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Bastian Schweinsteiger sieht Pep Guardiolas Spielstil beim FC Bayern München mitverantwortlich für DFB-Krise
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Publiziert 07/07/2023 um 12:09 GMT+2 Uhr
Bastian Schweinsteiger hat den Spielstil von Pep Guardiola während seiner Zeit beim FC Bayern München zwischen 2013 und 2016 für die aktuelle Krise in den deutschen Nationalmannschaften mitverantwortlich gemacht. Der frühere Bayern-Spieler (2002 bis 2015) sagte dem britischen Sportradiosender "Talksport": "Wir haben sozusagen unsere Werte verloren." Dabei bezog er sich auf den Kampfgeist.
Schweinsteiger erklärt: Das hat Pep mit der DFB-Krise zu tun
Fotocredit: Imago
"Als Pep Guardiola zum FC Bayern München kam, dachte jeder, dass wir diese Art von Fußball spielen müssen. Mit kurzen Pässen und allem", so der 38-Jährige. "Wir waren mehr darauf fokussiert, uns den Ball schön zuzupassen."
Für Schweinsteiger sind auf der Suche nach technischer Perfektion gewisse Werte verloren gegangen. Zuletzt waren nach den WM-Endrunden in Katar und Russland (jeweils Aus in der Vorrunde) eine Mentalitäts-Debatte beim DFB entbrannt. Unter anderem forderten Weltmeister Philipp Lahm und DFB-Sportdirektor Rudi Völler, dass die DFB-Elf so kämpfen solle wie die Halbfinalisten von 2022, Marokko und Kroatien, die fußballerisch nicht besser seien als Deutschland.
Diesem Gedanken schloss sich auch Schweinsteiger an: "Die meisten anderen Länder sahen Deutschland mal als Kämpfernation, die bis zum Ende rennt. Diese Stärken sind in den vergangenen sieben, acht Jahren verloren gegangen."
2016 erreichte Deutschland bei der Europameisterschaft in Frankreich zuletzt das Halbfinale eines großen Turniers. Ein Jahr später gewann die zweite Reihe dann noch den weniger bedeutsamen Confed-Cup in Russland. Bei den Weltmeisterschaften 2018 und 2022 schied Deutschland in der Vorrunde aus. Bei der EM 2021 überstand man diese zwar, zog dann aber direkt im Achtelfinale gegen England (0:2) den Kürzeren. Seit 2018 gewann Deutschland nur drei von neun Spielen bei den großen Turnieren.
Schweinsteiger spürte: Guardiola wollte ihn nicht
2015 verließ Schweinsteiger den FC Bayern nach zwei Jahren unter Guardiola. Unter dem Spanier war er zwar Stammspieler, habe sich aber nicht wohl gefühlt, wie Martin Suter im Buch "Einer von Euch" über den 38-Jährigen offenlegte.
In einem Interview mit der "Sport Bild" legte Schweinsteiger im Januar 2022 nach: Pep habe sich seinen Wechsel gewünscht. "Gesagt hat er es nicht, aber ich habe es gespürt. Es gab ja auch andere Spieler, bei denen man auch gemerkt hat, dass er den nicht ganz so sehr mag, Mario Mandzukic zum Beispiel. Dann kam das Angebot von Manchester United und ich habe gemerkt, dass das für beide Seiten okay ist."
Guardiola kam 2013, als die Münchener gerade unter Coach Jupp Heynckes das Triple geholt hatten. Mit Manchester City gelang das nun auch dem Spanier erstmals seit der Saison 2008/2009 wieder. Damals räumte er mit dem FC Barcelona drei Titel ab. Mit den Bayern blieb ihm dieser Erfolg jedoch verwehrt.
Schweinsteiger kritisierte: "Dass Pep ein guter Trainer ist, das wissen wir ja. Es war dann eben so, dass der Spielstil, den wir hatten, ein anderer war als der von Jupp Heynckes. Ich glaube, er ist nicht so an die Mannschaft rangekommen. Das hat am Ende wohl ein bisschen gefehlt, gerade auch in der Champions League."
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