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EM 2016: Neuer Modus - Wer trifft auf welchen Gruppendritten?
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Publiziert 21/06/2016 um 21:29 GMT+2 Uhr
Die EM 2016 in Frankreich ist nur für acht der 24 Teilnehmer nach der Vorrunde beendet. Im neuen Modus stellt sich die Frage, wer trifft auf welchen der vier besten Gruppendritten? Der dritte Spieltag entscheidet, anbei erklären wir das durchaus komplizierte Prozedere - und skizzieren die Probleme, die damit verbunden sind.
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Fotocredit: Eurosport
Die Aufstockung des Teilnehmerfeldes der EM 2016 in Frankreich war ein Erfolg. Eine Frage bleibt jedoch: Wie werden die 24 Teams zur K.o.-Phase auf 16 reduziert? Zum entscheidenden Vorrundenspieltag liefern wir die Erklärung.
Was ist mit den Gruppenersten und -zweiten?
Die Ersten und Zweiten aus jeder der sechs Gruppen ziehen ins Achtelfinale ein, wie gehabt. Macht in Summe zwölf Mannschaften und hinterlässt vier Lücken. Die müssen wir füllen.
Wie ermitteln sich die vier besten Dritten?
Nach der Vorrunde wird eine eigene Tabelle erstellt, die ausschließlich die Gruppendritten umfasst - geordnet nach folgender Gewichtung:
So sieht's momentan aus.
*Teams haben erst zwei Spiele absolviert
Teams in VERSALIEN haben den Platz im Achtelfinale sicher
Ein Sieg ist Gold wert
Das gibt uns seine Idee, wie das Ganze funktioniert. Im Gegensatz zur EM-Qualifikation spart man sich den Umweg, die Resultate gegen den jeweiligen Letzten zu streichen.
Was sofort auffällt: Ein einziger Sieg in der Gruppenphase macht es bereits wahrscheinlich, einen Platz unter den vier besten Dritten zu ergattern. Mit Sieg plus Unentschieden sollte es ziemlich sicher gehen (wenn auch nicht zu 100 Prozent, weil es theoretisch möglich ist, mit je einem Sieg, einem Remis und einer Niederlage den letzten Platz einer Gruppe zu belegen).
Dieses Tableau zeigt, dass selbst mit drei Zählern und einer annehmbaren Tordifferenz eine sehr gute Chance besteht, es in die nächste Runde zu schaffen.
Wie sieht der Turnierbaum im Achtelfinale aus?
Jetzt wird's ein bisschen komplizierter. Vier Gruppenerste (A, B, C, D) treffen im Achtelfinale auf Drittplatzierte. Zwei Gruppenerste (E, F) spielen gegen -zweite (D, E), die übrigen vier Teams machen es untereinander aus (A, B, C, F).
Partien mit Beteiligung von Gruppendritten sind gelb hervorgehoben.
Wer aber spielt nun wirklich gegen wen?
Okay, leider wird es nun richtig verworren…
Zur Vereinfachung hat die UEFA jedem Achtelfinale eine Nummer verpasst und das Tableau folgendermaßen aufgezogen:
Die Spiele 1, 4, 6 und 8 sind simpel, weil sie nur Gruppenerste oder -zweite einschließen. Die Spiele 2, 3, 5 und 7 werden mit den vier besten Dritten aufgefüllt.
Wie sortieren sich die vier besten Gruppendritten?
Beim Blick auf unten angehängte Liste denkt man zunächst, dass es logisch sein müsste. Nehmen wir Spiel 2, wo der Erste aus Gruppe D offenbar gegen den Dritten von Gruppe B spielt - es sei denn, aus Gruppe B stammt keiner der vier besten Dritten, dann würde der Dritte von Gruppe E nachrücken, und wenn auch das nicht klappt, dann eben der Dritte von Gruppe F. Diese Denkweise wäre vernünftig - ist aber falsch.
Stattdessen hat die UEFA ein System kreiert, das nicht wirklich einleuchtend erscheint. Immerhin versucht es die Konstellation zu vermeiden, dass sich Teams aus einer Gruppe vor dem Halbfinale erneut begegnen. Wir müssen uns darauf beziehen, um herauszufinden, wer im Achtelfinale auf wen trifft - was jedoch kaum abzuschätzen ist, bevor in der Gruppenphase der letzte Pfiff ertönt.
Ein konkretes Beispiel: Beachten wir die erste Zeile obiger Tabelle. Stellt sich heraus, dass besagte vier beste Dritte aus den Gruppen A, B, C und D kommen, dann spielt der Sieger von Gruppe A (-> WA plays) gegen den Dritten von Gruppe C, der Sieger B gegen den Dritten D, Der Sieger C gegen den Dritten A und der Sieger D gegen den Dritten B.
Weitere Probleme?
Ja, tatsächlich. Einige.
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