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FC Chelsea gewinnt FA Cup: Conte wohl weg, Rüdiger voll da
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Publiziert 20/05/2018 um 00:14 GMT+2 Uhr
Der FC Chelsea gewinnt durch ein 1:0 (1:0) über Manchester United den FA Cup, zum achten Mal in seiner Klub-Geschichte. Antonio Conte erhält wohl eine Trophäe zum Abschied, der Italiener ist noch gar nicht weg, da gelten zwei andere Trainer schon als wahrscheinlichste Nachfolger. Antonio Rüdiger überzeugt im Endspiel vollends, womit er seine Londoner Debütsaison krönt. Und jetzt wartet die WM.
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Kurz vor Schluss hallte es über die Stadionlautsprecher von Wembley, und die sonst so bissigen Kommentatoren in diesem Internet zeigten sich versöhnlich.
Antonio Rüdiger wurde im FA-Cup-Finale zwischen dem FC Chelsea und Manchester United zum "Man oft the Match" gewählt - während das Match noch lief zwar, aber das änderte nichts mehr.
Chelsea gewann 1:0 (1:0) dank Eden Hazards Foulelfmeter aus der 22. Minute, für die Londoner war's der achte Erfolg im ältesten Fußball-Wettbewerb der Welt, für Rüdiger der erste Vereinstitel überhaupt.
Conte überwindet seine Pokalfinal-Phobie
28 Pässe, davon 24 angebracht, 71,4 Prozent Plus-Zweikämpfe, insgesamt elf Tacklings oder Klärungen und null Fouls: Rüdiger spielte tadellos. Beziehungsweise: gewohnt gut.
45 Pflichtspiele bestritt er in dieser Saison für Chelsea, ein Gros über die Gesamtdistanz; der Innenverteidiger hat sich gleich im Debütjahr (er kam vom AS Rom) zum Londoner Leistungsträger erhoben.
Es war kein glorioses Finale, arg von Taktik und Ordnung geprägt sowie von der Prämisse, bloß keine Fehler zu machen. Manchester machte einen zu viel. Und Rüdiger im Prinzip gar keinen. Marcus Rashford scheiterte an Chelsea-Keeper Thibaut Courtois (56.), Alexis Sánchez wurde ein Tor wegen Abseits verweigert (63.), Paul Pogba verfehlte freistehend (82.). Das war's schon.
So überwand "Blues"-Trainer Antonio Conte die Pokalfinal-Phobie, sein drittes Endspiel um einen nationalen Cup gewann er, zuvor hatte es nur Pleiten gesetzt (mit Juventus gegen Neapel 2012, mit Chelsea gegen Arsenal 2017).
Contes Worte klingen nach Abschied
Der Italiener wird Chelsea vermutlich verlassen, zu unüberbrückbar scheinen die Differenzen mit der Klubspitze, der er verfehlte Einkaufspolitik vorwarf. In der Premier League reichte es für den entthronten Meister Chelsea lediglich zur Europa-League-Qualifikation, da wirkt diese Trophäe wohltuend.
"Wir haben das verdient", sagte Conte, und seine Worte klangen nach Abschied:
Einmal Meister, einmal Pokalsieger in zwei Jahren - keine schlechte Bilanz für einen "Clown", wie Conte mal hämisch von José Mourinho tituliert wurde, weil er sich für dessen Geschmack zu wild benehme an der Seitenlinie. Diesmal blieb Mourinho ein Leisetreter. "Ich habe alles gegeben, was ich konnte", murmelte er.
Rüdiger ist sicherer WM-Fahrer fürs DFB-Team
Britische Medien handeln Ex-Barcelona-Mann Luis Enrique sowie Neapels Maurizio Sarri als wahrscheinlichste Nachfolger für einen, der noch gar nicht weg ist. Unsitten des Geschäfts.
Egal, wer übernimmt, er wird höchstwahrscheinlich auf WM-Fahrer Rüdiger treffen. 23 Länderspiele hat der 25-Jährige bisher fürs DFB-Team bestritten und ein Tor erzielt, vor der EM 2016 riss das Kreuzband, und alle Träume platzten mit einem Knall.
Zwei Jahre später steht Rüdiger in Joachim Löws vorläufigem Aufgebot für Russland. Passiert nichts Außergewöhnliches, wird er das Turnier heuer in anderer Perspektive wahrnehmen: aus der Nähe.
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