Gianni Infantino entsetzt nach Stadionkatastrophe in Indonesien: Fußballwelt im "Schockzustand"

Gianni Infantino hat entsetzt auf die Stadionkatastrophe in Indonesien mit mindestens 125 Toten reagiert. Die Fußballwelt befinde sich in einem "Schockzustand", sagte FIFA-Präsident. Den in Indonesien tätigen Trainer Thomas Doll hat die Tragödie schwer mitgenommen. In Spanien gedenkt der Fußball den Opfern mit einer Schweigeminute zu Beginn der Spiele. Reaktionen zur Katastrophe in Indonesien.

Fans gedenken den Opfern der Stadionkatastrophe in Malang (Indonesien)

Fotocredit: Getty Images

"Dies ist ein dunkler Tag für alle, die am Fußball beteiligt sind, und eine unvorstellbare Tragödie. Ich spreche den Familien und Freunden der Opfer, die nach diesem tragischen Vorfall ihr Leben verloren haben, mein tiefstes Beileid aus", sagte Fifa-Präsident Gianni Infantino.
Im spanischen Fußball wird es am Sonntag eine Schweigeminute in Gedenken an die Opfer geben. Das kündigten die Liga und der Verband RFEF an.
Nach dem 2:3 von Arema FC gegen Persebaya FC, der ersten Niederlage der Gastgeber gegen den Erzrivalen seit über 20 Jahren, hatten nach Polizei-Angaben 3000 Arema-Fans wutentbrannt das Spielfeld gestürmt.
Dabei seien zwei Polizisten getötet worden. Als Reaktion setzte die Polizei Tränengas ein. Das löste eine Panik aus, wodurch zahlreichen Menschen zu Tode getrampelt wurden.

Weitere Reaktionen:

Anna-Lena Baerbock: "Niemand sollte am Samstagnachmittag für ein Fußballspiel ins Stadion gehen - und dann nicht zu seinen Lieben zurückkehren."
Indonesicher Präsident Joko Widodo: "Ich bedauere dieses Unglück zutiefst und hoffe, dass diese Fußball-Tragödie die letzte unserer Zeit sein wird"
Thomas Doll: "Ich bin unsagbar traurig über die Vorfälle. Das hat nichts mehr mit Fußball zu tun. Das alles macht schon sehr, sehr nachdenklich."
PSSI-Präsident Mochamad Iriawan: "Wir entschuldigen uns bei den Familien der Opfer und allen Beteiligten."
Präsident des asiatischen Fußball-Verbandes Ibrahim Al Khalifa: "Ich bin zutiefst schockiert und traurig, solch tragische Nachrichten aus Indonesien zu hören - einem Land, in dem Fußball geliebt wird."
(SID)
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