Gianluigi Donnarumma sprengt alle Grenzen: Eine total, total verrückte Torhüter-Welt

Gianluigi Donnarumma hat seinen Abschied vom AC Mailand verkündet und wird von Real Madrid umworben. Mit Hilfe seines berüchtigten Beraters Mino Raiola könnte er zum teuersten Torhüter aller Zeiten werden. Der Markt für Schlussmänner ist derzeit monetär aufgepumpt wie nie, zwei weitere Keeper wurden in diesem Sommer bereits für mehr Geld verpflichtet als Manuel Neuer gekostet hat.

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Neues Jahrtausend, neuer Rekord. Am 22. Juli 2000 verkündete Real Madrid den Transfer von Luis Figo zu den Königlichen. Knapp 120 Millionen Mark überwies Real an den Erzrivalen FC Barcelona. Nie war ein Fußballer teurer.
Seitdem wurde die Rekordmarke stetig in immer neue Dimensionen und Sphären gehoben. Verlässt Kylian Mbappé in diesem Sommer die AS Monaco, dürfte er mehr als das Doppelte kosten, was seinerzeit Figo - wenig später Weltfußballer - in die Kassen Barcelonas spülte.
Umso erstaunlicher, dass eine Bestmarke aus dem Jahr 2001 noch immer Bestand hat. Umgerechnet 52,88 Millionen Euro ließ sich Juventus Turin die Dienste von Gianluigi Buffon kosten. 16 Jahre später ist der mittlerweile 39 Jahre alte Buffon noch immer bei Juve - seinen Rekord könnte er allerdings bald los sein.

Toppt Donnarumma Buffon?

Der als sein Nachfolger auserkorene Gianluigi Donnarumma ist seit Donnerstag offiziell auf dem Markt. Der 18-Jährige lehnte ein Angebot des AC Milan zur Vertragsverlängerung ab. Vier Millionen Euro hatte ihm sein Heimatverein offeriert. Sein Herzensklub, zumindest bis vor einer Woche.
Nun hat Donnarumma aber einen gewissen Mino Raiola als Berater. Der machte im vergangenen Sommer bereits Paul Pogba zum teuersten Spieler aller Zeiten. Angesichts der bisherigen Leistungen des Franzosen bei Manchester United kann man vor dem etwas windig daherkommenden Raiola dafür nur den Hut ziehen.
Nun wirft er mit dem italienischen Torhüter-Wunderkind das nächste Talent in den Ring, bzw. zieht es an selbigem durch die Transfer-Manege. In der ersten Reihe sitzend: eine begeistert applaudierende Entourage der "Königlichen" aus Madrid.
Wahnwitzige 150 Millionen Euro soll Manchester City zwischenzeitlich geboten haben. Diese Summe ist angesichts des nur noch ein Jahr laufenden Vertrags des Youngsters utopisch, Buffons ewiger Rekord könnte dennoch wackeln. Abgelöst von einem Teenager. Der bei Real rund acht Millionen Euro pro Jahr kassieren soll.

Tausch De Gea/Morata steht im Raum

Allerdings gibt es da ja auch noch David de Gea. Der Spanier hätte bereits 2015 in Madrid landen sollen. Eine Panne mit den Vertragsunterlagen verhinderte in letzter Minute den Deal. 30 Millionen Euro wollte Real damals zahlen. Heute kann Manchester United darüber nur lachen.
51,5 Millionen Euro sind angeblich ausgerufen. Plus Alvaro Morata!
Nun wäre es müßig darüber zu debattieren, inwieweit diese Zahlen verhältnismäßig sind. Romantik ist nicht mehr im Fußball, der Markt bestimmt den Preis.

Pickford und Ederson teurer als Neuer

Und jener Markt ist aktuell für Torhüter lukrativ wie nie. Am Donnerstag stellte der FC Everton Jordan Pickford als Neuzugang vor. 23 Jahre alt, Torwart der englischen U21. 34 Millionen Euro teuer.
Das sind vier Millionen mehr als Manuel Neuer gekostet hat. Für diejenigen, die es nicht wissen: Das ist der, der sich seit vier Jahren Welttorhüter schimpfen darf.
Für einen großen Klub in England reicht Pickfords Talent aber offenbar dennoch nicht aus. Pep Guardiola beispielsweise investiert lieber 40 Millionen Euro in Ederson Moraes.
Der ehemalige Bayern-Coach hatte dann doch bemerkt, dass Claudio Bravo, für den er letzten Sommer 18 Millionen Euro ausgeben und ihn damit in den Status eines der zehn teuersten Keeper aller Zeiten erhoben hatte, eben kein Manuel Neuer ist.

Keine Gerüchte über Neuer

Apropos Neuer. Diese Sau wurde bislang übrigens nicht ansatzweise durchs Transfer-Dorf getrieben. Alle Welt ist oder war scheinbar auf der Suche nach Torhüter, den Besten seines Faches hat aber offenbar niemand auf dem Zettel.
Nun kann man sagen, dass der FC Bayern ihn ohnehin nicht verkaufen wird. Und würde damit auch völlig richtig liegen.
Das dachte man vor 16 Jahren allerdings auch über den FC Barcelona und Luis Figo.
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