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FC Bayern München - Arsenal: Lehren und Erkenntnisse des ersten USA-Testspiels
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Publiziert 18/07/2019 um 14:00 GMT+2 Uhr
Der FC Bayern München unterliegt Arsenal im ersten Test seiner USA-Tournee mit 1:2 (0:0). Auffällig ist das Tempo dieser unterhaltsamen Partie, die Bayern-Trainer Niko Kovac durchaus Erkenntnisse beschert. Seine mit Jugendspielern aufgefüllte Reisegruppe präsentiert sich wettbewerbsfähig, ausgerechnet einige Etablierte leisten sich Schwächen. Und auf Twitter wird mal wieder gegen Kovac genörgelt.
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Dort in Los Angeles, wo sonst Zlatan Ibrahimovic seine Fallrückzieher vollführt oder halt einfach zlataniert, in dieser heiligen Heimstätte der LA Galaxy lief der FC Bayern auf, um im Rahmen des International Champions Cups gegen Arsenal zu testen, 1:2 (0:0) zu verlieren und trotzdem nicht unzufrieden zu sein.
Ein Eigentor von Louis Poznanski (49. Minute) glich Robert Lewandowski (71.) aus, ehe Eddie Nketiah (88.) die Bayern-Pleite besiegelte. Soweit die Fakten eines Ergebnisses, das "sicherlich zweitrangig" war, wie Bayern-Trainer Niko Kovac sagte. Natürlich bedienten einige Dauernörgler bei Twitter die #KovacOUT-Klaviatur - nun ja.
FC Bayern: Kovac bietet zwei Teams auf
Bayerns erster von drei Tests auf der USA-Tournee wurde zur munteren Angelegenheit, die Partie bot Tempo und Torchancen. Kovac schickte zwei verschiedene Teams auf den Rasen.
Vom 26-köpfigen Bayern-Tross kamen lediglich Ron-Thorben Hoffmann, Maximilian Zaiser und Ivan Mihaljevic nicht zum Einsatz; zudem fehlten Renato Sanches (Knieprobleme) und Alphonso Davies (Trainingsrückstand).
Coach Kovac rapportierte:
Gemessen am Stand der Vorbereitung "kann man sehr zufrieden sein mit dem, was beide Mannschaften gezeigt haben", sagte Kovac. "Die Zuschauer sind auf ihre Kosten gekommen."
Coman und Gnabry überzeugen
Müller meinte: "Wenn man im ersten Testspiel verliert, fühlt es sich nie supercool an, aber wir haben viele Dinge auch ganz gut gemacht. Es war auf jeden Fall Tempo drin."
Stark präsentierte sich insbesondere die Angriffsreihe der 2. Halbzeit. Coman auf der linken und Gnabry auf der rechten Seite belebten die Flügel, wagten Dribblings und probierten es öfters mit Schüssen, die ihr Ziel nur knapp verfehlten. Gnabry bereitete zudem Lewandowskis herrlichen Kopfballtreffer vor.
Zuvor wussten Neuzugang Arp und der lettische Nationalspieler Ontuzans (19) auf den Außenbahnen durchaus zu gefallen. "Ein Unentschieden wäre gerecht gewesen, aber so ist Fußball. Für unser erstes Spiel war es in Ordnung", sagte Arp gegenüber "Sport1". Indes verließ Ontuzans das Feld mit maladem Sprunggelenk (44.), eine Diagnose steht aus.
Süle schläfrig, Tolisso zaghaft
Unglücklich entwickelte sich der Einsatz für Linksverteidiger Poznanski, der Pierre-Emerick Aubameyangs Flanke an Ulreich vorbei zum 0:1 abfälschte. Grundsätzlich wirkte die Bayern-Abwehr unter der Regie von Boateng und Martínez souveräner als später mit Süle und Pavard, der wie Arp sein Debüt feierte.
Süle präsentierte sich in einigen Szenen schläfrig und schwerfällig, Pavard leistete sich mehrere Stellungsfehler. Selbst Kimmich offenbarte defensive Unzulänglichkeiten.
Tolisso braucht sichtbar Zeit, um Sicherheit und automatisierte Abläufe zurückzugewinnen. Im DFB-Pokalfinale gegen RB Leipzig (3:0) hatte der Franzose sein Comeback nach Kreuzbandriss gegeben, noch agiert er zu zaghaft - ganz normal nach achtmonatiger Zwangspause. Die Youngster um Johansson, Singh oder Stiller fielen weder auf noch ab.
Weiter geht's für den FC Bayern am frühen Sonntagmorgen um 2.00 Uhr mitteleuropäischer Zeit; dann wartet das Prestigeduell mit Real Madrid. Am 24. Juli (3.00 Uhr MESZ) schließen die Münchner ihren Marketingtrip gegen den AC Milan ab.
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