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EURO 2020 - Christian Eriksen: Kramer und Schmeichel kritisieren UEFA wegen Fortsetzung des Dänemark-Spiels scharf
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Publiziert 13/06/2021 um 13:09 GMT+2 Uhr
Die dänische Legende Michael Laudrup und Torwart Kasper Schmeichel haben nach dem Drama um den kollabierten Nationalspieler Christian Eriksen die UEFA-Vorgehensweise scharf kritisiert. Der Verband hatte der dänischen und der finnischen Mannschaft nach dem Vorfall angeboten, das Spiel am Samstagabend wieder aufzunehmen oder am Sonntag um 12:00 Uhr fortzusetzen. Auch Christoph Kramer übte Kritik.
Kasper Schmeichel (l.) kritisiert die UEFA
Fotocredit: Getty Images
Die Spieler wurden "vor eine Wahl gestellt, die keine echte Wahl ist", sagte Michael Laudrup, "wenn solche Dinge passieren, ist man seinen Emotionen ausgeliefert und hat nicht den Überblick, um wichtige Entscheidungen zu treffen."
Er betonte, die UEFA hätte Verantwortung übernehmen müssen. "Es muss jemanden geben, der sagt, wir hören hier auf", es sei falsch, "so kurz nach einem emotionalen Ereignis eine Entscheidung treffen zu müssen."
Dänemarks Torwart Kasper Schmeichel bezeichnete in der "BBC" die Optionen der UEFA als "lächerlich". Er habe das "nicht verstehen" können, so der 34-Jährige, der das Drama um Christian Eriksen auf dem Platz miterlebte und anschließend auch bei der Spielfortsetzung auf dem Platz stand.
Auch die 2014er-Weltmeister und "ZDF"-Experten Christoph Kramer und Per Mertesacker äußerten sich kritisch zur Wiederaufnahme des Spiels. "Das ist für mich der absolute Wahnsinn, das geht nicht. Da liegt der Fehler meiner Meinung nach bei der UEFA. Da muss irgendjemand sagen: 'Leute, jetzt schlaft mal eine Nacht drüber'", sagte Kramer.
Mertesacker kritisiert Spielfortsetzung: "Man sollte die Spieler schützen"
Mertesacker zeigte sich überrascht von der Entscheidung und hielt die Spielfortsetzung "nach so einem Schockmoment" für gefährlich. "Man sollte die Spieler schützen", sagte er im "ZDF".
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Emotionales Statement: Hjulmand erklärt Spielfortsetzung
Quelle: Perform
Dänemarks Starspieler Eriksen war in der 43. Minute im Parken-Stadion von Kopenhagen zusammengebrochen, Notärzte und Sanitäter retteten sein Leben mit einer Herzdruckmassage. Der Zustand des 29-Jährigen ist laut Verbandsangaben am Sonntagmorgen nach wie vor "stabil".
Kritik an Fortsetzung: UEFA verweist auf Regelwerk
Als Reaktion auf die Kritik an der Fortsetzung der Partie verwies die UEFA auf Artikel 29 das Regelwerks. Darin geht es allerdings lediglich um das Prozedere bei einer Neuansetzung, Ausnahmesituationen wie am Samstag in Kopenhagen werden nicht thematisiert.
"Wenn ein Spiel nicht beginnen oder zu Ende gespielt werden kann, wird das komplette Spiel oder die verbleibende Spielzeit nach den Regularien am kommenden Tag ausgetragen", heißt es in Regel 29.
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(SID)
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Eriksen: Dänemarks Teamarzt schildert dramatische Szenen
Quelle: Perform
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