Eurosport
Schalke 04 - FC Bayern | Fan-Protest auf Schalke: Erstes Transparent nach einer Minute
Von
Publiziert 03/03/2020 um 20:59 GMT+1 Uhr
Nicht mal 60 Sekunden hat es gedauert, da wurden im DFB-Pokal-Viertelfinale zwischen dem FC Schalke 04 und dem FC Bayern München (0:1) die ersten Plakate hochgehalten. Die Fans protestierten gegen den Deutschen Fußball-Bund, zudem sangen die Königsblauen-Anhänger "Scheiß DFB" und beleidigten, wie üblich, Manuel Neuer. Das Spiel wurde aber nicht unterbrochen.
Eurosport
Fotocredit: Eurosport
"Dementer Fußball-Bund – Eure Zusagen gegen die Kollektivstrafen vergessen – versucht Ihr nun, uns Fans mit Spielabbrüchen zu erpressen?", besagte des Statement in der Schalker Kurve. Schiedsrichter Tobias Stieler unterbrach das Spiel daraufhin nicht, weil es keine Diskriminierungen enthielt.
Kurze Zeit später sendeten die Fans der Königsblauen die nächste Botschaft. Dieses Mal bekamen die Spieler des FC Bayern ihr fett weg. "Wenn wir jetzt ein Hurensohn-Plakat zeigen, hört ihr dann auch auf zu spielen und wir schaffen es ins Elfmeterschießen", fragten die Anhänger ironisch in Anlehnung an die Unterbrechung des deutschen Rekordmeisters gegen die TSG Hoffenheim. Die Spieler des FC Bayern hatten nach mehrfachen Beleidigungen gegenüber Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp beim Stande von 6:0 den Rasen verlassen.
Zudem wurde Bayern-Kapitän Manuel Neuer, von 1991 bis 2011 ein Schalker, von den Heimfans verhöhnt - die Schalker ließen wie gewohnt keinen Zweifel daran, was sie davon halten, dass der Torhüter einst den Lockrufen des FC Bayern nachgab.
Als Neuer später, vom Schalker Anhang verbal als "Hurensohn" beschimpft wurde, kam es ebenfalls nicht zur Unterbrechung. "Ja, es gab Schmährufe gegen Manu", sagte Matchwinner Joshua Kimmich nach der Partie, "schon auch das gleiche Wort wie gegen Hopp. Aber ist ja klar, dass man da nicht immer einschreiten kann."
Saarbrücken-Fans kritisierte FC Bayern
Beim Pokalviertelfinale zwischen Regionalligist 1. FC Saarbrücken und Fortuna Düsseldorf kritisierten die Fans derweil den FC Bayern sowie Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp. Auf einem Banner stand:
Die FCS-Fans bezogen sich dabei auf die Partnerschaft der Bayern mit Sponsoren aus Katar, wo die Münchner auch jährlich ihr Wintertrainingslager abhalten, und die daraus resultierende Doppelmoral. Die Beziehungen zu Katar werden allerdings auch von den Bayern-Ultras kritisch gesehen.
Das könnte Dich auch interessieren: Ins Krankenhaus eingeliefert: Ronaldo reist zu seiner Mutter
Werbung
Werbung