WM 2023: Navina Omilade kritisiert deutsche Frauen-Nationallmannschaft für fehlende Einstellung

Deutschland ist bei der WM 2023 in Australien und Neuseeland schon in der Vorrunde gescheitert. Ex-Nationalspielerin und Eurosport-Expertin Navina Omilade sah bei den DFB-Frauen neben Verletzungsproblemen und dem großen Druck auch ein Problem bei der Einstellung. Die vermeintlich leichte Gruppe mit Südkorea, Marokko und Kolumbien habe man "vielleicht ein bisschen unterschätzt".

Frauen-WM 2023: Cho Sohyun trifft zum 1:0 - Südkorea vs. Deutschland

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Deutschland startete furios mit 6:0 gegen Marokko ins Turnier, baute in den beiden darauffolgenden Spielen gegen Kolumbien (1:2) und Südkorea (1:1) aber deutlich ab und fand keine Antworten mehr.
Es sei sehr enttäuschend, "dass die Mannschaft nicht in der Lage war, drei gute Spiele zu machen, sich spielerisch durchzusetzen und das auf den Platz zu bringen, was sie bei der EM noch so stark gemacht hat", meinte die ehemalige Nationalspielerin (2001-2010, 61 Länderspiele) im Gespräch mit Eurosport.de.
Die Mannschaft von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg habe "gegen Kolumbien und Südkorea nie ins Spiel gefunden".
Die Spielerinnen "hatten keinen Spielwitz, keine Ideen, keine Kreativität. Sie haben alles missen lassen", kritisierte Omilade.
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Navina Omilade analysiert den deutschen Fußball

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Omilade: DFB-Frauen unterschätzten Gruppengegner

Neben dem großen Druck, der bei einem WM-Turnier auf der mitfavorisierten Mannschaft laste, bemängelte die 41-Jährige aber auch die Mentalität der Spielerinnen. So habe man "die vermeintlich leichte Gruppe vielleicht ein bisschen unterschätzt".
Vor einem Jahr, als das DFB-Team mit dem Vize-EM-Titel begeisterte, hatte man die "Todesgruppe" mit Dänemark, Spanien und Finnland noch bravourös überlebt, hielt dem Druck stand. In Australien und Neuseeland sei man womöglich nach dem Motto "die werden wir schon schlagen - sind ja nur Kolumbien und Südkorea" in die Spiele gegangen, was sich schlussendlich gerächt habe.
"Da hat es an der Einstellung gehapert", so Omilade.
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Voss-Tecklenburg selbstkritisch: "Möchte keine Ausreden suchen"

Quelle: Perform

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