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EM: Kasper Hjulmand stellt Spielern Einsatz gegen Belgien frei und verschärft Kritik an UEFA
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Publiziert 15/06/2021 um 13:20 GMT+2 Uhr
Kasper Hjulmand überlasst es seinen Spielern, ob sie am Donnerstag gegen Belgien auflaufen wollen. "Es ist in Ordnung, wenn es einige Spieler gibt, die emotional nicht bereit sind, gegen Belgien zu spielen", erklärte der dänische Nationaltrainer auf einer Pressekonferenz am Dienstag. Zudem verschärfte er nochmals seine Kritik an der UEFA nach der Fortsetzung des Spiels gegen Finnland (0:1).
Der Dänische Nationaltrainer Kasper Hjulmand
Fotocredit: Getty Images
Hjulmand fügte auf der PK hinzu: "Es ist noch zu früh, um zu sagen, ob jeder Spieler mental bereit sein wird, das Spiel am Donnerstag zu spielen."
Der Trainer selbst zeigte sich wieder zuversichtlicher für das nächste Spiel. Auch weil Eriksen sich am Dienstagmorgen mit positiven Nachrichten aus dem Krankenbett gemeldet hat.
Eriksen war am Samstag beim 0:1 gegen Finnland kurz vor der Halbzeitpause im Parken-Stadion von Kopenhagen zusammengebrochen, Notärzte und Sanitäter retteten sein Leben mit einer Herzdruckmassage.
"Die letzten 24 Stunden waren gut für die Gruppe. Wir wissen, dass es Christian gut geht. Und wir sind zurück auf dem Trainingsplatz. Es war wieder ein Lächeln im Gesicht der Spieler zu sehen", so der 49-Jährige.
Er habe allerdings im Moment "ein gutes Gefühl", jeder Spieler mache für sich "einen Schritt nach dem anderen", führte Hjulmand aus: "Ich spüre, wie die Erleichterung und Freude mehr und mehr überhand nimmt. Das gibt uns die Möglichkeit, uns mehr und mehr auf diesen Kampf zu konzentrieren."
Hjulmand glaube, dass die Mannschaft "zusammen etwas sehr Gutes auf die Beine stellen wird. Wenn es so weitergeht wie bisher, denke ich, dass die Spieler am Donnerstag da sein werden, wo sie sein müssen. Aber ohne Zweifel müssen wir uns mental vorbereiten", sagte der ehemalige Coach von Mainz 05.
Gegen den Gruppenfavoriten Belgien steht Dänemark am Donnerstag (18 Uhr) nach der überraschenden Auftaktniederlage gegen Finnland sportlich bereits unter Zugzwang.
Hjulmand verschärft Kritik an UEFA
Allerdings verschärfte Hjulmand auf der Pressekonferenz seine Kritik an der UEFA nach der Fortsetzung des Spiels: "Ich denke, es war nicht richtig, uns vor diese zwei Optionen zu stellen", so der Trainer und fügte hinzu: "Gute Führung steht nicht in irgendwelchen Büchern. Es hätte kein Fußball gespielt werden dürfen."
Bislang hatte der ehemalige Mainzer Coach stets betont, dass es keinen Druck vonseiten der UEFA gegeben habe. Nun ruderte er zurück. "Ich hatte das Gefühl, dass die Spieler und wir, die uns nahe standen, in diesem Dilemma unter Druck gesetzt wurden", führte Hjulmand aus: "Auf jeden Fall ist es völlig falsch zu glauben, dass wir gekommen sind und gesagt haben, dass wir gerne weiterspielen würden."
Auch Spieler kritisieren Fortsetzung der Partie
Der Dachverband hatte den Spielern neben einer unmittelbaren Spielfortsetzung nur eine Neuansetzung am Folgetag um 12.00 Uhr angeboten. Es gehe ihm mit seiner Kritik nicht darum, im Nachhinein "einen Ausgleich oder gar einen Punkt" zu bekommen. Er wolle damit bezwecken, dass nach dem dramatischen Kollaps von Christian Eriksen ein Lerneffekt eintrete, sagte Hjulmand.
Auch die dänischen Spieler hatten die Fortsetzung der Partie sowie die Entscheidungsfindung bereits harsch kritisiert. "Es war keine Situation, in der wir hätten landen sollen. Es hätten andere Leute diese Entscheidung treffen müssen", sagte Torhüter Kasper Schmeichel.
Angreifer Martin Braithwaite ergänzte: "Natürlich hätte es nicht so sein sollen. Wenn man so etwas erlebt hat, geht man nicht raus und spielt ein Fußballspiel."
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