Österreich siegt gegen EM-Debütant Nordmazedonien - Lainer und Gregoritsch treffen

Die österreichische Nationalmannschaft hat gegen Nordmazedonien ihren ersten EM-Sieg überhaupt gefeiert. Die ÖFB-Elf gewann in Bukarest 3:1 (1:1) gegen den Turnier-Debütanten. Die Österreicher trafen in Person von Stefan Lainer zur Führung (18. Minute), ehe Goran Pandev den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielte (28.). Michael Gregoritsch (78.) und Marko Arnautovic (89.) stellten den Endstand her.

David Alaba jubelt mit seinen Teamkollegen

Fotocredit: Getty Images

Nach einer von beiden Mannschaften nervös geführten Anfangsphase ohne Torraumszenen schlugen die Österreicher mit dem ersten Abschluss des Spiels eiskalt zu.
Marcel Sabitzer fand mit einem scharfen Diagonalpass aus dem Halbfeld den aufgerückten Stefan Lainer am langen Pfosten. Der Rechtsverteidiger brachte den Ball technisch anspruchsvoll im Sprung per Innenseite im langen Eck unter (18.).
Nach der Führung hatte die ÖFB-Auswahl das Spiel gegen offensiv harmlose Nordmazedonier eigentlich im Griff, schenkte dem Underdog aber mit einer Slapstick-Einlage den Ausgleichstreffer.
Erst schoss Martin Hinteregger bei einem Klärungsversuch vor dem eigenen Strafraum Sabitzer an, wodurch die Kugel in den Lauf von Aleksandar Trajkovski sprang.
Torwart Daniel Bachmann war zwar zur Stelle, konnte das Spielgerät im Rutschen aber nicht festhalten. Kapitän Goran Pandev stand goldrichtig und schob mühelos zum Ausgleich für Nordmazedonien ein (28.).
Nach der Pause zeigte sich Österreich zwar spielbestimmend, kam gegen kompakt stehende Nordmazedonier aber lange Zeit nicht entscheidend vors Tor. In der 78. Minute erlöste schließlich Michael Gregoritsch die ÖFB-Elf, als der Joker eine scharfe Alaba-Flanke von der linken Seite mit der Fußspitze zum 2:1 ins Netz lenkte.
Den ersten österreichischen EM-Sieg endgültig unter Dach und Fach brachte der ebenfalls eingewechselte Marko Arnautovic, der nach toller Hackenvorarbeit von Konrad Laimer zunächst noch Keeper Dimitrievski umkurvte und flach zum Endstand einschob (89.).

Die Stimmen:

Marcel Sabitzer (Österreich): "Es ist extrem wichtig, dass wir gut ins Turnier gestartet sind. Wir sind nach dem Gegentor ruhig geblieben und haben verdient gewonnen."
David Alaba (Österreich): "Wir sind natürlich happy, dass wir unser erstes Ziel erreicht haben. Es geht aber weiter, wir geben uns mit diesen drei Punkten nicht zufrieden. Wir müssen weiter konzentriert arbeiten."
Igor Angelovski (Trainer Nordmazedonien): "Wir haben bis zum Schluss alles probiert. Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft. Wir werden trotz der Niederlage weiter alles probieren."

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Fodas entscheidende Umstellung

Österreichs deutscher Nationaltrainer Franco Foda hatte in der zweiten Halbzeit mit einer kleinen, aber entscheidenden Umstellung maßgeblichen Anteil am Erfolg. Foda beorderte Kapitän Alaba von der zentralen Position in der Dreierkette auf den linken Part im Dreierverbund.
Das hatte zur Folge, dass Alaba sich öfter über den Flügel ins Offensivspiel einschalten konnte und mit einer maßgenauen Flanke von der linken Seite das 2:1 durch Gregoritsch vorbereitete.

Die Statistik: 37

Im Alter von 37 Jahren und 112 Tagen wurde Goran Pandev zum zweitältesten Torschützen bei einer EM-Endrunde. Älter war 2008 nur der Österreicher Ivica Vastic (38 Jahre und 257 Tage).
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Emotionales Statement: Hjulmand erklärt Spielfortsetzung

Quelle: Perform

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