen Satz, der bei einem Trainer nie gut klingt:
Kovac vermisst Konzentration
Wobei, irgendwie doch: Bereits nach Bochums erster Chance - Simon Zoller zielte noch in der ersten Spielminute freistehend vorbei - hätten bei Kovac die Alarmglocken geschrillt.
"Wenn ich nach 40 Sekunden so eine Riesenchance vom VfL sehe, und es nicht das erste Mal ist, muss ich mich fragen, ob wir denn wissen, dass wir von der ersten Sekunde an vollkonzentriert im Spiel sein müssen", sagte der Bayern-Trainer etwas kompliziert.
Ergo: die Konzentration habe mal wieder gefehlt. "Das habe ich vermisst. Dann kann ich mir solche Fehlpässe letztlich auch erklären. Wen man denkt, man macht das hier mit links, täuscht man sich."
Kovac bemängelt die Einstellung
Eine Einstellungsfrage also? "Ich kann mir nicht vorstellen, dass es was anderes war", antwortete Kovac auf die entsprechende Frage und fügte sarkastisch an: "Denn dass die Spieler den Ball von A nach B passen können, das wissen wir. Aber das haben wir heute nicht gemacht. Unter Druck muss man Lösungen finden. Wenn wir die nicht finden, wird es schwierig."
Und falls es jemand noch nicht begriffen hatte:
"Fehlpass-Festival" statistisch nicht ganz haltbar
95 Fehlpässe waren es übrigens - die Passquote mit 86 Prozent angekommener Bälle aber im Rahmen, nicht richtig weit vom generellen Ziel - knapp 90 Prozent - entfernt.
Wurscht, Kovac war motzig. "Man muss sauber Fußball spielen, das hat nichts mit Taktik zu tun. Das hat mit der Einstellung zu tun", meinte der Coach. Denn:
Sein Glück: Es gab ja noch den Thomas und den Philippe.
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