Erling Haaland - Ärger um Sonderbehandlung in Norwegen: Nationaltrainer Solbakken wehrt sich

Erling Haaland gilt aktuell als einer der besten Stürmer der Welt und ist unbestritten der große Star in der norwegischen Nationalmannschaft. Dies zeigt sich auch außerhalb des Platzes. So durfte er zur laufende Länderspielperiode per Privatjet anreisen, zudem wird er von der Presse abgeschirmt. Das sorgt in der Heimat für Kritik. Nationaltrainer Stale Solbakken verteidigte nun seinen Star.

Erling Haaland musste zuletzt in der Heimat Kritik einstecken

Fotocredit: Getty Images

Bei einem Mediengespräch kritisierte Stale Solbakken die negativen Berichte der norwegischen Presse und verteidigte Erling Haaland. "Ich denke, es ist ein bisschen 'unfair', dass wir jetzt versuchen, die Fehler zu finden, die wir mit Erling machen können", sagte er laut Eurosport Norwegen.
Unter anderem hatte es in der norwegischen Zeitung "Adresseavisen" einen Artikel mit dem Titel "K.o.-Sieg über die Fußballer" gegeben, in dem der norwegische Skilanglauf-Star Therese Johaug mit der norwegischen Nationalmannschaft verglichen wurde.
"Bei dem, was sie durchgemacht hat, hatte sie wahrscheinlich auch ihre Wochen und Monate, in denen sie abgeschirmt werden musste, ohne dass ich das mit Sicherheit sagen kann", sagte Solbakken darauf angesprochen. In den Medien wurde kritisiert, dass Haaland während der Länderspielwoche von der Presse abgeschirmt werde.
Laut dem Nationaltrainer passierte dies auf Wunsch des 21-Jährigen. "Er ist derjenige, über den alle am liebsten schreiben würden, wenn es um seinen nächsten Wechsel geht. Er hat mir gegenüber geäußert, dass er während dieses Treffens abgeschirmt werden möchte", berichtete Solbakken. Haaland habe ihm sein Anliegen "auf nette, sachliche und überzeugende Weise" erklärt und er sehe keinen Grund, das nicht zu respektieren.

Solbakken verteidigt Privatjet-Anreise: "Kommt pünktlich und ausgeruht an"

Zugleich versicherte der 54-Jährige, dass Haaland in der nächsten Länderspielphase im Sommer wieder vor die Presse treten werde. Auch weil die "Saga" um seine Zukunft und den möglichen Wechsel von Dortmund zu einem europäischen Top-Klub, dann vorbei sei.
In der Pressekonferenz vor dem Testspiel am Dienstag gegen Armenien (20:45 Uhr) äußerte er sich auch zu Haalands Anreise mit dem Privatjet, die in den norwegischen Medien ebenfalls für Unmut sorgte.
Haaland habe am vergangenen Montag drei Möglichkeiten gehabt, begann Solbakken seine Erklärung. "Er hätte in Deutschland um 5 Uhr morgens aufstehen und den ersten Linienflug nehmen können, hätte dann aber zwei Stunden an einem Flughafen warten müssen. Das ist in seiner jetzigen Situation nicht möglich. Wenn er den nächsten Flug genommen hätte, wäre er fünf oder sechs Stunden nach den anderen eingetroffen", schilderte der ehemalige Trainer des 1. FC Köln zunächst die Alternativen und die Probleme, die sich durch die Linienflüge ergeben hätten.
Anschließend pries er die Vorteile der Privatjet-Anreise an. "Das hat es uns leicht gemacht, denn dann kommt er pünktlich und ausgeruht an und hat einen halben Tag Zeit, sich zu erholen", erklärte Solbakken.

Haaland erzielte gegen die Slowakei das 1:0

Zugute kommt dem Nationaltrainer und dem Verband in dieser Diskussion um die Sonderbehandlung sicherlich auch, dass Haaland bereits am Freitag eine Antwort auf dem Platz gab. Im Testspiel gegen die Slowakei stand der BVB-Torjäger 81 Minuten auf dem Platz und erzielte beim 2:0 (0:0)-Erfolg das erste Tor.
Es war in seinem 16. Länderspiel für die A-Nationalmannschaft sein 13. Treffer.
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Quelle: Eurosport

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