Drei Dinge, die bei Barça - Manchester United auffielen: Marcus Rashford setzt Mega-Lauf fort
Der FC Barcelona und Manchester United trennen sich in einer hochklassigen und spannenden Partie im Zwischenrunden-Hinspiel der Europa League 2:2 (0:0) und lassen Erinnerungen an große Champions-League-Abende wach werden. Neutrale Zuschauer kommen im Camp Nou auf ihre Kosten. Auch, weil Marcus Rashford seinen imposanten Lauf seit der WM fortsetzt. Drei Dinge, die uns auffielen.
Marcus Rashford
Fotocredit: Getty Images
Champions-League-Stimmung in der Europa League: Auch wenn sich der FC Barcelona und Manchester United diesmal auf der etwas kleineren Bühne gegenüberstanden, hielt das Duell der klangvollen Namen, was es versprach.
In einem hochklassigen und mit vielen Großchancen gespickten Spiel trennten sich beide Teams 2:2 (0:0).
Die Gäste, die zum ersten Mal seit über 24 Jahren wieder ein Tor in einem Pflichtspiel im Camp Nou erzielen konnten, waren über weite Strecken sogar die gefährlichere Mannschaft. "Das waren zwei Teams auf allerhöchstem Niveau. Ich bin wirklich zufrieden mit der Performance meiner Mannschaft", lobte United-Coach Erik ten Hag im Anschluss.
In der Schlussphase gab sein Team das verdiente Unentschieden jedoch beinahe noch aus der Hand, Barça konnte den späten Sturmlauf aber nicht krönen.
Drei Dinge, die uns im Camp Nou auffielen.
1.) Malocher Weghorst verkörpert Uniteds neuen Geist
Die Handschrift von ten Hag als ManUnited-Trainer wird mit jedem Spiel deutlicher. Unter der Leitung des Niederländers hat der englische Rekordmeister wettbewerbsübergreifend bereits 26 Spiele gewonnen – mehr als jedes andere Team in Europas Top-5-Ligen.
Das liegt auch daran, dass die Spieler auf dem Rasen die Vorstellungen des Übungsleiters mittlerweile in Perfektion umsetzen. Hohes Pressing und bedingungsloser Einsatz lautet die Devise. Im Camp Nou trichterte er seinen Spielern diese Prinzipien sogar noch in der 90. Minute lautstark von der Seitenlinie ein.
Stellvertretend für diesen neuen Kampfgeist, den United in der Liga und der Europa League in dieser Saison regelmäßig zur Schau stellt, stand am Donnerstagabend Wout Weghorst.
Der 30-Jährige, eigentlich klassischer Strafraumstürmer, ließ sich gegen spielstarke Katalanen immer wieder extrem tief ins Mittelfeld fallen und verteidigte phasenweise in einer Kette mit den defensiven Mittelfeldspielern Casemiro und Fred.
Weghorsts Aktionsradius glich im Camp Nou mehr dem eines klassischen Box-to-Box-Spielers, denn dem eines Neuners. Dass der Niederländer die zweitmeisten Tacklings (4) auf Seiten der Engländer verbuchte und die zweitmeisten Zweikämpfe (14) führte, passte ins Bild.
Natürlich hatte dies zur Folge, dass Weghorst weniger oft als sonst im Strafraum des Gegners auftauchte, doch für diese Aufgabe waren in einer auf Konter ausgelegten Spielweise im Camp Nou ohnehin andere vorgesehen.
2.) Rashford setzt Mega-Lauf fort
Mit Jadon Sancho und Marcus Rashford hatte Weghorst nämlich durchaus fähige Mitspieler neben sich, die sich ergebende Räume nutzten und immer wieder gefährlich in die Lücken stießen.
Vor allem Letzterer unterstrich einmal mehr seine aktuelle Sahneform. Der Treffer zum zwischenzeitlichen 1:1 war bereits Rashfords 22. in der laufenden Saison.
Alleine 14 davon erzielte er in den vergangenen zwei Monaten seit Ende der Weltmeisterschaft in Katar. Damit ist er in diesem Zeitraum der mit Abstand erfolgreichste Stürmer in Europas Top-Ligen. Karim Benzema folgt mit vier Toren weniger (10) auf Platz zwei.
"Sie spielen fantastischen Konter-Fußball", zeigte sich auch Barça-Coach Xavi angetan von Uniteds Offensiv-Abteilung: "Rashford, der aus der Tiefe kommt. Bruno (Fernandes, Anm. d. Red.), der ihn immer wieder mit langen Bällen findet. Wir wollten das Spiel beruhigen, aber United ist sehr gut in dem, was sie tun. Sie sind im Moment eine der besten Mannschaften in Europa."
Auch am zweiten Treffer der Gäste war Rashford maßgeblich beteiligt. Nach einer kurz ausgeführten Ecke ließ er Raphinha mit einem unnachahmlichen Antritt an der rechten Torauslinie stehen. Seine messerscharfe Hereingabe landete über Umwege bei Pechvogel Jules Koundé, der den Ball über die eigene Linie drückte.
3.) Champions League - wenn nicht noch mehr!
Ten Hag war sich sicher: "Das war Champions League – vielleicht sogar mehr als das. Ich habe das Spiel wirklich genossen", sagte der 53-Jährige im Interview mit "BT Sport".
Wer befürchtet hatte, Barça und Manchester könnten das Duell in der ungeliebten kleinen Schwester der Königsklasse weniger ernst nehmen, der wurde eines Besseren belehrt.
/origin-imgresizer.eurosport.com/2023/02/16/3559145.jpg)
Erik ten Hag (l.) mit Xavi
Fotocredit: Getty Images
"Für den neutralen Zuschauer war es ein sehr schönes Spiel, beide Mannschaften hatten ihre dominanten Phasen", schwärmte auch Barça-Sportdirektor Jordi Cruyff trotz des verpassten Heimsieges.
Tatsächlich wurden Erinnerungen an vergangene Champions-League-Schlachten der beiden europäischen Schwergewichte wach. Beispielsweise an das legendäre 3:3 im Jahr 1998, als Größen wie Rivaldo oder Dwight Yorke jeweils doppelt trafen.
18 Torschüsse standen am Donnerstagabend für beide Mannschaften zu Buche. Vorwerfen konnte man den Teams aus neutraler Perspektive eigentlich nur, dass der Ball nicht noch öfter im Netz zappelte.
Das könnte Dich auch interessieren: Knock-out in der Nachspielzeit: Leverkusen verliert gegen Monaco
/origin-imgresizer.eurosport.com/2023/02/15/3556999-72449148-2560-1440.jpg)
Mbappés Extraklasse verblüfft Salihamidzic: "Unfassbar"
Quelle: Perform
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung
/origin-imgresizer.eurosport.com/2025/03/05/image-04548325-c467-4327-9c31-0604a461cb71-68-310-310.jpeg)