RB Leipzig spielt im Viertelfinal-Hinspiel gegen Atalanta Bergamo nur remis - André Silva verschießt Elfmeter

RB Leipzig hat im Viertelfinal-Hinspiel der Europa League gegen Leverkusen-Bezwinger Atalanta Bergamo einen Heimsieg verpasst. Beim 1:1 (0:1) rettete ein Eigentor von Davide Zappacosta (58.) den Leipzigern immerhin eine halbwegs brauchbare Ausgangsposition fürs Rückspiel in Italien. André Silva hatte kurz zuvor einen Elfmeter verschossen. Die Gäste-Führung erzielte Luis Muriel (17.).

André Silva verschießt einen Elfmeter, Juan Musso hält - RB Leipzig vs. Atalanta Bergamo

Fotocredit: Getty Images

Entgegen den Erwartungen agierte Atalanta defensiv mit einer Viererreihe. Hans Hateboer übernahm den Part des Rechtsverteidigers. RB-Coach Domenico Tedesco setzte auf eine 3-4-1-2-Formation. Bereits in den Anfangsminuten ging es hin und her, nennenswerte Offensivszenen waren aber zunächst Mangelware.
Leipzig hatte zwar mehr Ballaktionen, ein Chancenplus erarbeiteten sich aber die Italiener, die durch eine Sahnetor in Führung gingen: Luis Muriel ließ Lukas Klostermann in der 17. Minute aussteigen, indem er von links in den Sechzehner eindrang und den Ball zum 1:0 ins rechte obere Eck schlenzte. Wenig später vergab der Kolumbianer eine dicke Möglichkeit auf das 2:0 (20.).
Dann scheiterten die Bullen am Aluminium: André Silva kam etwas glücklich an den Ball und schoss aus rund zwölf Metern an den Pfosten (24.). Gefährlich wurde es für Atalanta anschließend bis zum Seitenwechsel aber nicht mehr. Kurz vor der Pause scheiterte die Gasperini-Elf durch Mario Pašalić ebenfalls am Pfosten (45.).
Die zweite stand der ereignisreichen ersten Halbzeit in nichts nach: Zehn Minuten nach Wiederanpfiff holte Christopher Nkunku gegen Merih Demiral einen Elfmeter heraus, den Silva zwar verballerte, doch wenige Sekunden später traf Davide Zappacosta ins eigene Tor (58.).
In der letzten halben Stunde vergaben die Gäste mehrere dicke Chancen auf das 2:1, doch auch der Bundesligist ließ gute Möglichkeiten liegen. In der 64. Minute schoss Joker Giorgio Scalvini aus geringer Entfernung unbedrängt über den Kasten.
Kurz danach wuchtete Teun Koopmeiners links im Strafraum flach aufs kurze Eck. Der Ball prallte an den Pfosten und von Péter Gulácsis Rücken ins Toraus (65.). Acht Minuten vor Schluss flankte Angeliño von der linken Seite scharf auf den zweiten Pfosten, wo der eingewechselte Dominik Szoboszlai aus kurzer Distanz gegen die Latte köpfte. Auch die Nachspielzeit hatte es in sich. Kurz vor dem Abpfiff blockte Demiral einen Schuss von Nordi Mukiele knapp vor der Torlinie (90.+1).
Bei beiden Teams standen am Ende zwei Aluminiumtreffer und je ein Tor auf der Habenseite. Aufgrund der Chancenqualität wäre ein Sieg Bergamos letztlich aber durchaus verdient gewesen.

Die Stimmen zum Spiel:

Peter Gulácsi (Kapitän RB Leipzig): "Wir haben gegen ein starkes Team gespielt. Es war ein ausgeglichenes Spiel. Ich hatte etwas mehr zu tun als gewöhnlich. Wir wussten vor der Partie, dass es nicht einfach ist, gegen Atalanta zu spielen."
Konrad Laimer (RB Leipzig): "Es war ein sehr intensives Spiel. Auf beiden Seiten gab es sehr viele Chancen. Ich glaube, wir hätten das eine oder andere Tor mehr machen müssen, hätten aber auch das eine oder andere mehr kassieren können."
Emil Forsberg (RB Leipzig): "Es war ein wildes Spiel. Beide Mannschaften hatten heute Abend ihre Chancen, um zu gewinnen. Daher ist das 1:1-Unentschieden ein gerechtes Ergebnis. Wir haben gut angefangen und hatten das Spiel gut unter Kontrolle, aber dann haben wir es zu wild werden lassen. In solchen Momenten müssen wir mehr Kontrolle haben. Aber in Bergamo geht es um alles und wir haben das Gefühl, dass wir die Qualität haben, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen."

Der Tweet zum Spiel:

Muriel knipste auf internationaler Bühne zum vierten Mal in der laufenden Saison. Damit stellte er einen persönlichen Bestwert auf. Mehr Europapokal-Tore innerhalb einer Spielzeit gelangen ihm davor nie.

Das fiel auf: Löchrige RB-Defensive

Die Bullen sind in der Bundesliga seit acht Partien ungeschlagen und kassierten dabei nie mehr als einen Gegentreffer. In ihren vier DFB-Pokalpartien in dieser Saison mussten sie gar noch überhaupt keinen Gegentreffer einstecken. Mit lediglich 31 Gegentreffern in 28 Spielen stellen die Sachsen nach dem FCB (29) die beste Abwehr im deutschen Oberhaus. Defensiv so stabil wie zuletzt präsentierte sich Leipzig gegen Atalanta Bergamo aber keinesfalls. Satte 20 Mal kamen die Italiener zum Abschluss, dabei relativ häufig aus aussichtsreichen Schusspositionen und 14 Mal innerhalb des Strafraums.

Die Statistik: 1

Beide Klubs duellierten sich erstmals in einem Pflichtspiel. Für die Leipziger ging es im Europapokal zum dritten Mal gegen ene italienische Mannschaft. In der Saison 2017/18 setzte sich RasenBallsport im Sechzehntelfinale der Europa League aufgrund der Auswärtstorregel gegen die SSC Neapel durch.
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Quelle: SID

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