Getty Images

DFB-Elf in der Einzelkritik: Reus überragend - Kehrer nutzt die Chance

DFB-Elf in der Einzelkritik: Reus überragend - Kehrer nutzt die Chance
Von Eurosport

11/06/2019 um 23:19Aktualisiert 11/06/2019 um 23:20

Deutschland schlägt Estland in der EM-Qualifikation 8:0 (5:0). Marco Reus drückt dem Spiel in Mainz seinen Stempel auf. Auch Ilkay Gündogan, Leroy Sané, Joshua Kimmich, Serge Gnabry und Leon Goretzka glänzen. Thilo Kehrer nutzt derweil seine Chance auf der rechten Abwehrseite. Und Manuel Neuer erlebt einen einsamen Abend. Die DFB-Elf in der Einzelkritik.

Manuel Neuer: Der Kapitän war 45 Minuten lang der einsamste Mensch in Mainz. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte erstmals geprüft, war er beim Freistoß von Vassiljev wie selbstverständlich auf dem Posten. Ansonsten weitgehend ruhiger Abend für den Bayern-Profi. - Note: 2,5

Thilo Kehrer: Der Frankreich-Legionär erhielt auf der rechten Seite anstelle von Klostermann eine weitere Bewährungschance - und nutzte sie. Viel Vorwärtsdrang, seine flache Hereingabe nutzte Reus zur Führung. - Note: 2,5

Matthias Ginter: Auch der Gladbacher war defensiv kaum gefragt. Ungeschickt im Zweikampf vor Vassiljevs Freistoß, ansonsten solide. In Halbzeit zwei offensiver. - Note: 3

Niklas Süle: In Weißrussland noch Brandlöscher in höchster Not, konnte sich der Abwehrchef gegen harmlose Esten auf souveränes Wegverteidigen beschränken. Als erster Spielauslöser meist sicher. - Note: 2,5

Nico Schulz: Weniger auffällig als Kehrer rechts. Brachte seine Schnelligkeit zu selten ein, machte zur Pause für Halstenberg Platz. - Note: 3

Leon Goretzka: Rückte für Jonathan Tah in die Mannschaft und bildete mit Gündogan und Kimmich ein sehr kreatives Mittelfeld-Trio. Erzielte per Kopf zum 3:0 sein bereits achtes Tor im 23. Länderspiel (20.) und holte den Elfmeter raus. In dieser Form echte Alternative für den geschonten Toni Kroos. - Note: 2

Ilkay Gündogan: Wurde ein Jahr nach den Pfiffen von Leverkusen bei seiner Auswechslung für Draxler mit warmem Applaus verabschiedet. Seine Zuckerpässe leiteten die ersten beiden Tore ein. Krönte eine tolle Leistung mit seinem ersten Länderspieltor seit fast vier Jahren (26., Foulelfmeter). - Note: 1,5

Joshua Kimmich: Der Münchner war wie immer wort- und aktionsreicher Antreiber der Mannschaft, glänzte mit Übersicht. Gab die Flanke zum 3:0 und den Pass auf Goretzka vor dem Elfmeter. - Note: 2

Serge Gnabry: Tore Nummer sechs und sieben im achten Länderspiel (17., 62.), immer anspielbar, oft gefährlich. Nicht mehr wegzudenken. - Note: 2

Marco Reus: Laut Marcus Sorg auch am Ende einer langen Saison in "fantastischer" Form. Stimmt. Erzielte das 1:0 (10.), traf die Latte (30.) und per Traumfreistoß (37.) zu seinem dritten DFB-Doppelpack. Der erste "Dreier" war möglich. - Note: 1,5

Leroy Sané: Verzückte die Mainzer Fans mit Dribblings und Spielwitz. Wenn er am Ball war, ging oft ein Raunen durchs Publikum. Kluge Vorlage zu Gnabrys 2:0. Ihm fehlte nur ein Tor, sein Treffer (67.) wurde zu Unrecht wegen angeblicher Abseitsstellung aberkannt. Traf dann doch noch regulär. - Note: 2

Marcel Halstenberg: Der Leipziger kam mit Wiederbeginn zu seinem dritten Länderspiel, legte Gnabry das 6:0 auf. Machte einen guten Eindruck. - Note: 2,5

Julian Draxler: Kam in der 53. Minute für Gündogan und fügte sich nahtlos ein. Immer anspielbar, bereitete das 8:0 vor - Note: 2,5

Timo Werner: In der Stürmer-Hierarchie nur Nummer vier, laut Sorg aber längst nicht abgeschrieben. Kam in der 66. Minute für Reus, vergab zwei gute Chancen - und traf doch noch (79.). Von allen Feldkollegen umarmt. - ohne Note

(SID)

Video - Diese Spieler kommen als Lewandowski-Backup beim FC Bayern infrage

10:54