DFB-Pokal - Eric Maxim Choupo-Moting erneut Matchwinner: FC Bayern kegelt FC Augsburg raus

Der FC Bayern steht im DFB-Pokal-Achtelfinale. Beim FC Augsburg siegten die Münchner am Mittwochabend 5:2 (1:1). Wie schon am vergangenen Wochenende avancierte Eric Maxim Choupo-Moting zum Matchwinner. Der Mittelstürmer steuerte zwei Tore bei (28., 60) und legte Joshua Kimmich (54.) das zwischenzeitliche 2:1 auf. Jamal Musiala (74.) und Alphonso Davies (90.+2) machten den Deckel drauf.

FC Augsburg - FC Bayern

Fotocredit: Getty Images

Nachdem der Rekordmeister in den letzten beiden Spielzeiten jeweils in der zweiten Runde des DFB-Pokals ausgeschieden war, wollten die Münchner diese Negativ-Serie unbedingt brechen. Das sollte ausgerechnet beim FC Augsburg gelingen, wo der Rekordmeister die letzten beiden Auswärtsspiele verloren hatte – und es sollte auch heute zu Beginn nicht besser werden.
Die Hausherren begannen furios und überrumpelten die Mannschaft von Julian Nagelsmann regelrecht. Bereits in der zweiten Spielminute ließ Ermedin Demirovic das Außennetz des Bayern-Tores erzittern (2.). Ein Pass zum besser-positionierten Florian Niederlechner wäre die bessere Option gewesen. Nur Momente später hinderte Alphonso Davies Demirovic an einem Abschluss aus aussichtsreicher Position, indem er im Sechzehner gerade noch die Fußspitze vor dem Stürmer an den Ball brachte (3.).
Was sich in den Anfangsminuten angedeutet hatte, wurde dann Realität: Augsburg ging in Führung. Ein Abstoß von Sven Ulreich wurde zum Bumerang und landete über Robert Gumny, Carlos Gruezo und Elvis Rexhbecaj schlussendich bei Mads Pedersen. Der 26-Jährige zog aus zentraler Position mit links ab und platzierte seinen Versuch im unteren rechten Eck zur 1:0-Führung (9.).
Es dauerte eine Viertelstunde bis der Rekordmeister erstmals offensiv in Erscheinung trat, doch FCA-Keeper Tomas Koubek parierte Jamal Musialas Schuss aus der Drehung (16.). Der Tscheche konnte auch drei Minuten später glänzen, indem er lange stehen blieb und so Davies‘ Abschluss aus halblinker Position parieren konnte (19.).
Der FCA wurde am eigenen Strafraum eingeschnürt, setzte dann aber nochmal einen Nadelstich nach vorne. Florian Niederlechner entschied sich in einer Überzahl-Situation allerdings gegen ein Abspiel und versuchte es selbst – der Abschluss im Fallen verunglückte völlig (23.).
Die Quittung kam prompt: Serge Gnabry setzte Eric-Maxim Choupo-Moting rechts im Strafraum in Szene, Koubek spekulierte auf den Pass in die Mitte und machte so die kurze Ecke auf. Genau dorthin schoss der Stürmer die Kugel – 1:1 (27.). Nur zwei Minuten später rettete der Schlussmann dann aber glänzend gegen Sadio Mané, der aus fünf Metern am Tschechen scheiterte.
Nach dem Seitenwechsel legten die Bayern dann vom Start weg los: Gnabry traf mit einem abgefälschten Schuss nur die Latte, Mané setzte den Nachschuss aus kurzer Distanz neben das Tor (47.). Nur fünf Minuten später verpasste Gnabry mit seinem Linksschuss aus rechter Strafraumposition relativ kläglich das anvisierte lange Eck (52.). Kurz danach war es dann Kimmich, der Bayern mit 2:1 in Führung bringen konnte. Nach einem Ballverlust von Gruezo im Spielaufbau legte Choupo-Moting quer, Kimmich netzte per Flachschuss (53.).
In der 59. Minute war es dann der Kameruner selbst, der einen Abwehr-Fauxpas von Iago und Bauer nutzte und aus kurzer Distanz auf 3:1 erhöhte (59.). Trotz des Anschlusses durch ein Eigentor von Dayot Upamecano, der zum 2:3 für Augsburg ins eigene Netz traf, wurde es nicht mehr eng für den Rekordmeister (65.).
Musiala (74.) und Davies (90.+1) krönten ihre starken Leistungen ebenfalls mit Treffern, wobei das Tor von Musiala aus schwierigem Winkel ins lange Eck besonders sehenswert war.

Die Stimmen:

Leon Goretzka (FC Bayern München): „Die ersten zehn Minuten waren eine Katastrophe, danach haben wir den Kampf dann gut angenommen. Eine Erklärung für die Anfangsphase habe ich nicht, wir wussten ja, was uns erwartet. Durch die harte Arbeit der letzten Wochen sind wir jetzt im Flow. Wir sind in der Tabelle aber noch nicht da, wo wir hinwollen. Dafür müssen wir unsere Hausaufgaben machen.“
Florian Niederlechner (FC Augsburg): „Wir haben eine gute Leistung gezeigt. Der Knackpunkt war das 4:2, davor kann ich vielleicht das 3:3 machen – danach hatten wir dann keine Chance mehr. Mit ein bisschen mehr Glück, wäre heute vielleicht mehr drin gewesen. Es macht aber riesig Spaß zur Zeit. Wir können viel Positives aus dem Spiel mitnehmen.“

Der Tweet zum Spiel:

Der Mann dieser Wochen beim FCB: Nach seiner Gala-Vorstellung am Sonntag gegen den SC Freiburg konnte Eric-Maxim Choupo-Moting auch heute drei Scorerpunkte verbuchen. Der gebürtige Hamburger erzielte zwei Treffer selbst und bereitete einen weiteren vor.

Das fiel auf: Augsburgs Aggressivität reicht nicht bis zum Ende

Der FC Augsburg präsentierte sich motiviert und aggressiv. Die Hausherren schoben gut von hinten heraus, pressten früh und sorgten so dafür, dass die Bayern-Akteure auf dem gesamten Feld andauernd in Eins-gegen-Eins-Duelle gehen musste.
Besonders das Duell Gumny gegen Mané bestimmte den ersten Durchgang. Der Augsburger war immer dran am Senegalesen und machte dem Torjäger das Leben schwer – abermals blieb Mané glücklos.
Zudem doppelten die Fuggerstädter immer wieder die Außenstürmer Gnabry und Mané. Erst im Laufe des zweiten Durchgangs konnte der FCB seine spielerische Klasse entfalten. Augsburg konnte gegen Ende einfach nicht mehr dagegenhalten.

Die Statistik: 3

Im dritten Versuch zieht der FC Bayern erstmals seit der Saison 19/20 wieder in die dritte Runde des DFB-Pokals ein. In den Vorjahren scheiterte der Rekordmeister bereits in der zweiten Runde an Holstein Kiel und Borussia Mönchengladbach.
(SID)
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Quelle: Perform

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