EM - Leon Goretzka erklärt seinen besonderen Torjubel gegen Ungarn: "Sendet Liebe"
Leon Goretzka hatte mit seinem Tor zum 2:2 in der 84. Minute gegen Ungarn maßgeblichen Anteil daran, dass sich die deutsche Nationalmannschaft trotz einer wenig überzeugenden Leistung am Mittwoch ins EM-Achtelfinale zitterte. Seinen Treffer bejubelte der Bayern-Star mit einer besonderen Herz-Geste in Richtung der ungarischen Fans. In den sozialen Medien erklärte Goretzka nun seinen Jubel.
Leon Goretzka - Deutschland
Fotocredit: Getty Images
Nach dem Spiel postete Leon Goretzka auf Twitter ein Bild seiner Herz-Geste, die er mit seinen Fingern nach dem 2:2 formte und demonstrativ in Richtung ungarischer Fans blickte.
Dazu schrieb er auf Englisch: "Verbreitet Liebe. Ja!!!!!!!! Wembley ruft!" Versehen waren diese Worte mit einer Regenbogenfahne. Ein klares Zeichen der Toleranz und der Solidarität mit der LGBTQ-Community.
In den Tagen vor dem Spiel zwischen Deutschland und Ungarn kam es zu einer großen Solidaritätswelle speziell mit der LGBTQ-Bewegung in Ungarn, nachdem die ungarische Regierung um Ministerpräsident Viktor Orbán in der vergangenen Woche ein Gesetz verabschiedet hatte, dass Homosexualität mit Pädophilie gleichsetzt und zugleich Jugendlichen und Kindern den Zugang zu Aufklärungsbroschüren und Medien, die Homosexualität als akzeptierte Lebensform darstellen, erschwert.
Als Reaktion auf das neue Gesetz in Ungarn wollte die Stadt München die Fußball-Arena zum Spiel am Mittwochabend in Regenbogenfarben erstrahlen lassen. Dieses Vorhaben wurde jedoch am Dienstag von der UEFA mit der Begründung, dass dies ein unzulässiges politisches Zeichen gegen ein bestimmtes Land sei, abgelehnt. Diese Entscheidung hatte dem europäischen Verband heftige Kritik eingebracht und europaweit Empörung ausgelöst.
UEFA lehnt trotz öffentlichen Druck Regenbogen-Beleuchtung in München ab
Neben vielen anderen Politikern, Sportlern und Fans sprach sich auch die deutsche Nationalmannschaft und alle deutschen Nationalspielern klar für eine Regenbogen-Beleuchtung aus. Dieser öffentliche Druck konnte die UEFA jedoch nicht umstimmen.
Als Reaktion auf die Ablehnung der UEFA verteilten am Mittwoch zahlreiche Helfer vor dem Stadion tausende Regenbogen-Fahnen an die Fans. Zudem kam es deutschlandweit zu zahlreichen Solidaritätsaktionen. Beispielsweise beleuchteten am Mittwochabend einige Bundesligisten ihre Stadien in Regenbogenfarben.
Auch im Stadion war der Regenbogen natürlich ein Thema. So rannte ein mit einem Deutschland-Trikot bekleideter Flitzer beim Abspielen der ungarischen Hymne auf den Rasen und präsentierte den ungarischen Nationalspielern eine Regenbogen-Fahne. Kurze Zeit später wurde der Flitzer vom Sicherheitspersonal abgeführt.
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Quelle: Eurosport
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