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England-Innenverteidiger Tyrone Mings litt während der EM an mentalen Problemen und suchte Psychologen auf
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Publiziert 02/08/2021 um 16:05 GMT+2 Uhr
Der englische Fußball-Nationalspieler Tyrone Mings litt während der Europameisterschaft im Sommer an mentalen Problemen und suchte sich Unterstützung bei einem Psychologen. Davon berichtete der Innenverteidiger von Aston Villa in einem Interview mit der englischen Zeitung "The Sun". Der 28-Jährige hatte in allen drei Gruppenspielen für die "Three Lions" auf dem Platz gestanden.
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Fotocredit: Getty Images
"Ich hatte eine schwierige Zeit im Vorfeld des Eröffnungsspiels gegen Kroatien", verriert der Innenverteidiger der Zeitung. Gerade die Zweifel der Fans und Experten der englischen Nationalmannschaft nagten an dem 28-Jährigen, der einer von wenigen Spielern im Kader ohne Champions-League-Erfahrung war: "Wenn 90 bis 95 Prozent deines Landes an dir zweifeln, dann ist es sehr schwierig, das nicht in deine Gedanken zu lassen", sagte Mings.
Der Defensivmann von Aston Villa glaubt, er war der einzige Spieler bei den Engländern, von dem die Leute nicht überzeugt waren. "Das ist etwas, das man überwinden muss", gab er zu. So hatte "BBC"-Experte Rio Ferdinand unmittelbar vor dem Spiel gegen Kroatien davon gesprochen, dass Mings die Schwachstelle in der englischen Mannschaft sei.
Vor dem Eröffnungsspiel konsultierte der Innenverteidiger daher einen Psychologen: "Ich schäme mich nicht dafür, das zuzugeben", sagte Mings. "Ich habe viel mit meinem Psychologen gearbeitet. Mir wurden verschiedene Methoden gezeigt, um damit klarzukommen: Atemtechniken, Meditation oder einfach zu lernen, wie man sich in den bestimmten Moment begeben kann, damit das Unterbewusste nicht die Oberhand gewinnt."
Dennoch gestand der Linksfuß: "Es war hart. Vor dem ersten Spiel habe ich nicht gut geschlafen."
Die Arbeit mit dem Psychologen zahlte sich aus: Mings stand in den ersten beiden Begegnungen gegen Kroatien und Schottland als Ersatz für den angeschlagenen Harry Maguire über 90 Minuten auf dem Feld und half dabei, dass die Engländer in der Gruppenphase ohne Gegentor blieben. Ferdinand, der anfänglich am Defensivmann zweifelte, kontaktierte Mings nach dem Turnier und lobte den 28-Jährigen für seine starke Vorstellung.
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