FC Bayern München fertigt Bremer SV mit 12:0 ab - Eric Maxim Choupo-Moting gelingt Viererpack

Der FC Bayern ist mit einer Tor-Gala in die 2. Runde des DFB-Pokals eingezogen. Beim Fünftligisten Bremer SV setzten sich die Münchner 12:0 (5:0) durch. Eric Maxim Choupo-Moting traf vierfach (8./28./35./82.). Die weiteren Tore erzielten Jamal Musiala (16./49.), Jan-Luca Warm (27./ET), Malik Tillman (47.), Leroy Sané (65.), Mickaël Cuisance (80.), Bouna Sarr (86.) und Corentin Tolisso (88.).

Der FC Bayern München führt beim Bremer SV

Fotocredit: Getty Images

Im "Jahrhundertspiel" zeigte der Fünftligist keine Angst und suchte von Anfang an den Weg nach vorne. Angepeitscht von über 10.000 Zuschauern agierte der Bremer SV im 4-1-4-1 bei gegnerischem Ballbesitz.
Die Bayern setzten auf Rotation. So blieben nach dem Köln-Spiel lediglich Tanguy Nianzou, Niklas Süle, Joshua Kimmich, Thomas Müller und Leroy Sané in der Startelf. Robert Lewandowski, Leon Goretzka und Manuel Neuer traten die Reise in den Norden gar nicht erst mit an. Auch ohne zahlreiche Leistungsträger hatte der Rekordmeister logischerweise mehr vom Spiel und ging die Partie sehr professionell an, doch der Underdog spielte vielversprechend und suchte immer wieder spielerische Lösungen. So gehörte der erste Torschuss der Partie sogar dem BSV, Sven Ulreich hatte mit dem zentralen Schuss von Lamine Diop keine Probleme (5.).
Dann trat auch der FC Bayern offensiv in Erscheinung: Zunächst wurde ein Schuss von Jamal Musiala von der Linie geholt (7.), dann traf Eric Maxim Choupo-Moting zum 1:0 (8.). Der Bundesligist spielte auch danach mit der nötigen Ernsthaftigkeit, Musiala erhöhte wenig später auf 2:0 (16.). Dies war schon so etwas wie die Vorentscheidung. Der Fünftligist blieb sich auch danach treu und suchte immer wieder den Weg nach vorne. Doch die Bayern ließen an diesem Abend nichts anbrennen. Ein Doppelschlag (27./28.) durch ein Eigentor von Jan-Luca Warm sowie Choupo-Moting brachte schnell das 4:0. Wenig später markierte der Kameruner gar das 5:0 (35.). Die Bayern zeigten eine solide Vorstellung, waren gierig in den Zweikämpfen und ließen so überhaupt keine Zweifel aufkommen.
Auch ohne die zur Halbzeit ausgewechselten Müller, Kimmich und Süle kamen die Bayern früh im zweiten Durchgang einem zweistelligen Sieg sehr nahe. Malik Tillman (47.) und Musiala (49.) stellten auf 7:0. Der Rekordmeister bestimmte das Geschehen nach Belieben, doch der Fünftligist blieb sich treu und hätte durchaus einen Ehrentreffer verdient gehabt. Auf der Gegenseite ließ Choupo-Moting mit einem Lattentreffer sein viertes Tor liegen (62.). Wenig später durfte sich auch noch Leroy Sané in die Torschützenliste eintragen (65.).
Im weiteren Verlauf spulten die Bayern ihr Pensum ab, ohne wirklich zu brillieren. Nachdem Ugo Nobile nach Notbremse an Tillman Rot sah (76.), machten die Bayern das Dutzend voll. Michael Cuisance (80.), erneut Choupo-Moting (82.), Bouna Sarr (86.) sowie Corentin Tolisso (88.) schraubten das Ergebnis auf 12:0. Der Underdog verkaufte sich teuer, doch der Qualitätsunterschied war an diesem Abend einfach zu groß.
Der BSV ist erst kommende Woche wieder gefordert: Am 2. September muss man zur Leher Turnschaft. Die Bayern empfangen am Samstagabend Hertha BSC zum Topspiel um 18:30 Uhr.

