1. FC Kaiserslautern beendet Pokal-Märchen des 1. FC Saarbrücken: Rote Teufel fahren zum Finale nach Berlin

Der 1. FC Kaiserslautern steht im Finale des DFB-Pokals. Die Rote Teufel schlugen Überraschungs-Mannschaft 1. FC Saarbrücken auswärts 2:0 (0:0). Marlon Ritter (54.) und Almamy Touré (76.) erzielten die Tore für das Team von Trainer Friedhelm Funkel. Kaiserlautern erreicht erstmals seit 2003 (1:3 gegen Bayern München) wieder das Finale in Berlin. 1990 und 1996 gewann der FCK den begehrten Pott.

Funkel nach Finaleinzug happy: "Geschichte hat sich wiederholt"

Quelle: Perform

Saarbrücken verpasste den größten Erfolg der Vereinsgeschichte. Wie schon bei den vier Versuchen zuvor war im Halbfinale des DFB-Pokals Endstation, nur drei Drittligisten hatten jemals das Endspiel erreicht.
Gegner im Finale von Berlin ist am 25. Mai entweder der ungeschlagene Bundesliga-Spitzenreiter Bayer Leverkusen oder Zweitligist Fortuna Düsseldorf - vorher geht es für die Mannschaft von Trainer-Oldie Friedhelm Funkel aber um die Mission Klassenerhalt.
"Das tut extrem weh. Das Spiel müssen wir nicht verlieren. Wir machen den einen Fehler", sagte Saarbrückens Trainer Rüdiger Ziehl in der "ARD". "Unsere Enttäuschung ist riesen groß. Wir waren nicht die schlechtere Mannschaft, haben es aber leider nicht geschafft."
Sein Lauterer Kollege Friedhelm Funkel sagte bei "Sky": "Ein sehr emotionaler Sieg für uns, zumal es auch noch Derby war. Wir haben es aufgrund der zweiten Halbzeit verdient, nach Berlin zu fahren."

Saarbrücken beginnt griffig

Die Ministerpräsidentinnen Anke Rehlinger und Malu Dreyer schlossen eine Siegerwette ab, dazu der gewaltige Derby-Zündstoff - und doch war auch vor dem Halbfinale mal wieder der Rasen das entscheidende Thema.
Plane rauf, Plane runter, 4000 Löcher in den Rasen gestanzt, Sand eingefüllt, zahlreiche Helfer über Ostern sogar per Nachtwache im Dauereinsatz. Am Spieltag selbst zeigte sich dann die Sonne, doch pünktlich zum Anpfiff nieselte es wieder.
Ziehl beschwor vor 15.910 Zuschauern ein weiteres "Wunder". Und sein Team begann gleich sehr griffig, Marcel Gaus schleuderte in der Anfangsphase einige Einwurfflanken in den Strafraum. Gladbach-Siegtorschütze Kai Brünker (3.) und Manuel Zeitz (6.) blieben per Kopf harmlos. Aus dem Spiel passierte in den Strafräumen nahezu Nichts.

FCS-Torhüter Schreiber patzt beim 0:1

Beide Teams formierten sich gegen den Ball sehr tief, mieden erstmal jegliches Risiko. Vor allem Lautern agierte wie von Funkel aufgetragen eher wie ein Außenseiter statt als mutiger Zweitligist und lauerte auf Konter.
Dabei entstand offensiv ohne den verletzten Ragnar Ache vor der Pause keinerlei Gefahr, das Passspiel war auf dem holprigen Geläuf arg fehlerhaft. Auf der Gegenseite vergab Brünker per Flugkopfball völlig freistehend die erste Großchance (42.).
Nach der Pause schlug Lautern aus dem Nichts zu, als Ritters Kopfball FCS-Torhüter Tim Schreiber durch die Beine rutschte. "Fußball ist mal geil und mal scheiße. Heute war es scheiße. Mein Fehler hat uns das Finale gekostet", sagte der Keeper.
In der Folge musste Saarbrücken öffnen, der Zweitligist wurde dadurch mit seiner Kontertaktik etwas gefährlicher.
Der Kopfballtreffer von Touré nach Freistoßflanke war trotzdem erst der zweite ernsthafte Abschluss. Saarbrücken fehlten für eine Reaktion gegen tiefstehende Pfälzer die Ideen.
(SID)
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Quelle: Perform

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