Eisenstangen-Attacke auf Kheira Hamraoui: Wilde Wende - Eric Abidal gerät ins Visier
Wilde Wende in der Affäre um die Eisenstangen-Attacke auf PSG-Spielerin Kheira Hamraoui: Jetzt ist der einstige Barcelona-Star Eric Abidal ins Visier der Ermittler geraten. Die ursprüngliche Vermutung, der Angriff stehe in Zusammenhang mit einer Rivalität zwischen dem Opfer und ihrer PSG-Teamkollegin Aminata Diallo, scheint derweil nicht mehr im Fokus der Ermittlungen zu stehen.
Kheira Hamraoui
Fotocredit: Imago
Wie die angesehene französische Tageszeitung "Le Monde" berichtet, werde Abidal in Kürze in Zusammenhang mit dem Vorfall am Abend des 4. November vernommen werden.
Die zuständige Staatsanwältin Maryvonne Caillibotte bestätigte dem Blatt die baldige Befragung des zweifachen Champions-League-Siegers. Denn die Ermittlungen ergaben, dass die SIM-Karte im Mobiltelefon von Hamraoui auf den Namen von Abidal lief.
Welche Verbindung zwischen der 31-Jährigen und dem inzwischen 42-jährigen Ex-Nationalspieler besteht, ist noch offen. Teamkolleginnen berichteten aber, dass Hamraoui am Tag nach der Attacke bei Abidal angerufen habe. Außerdem erklärten die bei der Attacke anwesenden PSG-Spielerinnen, die beiden Angreifer, die Hamraoui mit Eisenstangen auf die Beine schlugen, hätten dieser vorgeworfen, eine Beziehung zu einem verheirateten Mann zu haben.
Die Staatsanwältin wollte "nicht ausschließen", dass auch die Ehefrau von Abidal noch vernommen werden könnte, dies sei "eine von mehreren Spuren." Abidal, 2006 mit Frankreich Vizeweltmeister, war nach seiner aktiven Karriere u.a. von 2018 bis 2020 Sportdirektor beim FC Barcelona - wo in jenen Jahren auch Hamraoui unter Vertrag stand.
/origin-imgresizer.eurosport.com/2021/04/23/3120067.jpg)
Kheira Hamraoui im Trikot des FC Barcelona
Fotocredit: Getty Images
Frankreichs Fußball unter Schock
Abidals mögliche Verstrickung in die brutale Tat sorgte für neue Schockwellen im französischen Fußball. Zunächst hatte in der vergangenen Woche bereits die vorübergehende Festsetzung von Hamraouis Teamkollegin Aminata Diallo wegen des Verdachts der Beteiligung an dem Verbrechen für Entsetzen besonders im PSG-Umfeld gesorgt, allerdings wurde die 26-Jährige nach 36 Stunden in Polizeigewahrsam wieder entlassen.
Durch Diallos Verhaftung war der schwere Zwischenfall erst bekannt geworden. Nach bisherigen Erkenntnissen befanden sich Diallo und Hamraoui am 4. November nach einem Abendessen ihres Klubs gemeinsam auf der Heimfahrt, als weiterhin unbekannte Täter das Fahrzeug stoppten, Hamraoui aus dem Innenraum zogen und die 31-Jährige durch Schläge mit einer Eisenstange auf ihre Oberschenkel und Schienbeine verletzten.
Diallo blieb von den Angriffen vollkommen verschont, geriet allerdings durch ihren Kontakt zu einem Häftling aus Lyon in Verdacht: Die Polizei konnte Drohanrufe gegen Hamraoui in das Umfeld des Mannes zurückführen und suchte in sportlicher Rivalität ein mögliches Motiv.
Für weiterführende Ermittlungen gegen Diallo, die bis zu den Vorwürfen als eine enge Freundin von Hamraoui gegolten hat, reichte die vorhandene Beweislage allerdings bislang offenbar nicht aus. Am Montag eröffnete ein Untersuchungsrichter lediglich ein Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt wegen der "kriminellen Vereinigung zur Vorbereitung und Durchführung einer schweren und mit mindestens fünf Jahren Haft strafbaren Gewalttat". Erschwerende Umstände seien der Vorsatz und die benutzte Tatwaffe.
Das könnte Dich auch interessieren:Van Gaal nach Unfall im Rollstuhl: "Habe große Schmerzen"
(mit SID)
/origin-imgresizer.eurosport.com/2021/11/15/3254356-66604388-2560-1440.jpg)
Serbien schockt CR7 - Santos nimmt Schuld auf sich
Quelle: Perform
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung
/origin-imgresizer.eurosport.com/2024/12/18/image-501de6cc-5a93-472f-ba7e-2a32bf0eb94e-68-310-310.jpeg)