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Thomas Müller: Nationalmannschafts-Comeback für ihn "kein Thema"
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Publiziert 27/08/2020 um 15:10 GMT+2 Uhr
Rio-Weltmeister Thomas Müller beschäftigt sich nicht mit einem Comeback in der Nationalmannschaft. "Natürlich ist in den letzten Monaten aufgrund des mannschaftlichen Erfolgs und meiner Rolle darin diese Nationalmannschaftsfrage wieder aufgetaucht, aber es wurden von allen Seiten relativ klare Aussagen getätigt", sagte der 30-jährige Stürmer von Bayern München bei einem Termin in einem Möbelhaus.
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Thomas Müller schlenderte gut gelaunt durch das Möbelhaus im Münchner Westen, auf einem riesigen Sofa schien sich der Markenbotschafter besonders wohlzufühlen. Aber nein, als Polstergarnitur will der 30-Jährige nicht wiedergeboren werden. "Ich wäre eher ein Ofen, der auch mal heiß werden kann, nie überhitzt und ewig läuft", scherzte Müller. Und klar: "Im Zentrum der Wohnung" würde er stehen, "da läuft der Ofen am besten."
Die Anspielung auf die besonderen Qualitäten und seine Langlebigkeit passte ins Bild, die Leistungen in dieser Saison mit dem Triple-Gewinner Bayern München hatten den schon abgeschriebenen Müller ja wieder in den Fokus gerückt. Zu einer Ansage in Richtung von Bundestrainer Joachim Löw ließ sich Müller jedoch nicht hinreißen. Er, der heiße Ofen, wollte die Debatte quasi nicht befeuern.
"Natürlich ist in den vergangenen Monaten aufgrund des mannschaftlichen Erfolgs und meiner Rolle darin diese Nationalmannschaftsfrage wieder aufgetaucht, aber es wurden von allen Seiten relativ klare Aussagen getätigt", erklärte der Offensivspieler, der unter Hansi Flick richtig aufgeblüht war: "Daher gibt es da keinen neuen Stand und es ist für mich aktuell auch kein Thema."
Müller über Messi: "mit der beste Fußballer des Planeten"
Löw hatte mit Blick auf den ausgemusterten Weltmeister von 2014 erst am Dienstag erkennen lassen, dass Müller bei der DFB-Elf weiterhin keine Rolle spiele. "Diese jungen Spieler haben sich sehr gut entwickelt, wir haben den Umbruch sehr schnell bewältigt. Daher gibt es für mich keinen Grund, an der Ausrichtung etwas zu ändern", hatte Löw gesagt. Eine Hintertür ließ er sich aber offen: "Sollte die Situation mal anders sein, wäre ich der Allerletzte, der eine Entscheidung nicht revidiert."
Also doch eine Chance für Müller? Nach beeindruckenden Vorstellungen beim Finalturnier der Champions League in Lissabon mit der Krönung im Endspiel hatte Müller ja schon durchklingen lassen, dass er immer noch helfen kann. "Natürlich freue ich mich", sagte er, "dass ich nochmal zeigen konnte, dass ich nicht auf den Altglas-Container gehöre".
Gleiches gilt übrigens nach Ansicht von Müller auch für einen gewissen Lionel Messi, der trotz dieser krachenden Pleite gegen die Bayern (2:8) auch mit 33 Jahren noch ein ganz feiner Kicker ist. Messi sei "mit der beste Fußballer des Planeten", und "dass jetzt eine Veränderung kommt, das kann für die Fußballwelt auch interessant sein".
Die Bayern werden aber nicht zugreifen. "Ich habe in den letzten Monaten ein-, zweimal mit unserem Finanz-Vorstand gesprochen", sagte Müller: "Und da, glaube ich, können wir nichts machen". Also ganz gut, einen heißen Ofen wie ihn zu haben.
(SID)
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