Klub-WM: Borussia Dortmunds Sieg gegen Mamelodi Sundowns reißt alte Wunden auf - Defensivschwäche bereitet Sorgen

Der BVB feiert gegen Mamelodi Sundowns aus Südafrika den ersten Erfolg bei der Klub-WM in den USA. Nach der dürftigen Nullnummer zum Auftakt gegen Fluminense hat die Mannschaft von Niko Kovac also Grund zum Jubeln. Allerdings nur oberflächlich: Die Leistung des Bundesligisten gibt weiterhin Rätsel auf. Da kann auch der Premierentreffer von Jobe Bellingham nicht drüber hinwegtäuschen.

Bellingham nach BVB-Sieg: "Waren ein bisschen schlampig"

Quelle: Perform

Mit nacktem Oberkörper verfolgte Jobe Bellingham in der Hitze von Cincinnati die letzten Spielminuten von der Bank aus, nach dem erlösenden Schlusspfiff zog der Dortmunder Neuzugang ein frisches BVB-Trikot über und klatschte seine neuen Kollegen ab.
Auch dank seines Tores beim Startelfdebüt feierte die Borussia bei der Klub-WM ihren ersten Sieg - trotz eines frühen Rückschlags und großer Schwächen.
"Wir haben sicherlich nicht unser bestes Spiel gemacht, aber das war auch nicht möglich", sagte Trainer Niko Kovac nach dem 4:3 (3:1) gegen den südafrikanischen Meister Mamelodi Sundowns, mit dem der BVB Kurs auf das Achtelfinale nahm, bei "DAZN".
Vor allem die hohen Temperaturen hatten dem Bundesligisten zugesetzt: "Ich habe nichts gemacht, stand nur an der Seitenlinie und habe geschwitzt, als wenn ich aus der Sauna komme." Man habe "zu viele leichte Fehler" gemacht, "aber unter dem Strich gewonnen. Weiter geht's."
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Schwitzen in der Mittagshitze: Die BVB-Bank in der prallen Sonne

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BVB offenbart eklatante Abwehrschwächen 

Ein "weiter geht’s", wie es Kovac fordert, kann und darf es so allerdings nicht geben. Zu verheerend waren die Fehler, die sich vor allem die Defensive der Dortmunder gegen den - bei allem Respekt - zweitklassigen Gegner erlaubte.
Im Zentrum des Problems - weil im Zentrum des Geschehens - standen einmal mehr die Innenverteidiger Niklas Süle und Waldemar Anton. Erstgenannter wirkte gegen die blitzschnellen Angreifer der Südafrikaner ungelenk und offenbarte eklatante Tempodefizite. Beim ersten Gegentreffer sah er alles andere als gut aus.
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Ließ sich häufig austanzen: Niklas Süle

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Ebenfalls am 0:1 maßgeblich beteiligt: Anton. Der frühere Stuttgarter stand schon in der zurückliegenden Bundesliga-Saison im Kreuzfeuer der Kritik und scheint auch weiterhin mit den Anforderungen bei den Schwarz-Gelben zu fremdeln.
Der 28-Jährige wirkte verunsichert. In der zweiten Halbzeit leistete er sich im Aufbauspiel einen haarsträubenden Fehler, der beinahe zu einem weiteren Gegentor geführt hätte (54.), wenig später brachte er Keeper Gregor Kobel mit einem Rückpass in ärgste Bedrängnis.

Kobel wird zum besten Mann - Dreierkette enttäuscht 

Der Schlussmann war an diesem Tag ähnlich wie schon im Auftaktspiel gegen Fluminense (0:0) der beste Mann auf dem Platz - bezeichnend für eine Mannschaft mit den Ansprüchen des BVB.
Viel zu häufig jedoch wurde der Schweizer von seinen Vorderleuten im Stich gelassen: Von ruhigem Aufbauspiel keine Spur, hinzu kamen Stellungsfehler, Abspielschwächen und verlorene Zweikämpfe in Serie.
Drei Gegentore gegen den südafrikanischen Meister wirken beinahe wie ein Rückfall in schlimme Zeiten. In der Endphase der Bundesligaspielzeit konnte Trainer Kovac die schwarz-gelbe Abwehr stabilisieren. Nun aber steht die Dreierkette aus Süle, Anton und Ramy Bensebaini oftmals viel zu hoch und lässt sich beinahe schuljungenhaft überlaufen.
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Waldemar Anton (R) wirkte häufig nicht sattelfest

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Der BVB droht, alte Wunden aufzureißen

Schmerzlich deutlich wird angesichts dieser Tatsachen die Abwesenheit von Abwehrchef Nico Schlotterbeck, dem konstantesten aller Dortmunder Abwehrspieler in der zurückliegenden Saison. Der Nationalspieler wird aufgrund seines Meniskusrisses noch monatelang fehlen.
So aber droht der BVB, bei seinen Anhängern alte Wunden aufzureißen. Da kann auch das Tor-Debüt von Neuzugang Bellingham nicht drüber hinwegtäuschen.
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(mit SID)
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Quelle: Perform


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