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FC Bayern München: Neues Jahr, alte Probleme - trotz Bundesliga-Siegesserie

Neues Jahr, alte Probleme: Das muss Bayern verbessern

29/01/2019 um 23:23Aktualisiert 30/01/2019 um 15:01

Sieben Bundesligaspiele am Stück hat der FC Bayern München gewonnen und seinen Rückstand auf Tabellenführer Borussia Dortmund nur deshalb kaum verringert, weil der BVB eine gefestigte Mannschaft ist. Zuletzt war Bayern gegen Hoffenheim (3:1) und Stuttgart (4:1) erfolgreich, ohne die Probleme der Hinrunde abgeschüttelt zu haben. Europort.de zeigt, woran es bei den Münchnern nach wie vor hakt.

Es ziert sich nicht, Lothar Matthäus zu widersprechen, aber in diesem Fall wagen wir es mal. "Komplett in der Spur" sieht "Sky"-Experte Matthäus den FC Bayern nach sieben Bundesligasiegen am Stück, diese Meinung teilen sie nicht einmal in München.

Neues Jahr, alte Probleme. Woran es beim FC Bayern hakt.

1. Konzentration über 90 Minuten

"35 Minuten überhaupt nicht stattgefunden" hätten sie gegen Stuttgart, monierte Trainer Niko Kovac. Es war das typische Hinrunden-Syndrom: Bayern schaffte es nicht, einen Gegner über die Gesamtdistanz zu beherrschen, auch nicht in der Allianz Arena. Joshua Kimmich:

"Wir sind noch nicht souverän genug, um unser Spiel durchzuziehen. Es fehlt die Dominanz, klar zu zeigen, dass wir nachlegen wollen."

Schlampige Pässe, verschlepptes Tempo, passive Körpersprache - und als Quittung der Ausgleich. "Deutliche Worte" fand Kovac in der Halbzeit, "wir wollen Meister werden, so können wir uns nicht präsentieren".

Ein Faktor für den Sieg war der Coach selbst: Kovac korrigierte eigene Fehler, indem er den deplatzierten Javi Martínez zur Pause auswechselte. Die Statik verschob sich, Bayern schoss drei weitere Tore.

2. Souveränität bei Führungen

In der Hinrunde setzte es Heim-Remis gegen Augsburg, Freiburg, Düsseldorf, jeweils 1:1 und jeweils nach Vorsprüngen; der Ausgleich fiel immer in den Schlussminuten.

Das nie aufgeschriebene, aber wie zementiert scheinende Fußballgesetz, wonach ein führender FC Bayern auch ein erfolgreicher FC Bayern ist, wurde in dieser Saison angekratzt. Einher geht dies mit mangelnder Souveränität (siehe oben), weil Bayern permanent in Phasen von Phlegma verfällt.

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Dann gibt's Dominoeffekte: Der Gegner hat mehr Ball, Zeit und Raum, und die Münchner verteidigen nicht konsequent. Hoffenheim (3:1) und Stuttgart profitierten nur teilweise - aber was ist mit Leverkusen am Samstag und Liverpool am 19. Februar?

3. Struktur im Mittelfeld

In Hoffenheim gefiel Martínez als Wellenbrecher auf der Sechs, für Heimspiele gegen tiefstehende Kontrahenten ist der Spanier ungeeigneter.

Weil Zweikampfstärke und Antizipation bei eigenem Ballbesitz weniger essentiell sind und Martínez die Fertigkeiten fehlen, um im Aufbau spielprägend tätig zu werden, musste sich Thiago tiefer als gewünscht positionieren. So fehlte im 4-2-3-1 eine Verbindung zwischen Abwehr und Angriff, woran Goretzka und Thomas Müller ihre Aktien hatten, weil Lücken nach hinten klafften. Die Mechanismen griffen nicht ineinander.

Kovac hat etliche Optionen für die Offensive, mit Goretzka, Müller und dem weiterhin kaum berücksichtigten James Rodríguez allein drei Zehner-Kandidaten. Bei der gegnerabhängigen Adaption von Personal und Marschroute, vor und während der Partien, hat der FC Bayern viel Verbesserungspotential.

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