Stimmen zum Spiel

Jamal Musiala (FC Bayern): "Es hat heute großen Spaß gemacht, Tore zu schießen, den Rhythmus zu bekommen. Es hat mich heute sehr gefreut. Es war auch gut für andere Spieler, ein paar Minuten zu kriegen. Ich hoffe, das zweite Tor zählt für mich, aber ich habe Verständnis, wenn es als Eigentor zählt. Es wäre ein Traum für mich, bei der Nationalmannschaft immer dabei zu sein, aber dafür muss ich hier meine Leistung bringen."
Eric Maxim Choupo-Moting (FC Bayern): "Egal, ob man viel Spielzeit hat oder nicht, wenn man die Chance bekommt, soll man Gas geben. Wir haben uns von der ersten bis zur letzten Minute reingehauen und daher auch in dieser Höhe verdient gewonnen. Ich glaube, es ist mein erster Viererpack in meiner Zeit als Profi. Wichtig ist, dass es heute Spaß gemacht hat und wir klar gewonnen haben."
Joshua Kimmich (FC Bayern): "Choupo-Moting hat heute ein Riesenspiel gemacht. Ihn zeichnen viele Dinge aus. Sportlich können wir ihn immer reinwerfen, fußballerisch ist er ein Top-Spieler. Aber auch in der Kabine ist er ein super Typ, er spricht einige Sprachen und ist auch daher wichtig. Wir sind nicht ganz so gut ins Spiel gekommen, aber dann hatten wir es im Griff und wollten es dann auch seriös zu Ende spielen."
Malte Seemann (Bremer SV): "Es hat Spaß gemacht, ein unbeschreibliches Gefühl. Man erinnert sich gerne daran. Klar hätte ich gerne das Trikot vom weltbesten Torwart gehabt, aber ich freue mich auch auf das Trikot von Sven Ulreich. Der ganze Tag war besonders. Wir haben den ganzen Tag genossen, die Fans des Bremer SV waren klasse. Gerne Wiederholung! Von diesem Erlebnis kann ich meinen Kindern irgendwann mal erzählen. Wir haben uns ganz gut verkauft, ein großes Lob an die Mannschaft."
Julian Nagelsmann (Trainer FC Bayern): "Ich finde es immer toll in der ersten Runde gegen solche Vereine. Dass es einseitig wird, war abzusehen. Sie haben am Anfang mutig nach vorne gespielt, am Ende ein schönes Erlebnis. Wir haben über kein Zielergebnis gesprochen. Wir wollten das seriös zu Ende spielen. Sowas muss man einer Mannschaft wie Bayern München auch hoch anrechnen, das war schon gut."
Lukas Muszong (Bremer SV): "Es war unglaublich, so viele Fans im Stadion zu sehen. Das ganze Stadion stand hinter uns, es war unglaublich. Man versucht alles aufzusaugen und das Ganze in Erinnerung zu behalten. Vielleicht hätte es etwas knapper ausgehen können, aber das Ergebnis ist zweitrangig, am Ende zählt das Erlebnis."

Das fiel auf: Bayern mit seriöser Vorstellung

Nein, eine Blamage wie in der vergangenen Saison in Kiel will man beim FC Bayern so schnell nicht wieder erleben. Auch ohne zahlreiche Leistungsträger zeigte der Rekordmeister eine äußerst seriöse Leistung und ließ zu keinem Zeitpunkt Zweifel am Weiterkommen aufkommen. Choupo-Moting zeigte, dass der Verein in Abwesenheit von Robert Lewandowski auf ihn setzen kann. Auch Musiala trumpfte auf und war beinahe an jedem Angriff beteiligt. Julian Nagelsmann konnte so auch im zweiten Durchgang ruhig sitzen bleiben.

Tweet zum Spiel

Das Ergebnis war zwar weitaus höher als der FC Barcelona vorletzte Saison gegen die Bayern (8:2) unterging, aber in der Tat zog sich der Fünftligist größtenteils besser aus der Affäre als der spanische Spitzenklub.

Die Statistik: 12:0

Das 12:0 der Bayern war nicht nur der höchste Sieg in der diesjährigen ersten Pokalrunde. Für den Rekordmeister ist es zudem der zweithöchste Sieg in einem Pflichtspiel seit dem Aufstieg in die Bundesliga 1965. 1997 gab es in der ersten DFB-Pokalrunde ein 16:1 über den DJK Waldberg.
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Nagelsmann lobt Kimmichs Verhandlungsgeschick: "Unglaublich intelligent"

Quelle: Perform

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