EM 2024: Manuel Gräfe kritisiert Ansetzung von Felix Zwayer im Halbfinale zwischen England und den Niederlanden scharf
Update 08/07/2024 um 21:10 GMT+2 Uhr
Felix Zwayer, Bundesliga-Schiedsrichter aus Berlin, steht bei der Europameisterschaft 2024 vor dem größten Spiel seiner Karriere. Der 43-Jährige darf das Halbfinale zwischen England und den Niederlanden am Mittwochabend leiten. Manuel Gräfe, Schiedsrichter-Experte beim "ZDF", kritisierte die Ansetzung des Unparteiischen hingegen scharf. Für ihn sei diese "unverantwortlich" und ein "Wahnsinn".
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Quelle: Perform
Während sich Zwayer beim Prestige-Duell zwischen Oranje und den "Three Lions" (ab 21:00 Uhr im Liveticker) bereits über seinen vierten Einsatz im laufenden Turnier freuen darf, sorgte die Ansetzung an anderer Stelle für heftigen Widerstand.
Gräfe, selbst früherer Bundesliga-Referee aus Berlin, gilt als einer der größten Kritiker Zwayers. Schon bei der Nominierung des 43-Jährigen als EM-Schiri hatte der heutige "ZDF"-Experte gewütet. Dass Zwayer in der Vorrunde die Partie zwischen Italien und Albanien leiten durfte, würde als "große Schande in die glorreiche Geschichte der deutschen Schiedsrichter der letzten Jahrzehnte eingehen".
Zum Hintergrund: Zwayer war 2005 in den Manipulationsskandal um den Berliner Schiedsrichter Robert Hoyzer verwickelt. Damals wurde auch Zwayer für sechs Monate gesperrt, weil er die ihm bekannten Spielmanipulationen Hoyzers zunächst nicht gemeldet hatte.
Zudem soll er vor einem Spiel zwischen dem Wuppertaler SV Borussia und der zweiten Mannschaft von Werder Bremen selbst 300 Euro von Hoyzer angenommen haben, um als Linienrichter dabei zu helfen, kritische Situationen für Wuppertal zu vermeiden. Dies bestreitet der Zwayer bis heute.
Gräfe zu Zwayer: "Verantwortungslos allen gegenüber"
Auch deshalb legte Gräfe in seiner Kritik an Zwayer nun nach. Die Ansetzung im Halbfinale sei "verantwortungslos allen gegenüber…", schrieb er beim Kurznachrichtendienst "X": "Nur eine Machtdemonstration nach außen+innen (wir entscheiden) - unabhängig von Leistung/Vergangenheit. Wahnsinn."
Zwayer erzähle "damals wie heute" nur "Märchen". Als Beweis für dessen Schuld gebe es "mehrere Zeugen" und "viele Fakten".
Der UEFA sind diese Hintergründe allerdings egal. Zwayer wird das Halbfinale am Mittwochabend leiten dürfen. Die Wahrscheinlichkeit, dass er das Finale in seiner Heimatstadt Berlin pfeifen wird, ist dadurch allerdings stark gesunken.
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Quelle: MagentaTV
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