Van der Vaart schießt nach Ajax-Debüt gegen Brandt: "Nicht mal zwanzig Prozent von dem, was ich war"
Von Niklas Bien
Publiziert 11/08/2026 um 08:29 GMT+2 Uhr
Viel glatter hätte das Liga-Debüt von Julian Brandt bei Ajax Amsterdam kaum laufen können: Der 30-Jährige kam nach 61 Minuten ins Spiel, in der 76. Minute traf sein Team gegen PEC Zwolle zur Führung, in der Nachspielzeit erzielte Brandt sein erstes Tor für Ajax (2:0). Rafael van der Vaart lässt das kalt. Als Moderator Thierry Boon den Deutschen mit ihm vergleicht, reagiert der 43-Jährige giftig.
Brandt trifft beim Liga-Debüt für Ajax - Highlights
Quelle: SNTV
Van der Vaart war im Fußball-Podcast von "NOS" zu Gast. Thema war unter anderem der erste Liga-Auftritt von Brandt bei seinem neuen Arbeitgeber.
Moderator Boon unterstrich den positiven ersten Eindruck des Neuzugangs mit einem Vergleich: Der Spielstil des 48-maligen deutschen Nationalspielers erinnere ihn an van der Vaart.
Diesen Vergleich ließ das Ajax-Eigengewächs aber nicht auf sich sitzen. "Ach, komm schon, er erreicht nicht einmal zwanzig Prozent von dem, was ich war", konterte der Niederländer, der 2005 vom Hauptstadtklub zum Hamburger SV gewechselt war.
Nach dem durchaus selbstbewussten Abgleich der eigenen mit Brandts Fähigkeiten hatte der Niederländer aber auch positive Worte für den langjährigen BVB-Kicker.
Brandt bei Ajax: van der Vaart bremst die Euphorie
"Ich habe ihn in Deutschland verfolgt, und dort kam er oft von links. Er ist sehr unaufgeregt und der erste Eindruck ist sehr gut. Man sieht auch, wie er den jungen Spielern hilft", sagte van der Vaart, der Brandt zuvor schon als "Schönwetter-Fußballer" bezeichnet hatte.
Unter anderem deshalb hätten ihn "die Leute irritiert, die von dem Transfer völlig begeistert waren".
"'Was für eine Ehre', hörte man fast. Komm schon, Ajax ist nicht so klein. Ajax ist ein Begriff. Jeder weiß, wer Ajax ist", stellte van der Vaart klar. Und: "Er ist zwar eine gute Verstärkung, aber wir müssen nicht dankbar sein, dass er bei Ajax spielt. Wenn wir so tief gesunken sind … Brandt muss froh sein."
Schließlich würden sich aktuell wieder viele Spieler Ajax anschließen wollen. "Besonders, weil Jordi Cruyff das Ruder führt, ein Plan existiert, man nach oben will und Geld da ist", so der 43-Jährige weiter.
Zu den "vielen Spielern" gehört neben Brandt übrigens ein weiterer Deutscher: Marc-André ter Stegen feierte gegen Zwolle sein Debüt, zeigte einige starke Paraden und blieb gleich ohne Gegentor.
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