Eurosport
FC Bayern - Lothar Matthäus übt herbe Kritik an Transferperdiode der Münchner: "Zu hektisch"
Von
Publiziert 04/09/2023 um 20:01 GMT+2 Uhr
Lothar Matthäus hat die Aktivitäten des FC Bayern in der Transferperiode kritisiert. "Im Grunde war Bayern zu hektisch auf dem Transfermarkt, hat viel zu viele Namen nach außen getragen und darüber mit jedem debattiert", schrieb er in seiner "Sky"-Kolumne und merkte an: "Das war weder förderlich noch gibt es den Kandidaten das Gefühl, dass sie wirklich der Wunschspieler sind, den man haben will."
Lothar Matthäus
Fotocredit: Getty Images
"Woche für Woche äußerten sich der Trainer, der Vorstandsvorsitzende, Uli Hoeneß oder die Spieler zu diesem Thema. In jeder Pressekonferenz wurde das Thema ewig zugelassen, weil vom Verein kein Punkt gesetzt wurde", legte Matthäus nach.
Der Rekordnationalspieler, der auch die Abgänge von Josip Stanisic (Bayer Leverkusen) und Benjamin Pavard (Inter Mailand) für "nicht optimal" hielt, zeigte außerdem Verständnis für Bayern-Coach Thomas Tuchel, dessen Wunsch nach einem defensiven Sechser im Mittelfeld von den Bayern-Bossen nicht erfüllt wurde.
"Ich kann Tuchel verstehen, auch wenn ich keinen Grund habe, ihn zu verteidigen. Aber ich verstehe seine Argumente als Trainer total", erklärte Matthäus, der anfügte: "Er möchte seine Mannschaft nach seiner Philosophie spielen lassen und dafür ist ein Spieler mit diesen Eigenschaften sehr wichtig."
Ein solcher Abräumer zentral vor der Abwehr sei vor allem wichtig, um den Außenverteidigern mehr Freiheiten in der Offensive zu ermöglichen.
Matthäus: FCB hat die Hausaufgaben nicht pünktlich erledigt
Tuchel müsse nun mit dem vorhandenen Spielermaterial arbeiten und könne den Konkurrenzkampf nicht in der Form kreieren, wie er es sich vorgestellt hatte. "Er muss - und das wird ihn ärgern - improvisieren, Spieler wie Laimer auf die Außenverteidiger-Position stellen oder andere Dinge versuchen", sagte der 62-Jährige, der mit Blick auf den weiteren Saisonverlauf ergänzte: "Tuchel hat mit Sicherheit das größere Bild vor Augen und denkt jetzt schon an die wichtige Saisonphase und nicht nur an die Spiele gegen Bundesliga-Mittelmaß."
Insgesamt seien die Münchner auf ihrer Suche nach einem defensiven Sechser "nicht so strukturiert und durchdacht" wie bei der Verpflichtung von Starstürmer Harry Kane vorgegangen.
Eine Gefahr sieht der frühere Weltfußballer darin, dass Präsident Herbert Hainer bereits die Verpflichtung von Verstärkungen im Winter ankündigte. "Das sorgt für unnötigen Druck und offenbart, dass man die Hausaufgaben nicht pünktlich erledigt hat."
Das könnte Dich auch interessieren: Der LIGAstheniker: Bayer macht's vor! Kane allein reicht nicht
/origin-imgresizer.eurosport.com/2023/09/04/3778169-76853308-2560-1440.jpg)
Highlights: Mbappé dreht auf - PSG schießt Lyon tief in die Krise
Quelle: Perform
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung