DFB-Pokal: Sebastian Hoeneß formt VfB Stuttgart zu gefestigtem Team - und könnte zum Bayern-Schreck der Saison werden

Sebastian Hoeneß könnte dem FC Bayern im Pokalfinale eine bis dato herausragende Saison vermiesen. Während die Münchner nach Meisterschaft und starkem Champions-League-Jahr das Double anvisieren, hat der VfB-Coach in Stuttgart erneut ein funktionierendes Top-Team geformt. Einen großen Anteil am Erfolg der Schwaben hat daher der gebürtige Münchner. Beim FCB nimmt man dies offenbar genauestens wahr.

Eberl: Kader wird sich "noch weiterentwickeln“

Quelle: Perform

"Er kommt zumindest mal infrage", sagte Uli Hoeneß zuletzt im "DAZN"-Interview auf die Frage, ob Sebastian Hoeneß eines Tages Trainer beim FC Bayern München werden könnte. Gleichzeitig schob der Ehrenpräsident direkt hinterher: "Aber Kompany kann von mir aus noch fünf oder zehn Jahre hierbleiben."
Dass Uli Hoeneß ausgerechnet über seinen Neffen in derart schwärmerischen Tönen öffentlich spricht, passiert selten genug. "Ja, mein Neffe Sebastian - vor dem ziehe ich wirklich den Hut", erklärte der 74-Jährige mit Blick auf den VfB-Stuttgart-Coach.
"Was er in diesem Verein geleistet hat, ist bemerkenswert. Er hat die Mannschaft erstens im Abstiegskampf übernommen, zweitens wurden ihm in den letzten Jahren immer wieder die besten Spieler verkauft. Und trotzdem schüttelt er sich, macht weiter und kommt immer wieder zurück. Also ganz ehrlich: Sebastian hat nach unserem Trainer von mir den größten Respekt."
Und genau dieser Sebastian Hoeneß könnte den Münchnern am Samstagabend im DFB-Pokalfinale (20:00 Uhr im Liveticker) nun eine nahezu perfekte Saison vermiesen.

Stuttgarter können Weltklasse-Bayern die Saison vermiesen

Denn der FC Bayern präsentierte sich unter Vincent Kompany über Monate hinweg in absoluter Topform. Meisterschaft, ein starker Champions-League-Lauf bis ins Halbfinale und nahezu dauerhaft dominanter Offensivfußball - vieles deutete auf eine Spielzeit hin, die in München als nahezu makellos in Erinnerung bleiben könnte. Doch sollte Stuttgart das Pokalfinale gewinnen, bliebe am Ende "nur" ein Titel.
Klar ist dennoch: Die Bayern gehen als Favorit ins Endspiel. Gerade offensiv wirkt der deutsche Rekordmeister aktuell kaum aufzuhalten, auch wenn zwischen den Pfosten der Einsatz von Manuel Neuer unsicher scheint.
Doch Stuttgart reist längst nicht mehr als Außenseiter ohne echte Chance an. Hoeneß hat in den vergangenen Jahren ein funktionierendes Team geformt - stabil, flexibel und mental gefestigt. Nach dem Pokalsieg im Vorjahr steht der VfB erneut im Finale, dazu gelang als Tabellenvierter die Qualifikation für die Champions League.

Säulen um Chabot, Stiller, Undav: Hoeneß-Team wirkt gefestigt

Besonders bemerkenswert: Selbst den Abgang von Nick Woltemade im vergangenen Sommer konnte Stuttgart kompensieren. In einer eingespielten Dreierkette und mit Leistungsträgern wie Jeff Chabot, Angelo Stiller und Deniz Undav entwickelte sich der VfB erneut zu einer der stabilsten Mannschaften der Liga.
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Sebastian Hoeneß und Deniz Undav: Zwei entscheidende Personalien für den Stuttgarter Erfolg

Fotocredit: Getty Images

"Ich würde nicht sagen, dass es von Anfang an unser Ziel war, in die Champions League zu kommen. Aber mit guten Leistungen und guten Ergebnissen hat sich das in der Saison so entwickelt, dass wir unsere Ziele anpassen konnten", erklärte Verteidiger Maximilian Mittelstädt bei "Sky".
Auch Hoeneß selbst wirkte nach der Königsklassen-Qualifikation fast gelöst. "Wer bin ich, dass ich die Jungs jetzt nicht feiern lasse?", sagte der 44-Jährige. "Man muss dann auch feiern, wenn es an der Zeit ist. Und deswegen dürfen die Jungs machen, was sie wollen."

Hoeneß vor Pokalfinale euphorisch: "Könnte ich mir nicht schöner malen"

Der gebürtige Münchner führte weiter aus: "Die Situation, die wir jetzt haben, könnte nicht schöner sein. Ich könnte sie mir nicht schöner malen."
Es sind Aussagen, die zeigen, wie sehr sich die Atmosphäre in Stuttgart verändert hat. Aus einem Verein im Abstiegskampf wurde binnen kurzer Zeit ein Champions-League-Teilnehmer mit klarer Spielidee und sichtbarer Entwicklung.
Dass Sebastian Hoeneß dabei auch eine Vergangenheit beim FC Bayern besitzt, macht die Geschichte zusätzlich pikant. Bereits 2020 führte er die zweite Mannschaft der Münchner sensationell zur Meisterschaft in der 3. Liga.
Nun kehrt Hoeneß als potenzieller Spielverderber zurück. Diesmal allerdings auf der ganz großen Bühne und mit der Chance, dem FC Bayern ausgerechnet im Pokalfinale eine eiskalte Dusche zu verpassen.
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Quelle: Perform


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