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FC Bayern: Markus Babbel kritisiert Nachwuchsarbeit am Beispiel von Lucas Scholl
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Publiziert 27/01/2017 um 09:10 GMT+1 Uhr
Markus Babbel, Ex-Profi des FC Bayern München und heute Trainer des Schweizer Erstligisten FC Luzern, hat den Rekordmeister für seine Nachwuchsarbeit kritisiert - und einen prominenten Aufhänger gefunden. Lucas Scholl, Sohn von Bayern-Legende Mehmet, absolvierte ein Probetraining in Luzern, erhielt aber keinen Vertrag. Babbel findet, dass die Münchner ihre Talente nicht ausreichend präparieren.
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Dem Schweizer "Blick" sagt Markus Babbel über Lucas Scholl: "Ein großes Talent, technisch top ausgebildet. Aber er hat auch Defizite!"
Dies betreffe vor allem die körperliche Seite. Babbel mahnt:
Und wie viele haben es zuletzt geschafft? "Eigentlich keiner", sagt Babbel, "mir kommt zumindest kein junger Bundesligaspieler in den Sinn, der bei Bayern ausgebildet wurde. Auch nicht in der 2. Liga. Da muss man sich auch beim FC Bayern kritisch hinterfragen."
Schweinsteiger, Lahm, Hummels & Co. widerlegen Babbel
Das mag zu einem Teil stimmen, nach Thomas Müller/Holger Badstuber 2009 sowie David Alaba 2011 gelang keinem Nachwuchsmann der Durchbruch nach oben; historisch gesehen liegt Babbel aber falsch, nicht nur auf Granden wie Franz Beckenbauer, Sepp Maier oder "Katsche" Schwarzenbeck bezogen.
Ein Auszug an Spielern aus dem Bayern-Pool, die es später im Profigeschäft packten, viele davon beim Branchenführer: Klaus Augenthaler, Christian Nerlinger, Dietmar Hamann, Max Eberl, Sammy Kuffour, Owen Hargreaves, Piotr Trochowski, David Jarolim, Thomas Hitzlsperger, Bastian Schweinsteiger, Sandro Wagner, Emre Can, Mats Hummels. Und ironischerweise Babbel selbst, der 1981 in den Verein eintrat und zwischen 1991 und 2000 für den FCB spielte (mit einer Leihe zum Hamburger SV, 1992-94).
Gleichwohl kennt der 44-Jährige den Grund für die mangelnde Durchlässigkeit ins A-Team: "Sie haben 20 Voll-Raketen, die sich einen brutalen Konkurrenzkampf liefern. Wie soll man da noch Junge einbauen?"
FC Bayern: Der Name Scholl als Bürde
Scholl (20) spielte in der Münchner U23, ehe der Weg endete. Dass sein berühmter Nachname in gewisser Hinsicht hilfreich, dann aber eher hinderlich war, ist für Babbel eine "Katastrophe". Die Bewertungen von Scholl junior würden sich immer am Vater orientieren.
Babbel:
In Luzern wurde trotzdem kein Profivertrag draus.
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