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DFB-Pokalsieger VfB Stuttgart feierlich im Rathaus in der Heimat empfangen - Schwaben gewannen ersten Titel seit 18 Jahren
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Publiziert 25/05/2025 um 16:44 GMT+2 Uhr
DFB-Pokalsieger VfB Stuttgart ist feierlich in der Heimat empfangen worden. Am Sonntag landete der Flieger aus Berlin um 13:53 Uhr in der Schwaben-Metropole, ehe Oberbürgermeister Frank Nopper das Team von Trainer Sebastian Hoeneß um kurz nach 15:00 Uhr im Rathaus willkommen hieß, um sich ins Goldene Buch einzutragen. Anschließend fuhr die Mannschaft mit einem Autokorso durch Straßen.
Erster Titel seit 18 Jahren: VfB Stuttgart gewinnt DFB-Pokal
Quelle: Perform
Ziel war der Schlossplatz, wo die große Pokalparty mit bis zu 35.000 Fans stieg. "Ich habe wenig geschlafen, aber es geht immer noch gut", sagte Deniz Undav im "SWR": "Es fühlt sich überragend an, jetzt hier zu sein und den Pokal zu feiern."
Mit müden Augen, aber überglücklich trug Erfolgstrainer Sebastian Hoeneß den goldenen DFB-Pokal ins Stuttgarter Rathaus, Feierbiest Undav schrieb artig Autogramme und knipste Selfies mit Fans.
Nur wenige Stunden zuvor hatte der VfB den 4:2 (3:0)-Triumph im Finale gegen Drittliga-Meister Arminia Bielefeld in der Hauptstadt begangen. Beim festlichen Bankett im "Spindler und Klatt" an der Spree zelebrierten die völlig losgelösten Spieler mit zahlreichen geladenen Gästen den Titel, mit dem sie eine lange Zeit schwierige Saison doch noch veredelt hatten. Letztlich waren viele von ihnen nach dem offiziellen Teil in den Nachtclub 808 im Westen der Stadt umgezogen. "Wir haben da den ganzen VIP-Raum gemietet und haben da gesoffen und gefeiert", berichtete Undav bei "Sky".
Dabei war es schon Stunden zuvor im Berliner Olympiastadion hoch hergegangen. Nationaltorwart Alexander Nübel mampfte in der Kabine Döner, Hoeneß flüchtete mit dem Pokal nach nur sieben Minuten von der Pressekonferenz, als seine Spieler ihn einer zünftigen Bier- und Champagnerdusche unterzogen hatten. Und natürlich wurde standesgemäß Bier aus dem Cup getrunken.
Jägermeister statt Bier für Undav
Nur Undav schmeckte das nicht. "Jägermeister hätte ich getrunken, aber Bier mag ich nicht", sagte der Nationalstürmer, der für den Goldpokal andere Pläne hatte: "Ich nehme den mit, packe meine Tochter da rein für ein paar Bilder - und dann gebe ich den ab." Das Objekt der Begierde ging durch so einige Hände, ehe die Rückkehr in die Heimat anstand.
In Stuttgart herrschte größte Euphorie, nachdem die Spielzeit nach vielen Problemen mit dem vierten Pokalsieg nach 1954, 1958 und 1997 golden geendet war. "Es war keine gute Bundesliga-Saison", sagte Undav, der mit dem VfB als Tabelleneunter das europäische Geschäft zunächst verpasst hatte, "aber wir haben einen Titel geholt." Auch Hoeneß, dessen Team nun in der Europa League starten darf, betonte: "Jetzt sind wir uns, hoffe ich, alle einig, dass es eine großartige Saison war."
Hoeneß-Familie vervollständigt Pokal-Triple
Für den Coach war sein erster großer Titel als Trainer gleich doppelt emotional, da er auch in die Fußstapfen seiner berühmten Familie trat. 1982 war er nur zwölf Tage nach dem Pokalsieg seines Vaters Dieter mit Bayern München geboren worden, die Bilder mit dem blutverschmierten Turban sind legendär. 43 Jahre später jubelten beide gemeinsam. "Es war für mich der emotionalste Moment, mit meiner Familie diesen Abend zu teilen", sagte Sebastian Hoeneß der Bild.
Und wie geht es jetzt weiter? Während Hoeneß nach dem Partymarathon wohl bald in den Urlaub geht, dürfen seine Spieler nur kurz durchschnaufen. Nübel, Maximilian Mittelstädt, Undav, der blitzschnell von einer Bänderverletzung genesene und mit zwei Vorlagen im Finale überragende Angelo Stiller und Neu-Nationalspieler Nick Woltemade sind mit der DFB-Elf beim Final Four der Nations League gefragt. Woltemade, der gegen Bielefeld das wichtige 1:0 erzielt hatte, soll sogar noch die U21-EM spielen - und der Stürmer ist hungrig: "Ich würde gerne einen Dreierpack machen, was Titel angeht. Nummer eins habe ich jetzt."
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(SID)
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