DFB-Pokal: Hertha BSC jagt den Pokal-Traum beim Heimspiel gegen den SC Freiburg - "Diese Chance wollen wir nutzen"

Hertha BSC ist nur noch zwei Schritte vom Finale im eigenen Stadion entfernt. Vor dem Spiel gegen den SC Freiburg pendeln die Berliner zwischen Kampfgeist und Zurückhaltung. Gegen die Breisgauer hat sich das Team um Fabian Reese daher viel vorgenommen. Kann die Alte Dame am Dienstagabend dem Pokal-Traum einen Schritt näherkommen? Hertha-Coach Stefan Leitl sieht sein Team in der Außenseiterrolle.

Fabian Reese und die Hertha jagen den DFB-Pokal-Traum am Dienstagabend im Olympiastadion.

Fotocredit: Getty Images

In Berlin ist man sich noch nicht ganz einig, wie man auf das anstehende DFB-Pokal-Viertelfinale blicken soll. Während Trainer Stefan Leitl tiefstapelt und Hertha BSC als "krassen Außenseiter" sieht, kennt Paul Seguin keine falsche Bescheidenheit: "Wir wollen ins Finale. Wir wollen DFB-Pokalsieger werden. Alles andere wäre gelogen. Wir können Geschichte schreiben mit dem Verein."
Am Dienstag (20.45 Uhr/Sky) gegen den Fußball-Bundesligisten SC Freiburg geht es erst einmal um den Einzug ins Halbfinale - und den Traum vom Endspiel im eigenen Stadion aufrechtzuerhalten.
Der Einzug ins Semifinale gelang den Hauptstädtern zuletzt vor zehn Jahren, damals war gegen Borussia Dortmund (0:3) Endstation. In dieser Saison soll es anders laufen.
"Am Dienstag wartet Freiburg, ein richtig gutes Team und ein Europa-League-Teilnehmer - da muss einiges für uns zusammenkommen, damit wir als Sieger vom Feld gehen können", sagte Toni Leistner nach dem jüngsten überzeugenden Sieg am Wochenende bei der SV Elversberg (3:0).

Hertha mit Chancen, "wenn wir geradezu perfekt spielen"

"Mit so einem Sieg tanken wir Selbstvertrauen für eine insgesamt extrem wichtige Woche, in der wir von Spiel zu Spiel schauen", sagte Leistner. Den Aufstieg hat man beim Tabellensechsten schließlich noch nicht abgeschrieben.
Der Ligaerfolg in Elversberg und der furiose Sturmlauf im Achtelfinale gegen den 1. FC Kaiserslautern (6:1) dienen als Mutmacher für das Spiel vor etwa 55.000 Zuschauern im Olympiastadion. "Ich wünsche meiner Mannschaft, dass sie dieses Spiel am Dienstag genießt. Wir haben eine Chance, in die nächste Runde einzuziehen, wenn wir geradezu perfekt spielen – und diese Chance wollen wir nutzen", sagte Leitl und appellierte an die Fans: "Die Hütte muss brennen, wenn wir eine Chance haben wollen. Dann muss morgen ganz Berlin blau-weiß sein."
Auch Freiburgs Trainer Julian Schuster weiß um den Stellenwert des Spiels für die Berliner: "Man kann sich ausmalen, dass das Spiel auch für die Berliner sehr viel bedeutet. Wir freuen uns auf die entsprechende Atmosphäre."
Personell gibt es bei den Berlinern noch einige Fragezeichen. Deyovaisio Zeefuik fällt nach einer Knieverletzung in Elversberg vorerst aus, bei Marton Dardai wird sich erst am Spieltag entscheiden, ob er spielen kann.
Doch für den lang gehegten Traum vom heimischen Finale sollen alle Kräfte mobilisiert werden - die Chance scheint so groß wie lange nicht mehr. Auch wenn Leitl tiefstapelt.
(SID)
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Quelle: Perform


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