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EM 2020 - Kai Havertz wird von Lothar Matthäus mit Zinédine Zidane verglichen
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Publiziert 21/06/2021 um 10:18 GMT+2 Uhr
Kai Havertz erhält nach dem zweiten EM-Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Portugal (4:2) großes Lob. Lothar Matthäus erkennt sogar Ähnlichkeiten zum dreimaligen Weltfußballer Zinédine Zidane. "Ich vergleiche ihn mit Zinédine Zidane, von den Fähigkeiten her, der Technik, der Übersicht und dem Vorwegnehmen einer Situation", meinte der deutsche Rekordnationalspieler im "Kicker".
Kai Havertz (l.) klatscht sich mit Serge Gnabry ab
Fotocredit: Getty Images
"Zidane wirkte nicht schnell, war es aber, wenn er mit dem Ball losging. Das kann Havertz auch", erklärte Matthäus weiter.
Er selbst sei ein anderer Spielertyp gewesen, "kam mehr aus der Defensive. Klar hatte ich großen Ehrgeiz, den hat Havertz ebenso." Zudem sei er sich sicher, dass der 22-Jährige nicht abheben wird, "nur weil er das Siegtor im Champions-League-Finale geschossen hat. Er wird gerne an sich arbeiten, um noch mehr zu erreichen."
Von Leverkusens Geschäftsführer Rudi Völler wisse er nämlich, dass Havertz "mit beiden Füßen auf dem Boden steht". Zudem mache der Deutsche den Eindruck, dass er bei seinem neuen Verein FC Chelsea angekommen ist.
"Havertz muss aus der Halbposition kommen, weil er den Zug in den Strafraum hinein hat mit diagonalen Wegen. Kai bringt alles mit, braucht aber das Vertrauen des Trainers: Gibt der ihm die Spiele?", sagte der TV-Experte.
Kai Havertz auf dem richtigen Weg
Havertz könnte zudem "noch mehr Tore machen und sich in den kurzen Bewegungen mit Spezialtraining verbessern. Er hat ein gutes Auge, gute Ballführung, gutes Positionsspiel, feine Technik. Er spielt intelligent und setzt seinen Körper gut ein", meinte Matthäus.
Havertz sei absolut auf dem richtigen Weg, "aber Nuancen werden entscheiden, ob er es bis nach ganz oben schafft, ob er ein exzellenter Spieler wird oder eben nur ein sehr guter".
Bisher durfte der 22-Jährige in beiden EM-Spielen der deutschen Elf von Beginn an ran. Gegen Frankreich (0:1) blieb Havertz noch blass. Im Duell mit Portugal steuerte er dann aber einen Treffer selbst bei und erzwang zusätzlich ein Eigentor der Portugiesen.
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