DFB-Pokal: Leipzig-Trainer Ole Werner wütet wegen Schiedsrichter im Viertelfinale gegen Bayern - "Einfach schlecht"
Publiziert 12/02/2026 um 10:05 GMT+1 Uhr
Nach dem Viertelfinal-Aus im DFB-Pokal beim FC Bayern München kannte der Ärger bei RB Leipzig keine Grenzen. Trainer Ole Werner haderte nach dem 0:2 in München vor allem mit dem Schiedsrichtergespann – und fand deutliche Worte. Auslöser seiner Wut war eine Szene in der 27. Minute beim Stand von 0:0 nach einem Zweikampf zwischen Bayerns Außenverteidiger Josip Stanišić und Leipzigs Antonio Nusa.
Werner sauer auf Schiedsrichter: "Einfach schlecht"
Quelle: Perform
An der Strafraumgrenze legte der Münchner Verteidiger den Leipziger Flügelstürmer um - die Pfeife von Referee Daniel Siebert blieb jedoch stumm. Für Werner eine klare Fehlentscheidung.
Es sei "absoluter Wahnsinn", da kein Foulspiel zu erkennen. "Für mich braucht man dafür keinen VAR. Jeder im Stadion hat das Foul gesehen, außer vier Leute. Und von den vier Leuten hat zumindest einer, der neben mir stand, das Foul ganz genau gesehen", schilderte Werner erbost auf der Pressekonferenz nach dem Spiel.
"Ich muss das sehen, VAR hin oder her. Wenn ich das nicht als Foul sehe, zu viert auf diesem Niveau, dann ist das einfach schlecht", wütete der RB-Coach.
Während Werner mit scharfer Kritik reagierte, schlug Kapitän David Raum nach Abpfiff leisere Töne an – wenn auch nicht weniger deutlich. "Sie tun mir nur noch leid", sagte der Nationalspieler.
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Quelle: Perform
Raum: Schiedsrichter haben durch VAR "noch mehr Angst"
Raum führte weiter aus: "Ich habe das Gefühl, seitdem der Videobeweis da ist, sind sie unsicher und haben noch mehr Angst, Fehler zu machen. Ich würde mir manchmal von den Schiedsrichtern wieder mehr Mut wünschen." Schiedsrichter zu sein, sei "in der aktuellen Phase nicht der coolste Job", urteilte er.
Auch RB-Angreifer Christoph Baumgartner meldete sich zu Wort. Sein vermeintlicher Führungstreffer in der Anfangsphase war nach VAR-Prüfung wegen Abseits aberkannt worden. Der Österreicher bekannte sich zwar als "Fan von gerechtem" Fußball, schob jedoch hinterher: "Es wird mir aber zu viel Macht in die VAR-Hände gelegt."
Bereits in den vergangenen Tagen nahm die Diskussion rundum den Videoschiedsrichter an Fahrt auf. Auslöser war ein Elfmeter bei der Partie zwischen Mainz und Augsburg. Auch Weltmeister Mats Hummels forderte eine Reform des VARs.
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