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Deutschland gegen Ukraine | DFB-Team von Hansi Flick in der Einzelkritik: Abwehr-Trio desaströs - Havertz sticht
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Publiziert 12/06/2023 um 20:43 GMT+2 Uhr
Die deutsche Nationalmannschaf hat im symbolträchtigen Jubiläumsspiel gegen die Ukraine einen Sieg verpasst. Das Team von Trainer Hansi Flick musste sich im 1000. Länderspiel der DFB-Geschichte in freundschaflicher Atmosphäre mit einem 3:3 (1:2) begnügen. Während die deutsche Defensive einmal mehr große Schwächen offenbarte, wusste Joker Kai Havertz zu überzeugen. Die DFB-Elf in der Einzelkritik.
DFB-Elf enttäuscht gegen die Ukraine: "Nicht unser Anspruch"
Quelle: SID
Ein leuchtendes Zeichen für den Frieden - und weitere Alarmsignale für Hansi Flick. Die deutsche Nationalmannschaft hat beim großen Jubiläum in ihrem 1000. Länderspiel die 215. Niederlage zwar noch eben so abgewendet, ist ein Jahr vor der Heim-EM aber weit von der erhofften Titelform entfernt.
Beim 3:3 (1:2) in Bremen gegen die Ukraine offenbarte die Elf von Bundestrainer Flick abermals riesige Mängel, das Experiment mit Dreierkette und Doppelspitze funktionierte nicht und wurde abgebrochen. Grundlegende Dinge fehlten, besonders Körperlichkeit, Passschärfe, Konzentration - doch immerhin stimmte die Moral.
Nachdem die DFB-Auswahl früh durch Niclas Füllkrug in Führung gegangen war (6.), drehten die Gäste die Partie durch Viktor Tsygankov (19./56.) und ein Eigentor von Antonio Rüdiger (23.).
Kai Havertz (83.) und Joshua Kimmich per Foulelfmeter (90.+1) retteten mit ihren späten Treffern zumindest das Remis.
Die deutsche Nationalmannschaft in der Einzelkritik
Kevin Trapp: Ein undankbares Spiel für den Frankfurter. Er bekam keine Chance sich auszuzeichnen, die ersten drei Bälle auf sein Tor waren drin.
Antonio Rüdiger: Den Ärger nach seiner Beleidigung eines Fans hatte er wohl noch nicht ganz überwunden. War bei den Steilpässen der Ukraine wie die gesamte Dreierkette nicht auf der Höhe. Lenkte den Schuss von Mudryk zudem unglücklich ins eigene Tor.
Matthias Ginter: War der zentrale Spieler der neuen Abwehrformation. Die Abstimmungsprobleme waren deutlich sichtbar. Leistete sich vor dem dritten Gegentor einen riesigen Aussetzer.
Nico Schlotterbeck: Ein gebrauchter Tag. Der verpasste Titelgewinn mit dem BVB steckte ihm noch in den Knochen. Zudem merkte man ihm die fehlende Spielpraxis in den vergangenen Wochen an. Ließ sich mehrmals überlaufen. Flick erlöste ihn mit seiner Auswechslung nach der ersten Halbzeit.
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Artem Dovbyk (l./Ukraine) im Zweikampf mit Nico Schlotterbeck (Deutschland)
Fotocredit: Getty Images
Leon Goretzka: Wurde überraschend als einziger Sechser aufgeboten. Der Münchner war bemüht, Ordnung in das Spiel zu bekommen, doch wie schon zuletzt im Verein gelang ihm nicht viel. Hatte bei einem Distanzschuss Pech.
Marius Wolf: Begann druckvoll. Seinen Schuss fälschte Füllkrug mit dem Knie zur Führung ab. Tauchte im Verlauf der ersten Halbzeit ab. Wenn Mudryk antrat, kam er nicht mehr hinterher. Nach einer Stunde ausgewechselt.
Julian Brandt: War anfangs sehr engagiert und forderte den Ball. Sein Fehlpass im Mittelfeld leitete aber den Ausgleich ein. Danach nicht mehr so auffällig.
Joshua Kimmich: Rückte im Mittelfeld eine Position weiter vor. Leitete mit einem seiner bekannten Chipbälle die frühe Führung ein. Verteilte auch danach die Bälle ordentlich, übernahm beim Elfmeter in der Nachspielzeit Verantwortung.
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Joshua Kimmich (l.) jubelt über sein Tor gegen die Ukraine - Hinten: Jonas Hofmann
Fotocredit: Getty Images
David Raum: Beackerte die linke Außenbahn, traf aus guter Position nur das Außennetz (11.). Nutzte die sich bietenden Räume nicht immer, verlor vor dem 1:2 den Ball.
Leroy Sané: Er bleibt ein Rätsel. Mal teilnahmslos, dann wieder spielfreudig. Traf in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit mit einem Freistoß nur die Latte.
Niclas Füllkrug: Bejubelte früh sein siebtes Tor im siebten Länderspiel. Der Klang des Nebelhorns war der Lohn. Auch danach mit Zug zum Tor. Durfte bei seinem Heimspiel aber nur 45 Minuten ran.
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Niclas Füllkrug im Spiel gegen die Ukraine
Fotocredit: Getty Images
Lukas Klostermann: Löste nach der Pause Schlotterbeck ab. Auch der Pokalsieger aus Leipzig stabilisierte die Abwehr nicht.
Kai Havertz: War eigentlich von Beginn an erwartet worden. Ersetzte im zweiten Durchgang Füllkrug. Verzog aus guter Position (64.), traf dann aber doch noch nach schöner Einzelaktion.
Jonas Hofmann: Kam für die letzte halbe Stunde für Wolf.
Jamal Musiala: Ersetzte Goretzka. Aber auch der Münchner tat sich schwer.
Florian Wirtz: Löste in der Schlussphase Brandt ab.
Benjamin Henrichs: Durfte am Ende für Raum ran.
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(SID)
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Quelle: SID
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