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Die besten Sturm-Duos Europas mit Higuain, Aubameyang, Lewandowski, Messi, Neymar & Co.
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Publiziert 19/01/2016 um 10:55 GMT+1 Uhr
Der Fußball entwickelt sich in Zyklen fort. Früher gab es reinrassige Strafraumstürmer, dann wurde plötzlich der Solokünstler modern, gefolgt von der "falschen Neun". Inzwischen scheinen zwei Angreifer wieder gefragt, auch wenn sich die Gesetzmäßigkeiten des Sports gewandelt haben. Und doch sind sie wieder zu sehen: Sturm-Duos! Eurosport.de stellt eine Hitliste der Scharfschützen auf.
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Früher war natürlich alles besser. Auch im Fußball. Bevor die Zeiten auftraten, die Systemvariabilität, Fluidität und eine "falsche Neun" brachten, gab es eine richtige Neun. Eigentlich gab es sogar zwei davon.
Irgendwann mutierte der Fußball zu einer Wissenschaft, die voraussetzte, dass die Doppelspitze antiquiert sein soll. Das 4-2-3-1 wurde modisch, Spezialarbeiter wichen Spielertypen, die nicht mehr auf ein Fleckchen Erde festzunageln waren, weil sie überall und nirgendwo sein mussten. Alles verschob sich, und in den schlimmsten Phasen war die Position des (Mittel-)Stürmers nur noch eine Worthülse, die nicht befüllt wurde.
Von Müller/Hoeneß bis Grafite/Dzeko
Das war früher anders, als sich Dwight Yorke und Andy Cole fast telepathisch verstanden, oder noch früher, als Gerd Müller und Uli Hoeneß mit gemeinsam 53 Saisontoren den Bundesligarekord aufstellten - bis Grafite und Edin Dzeko zusammen 54 Mal trafen. Ach ja: schön war's.
Mittlerweile scheint es wieder angesagt, zwei Stürmer aufzubieten, wobei sich die Gesetzmäßigkeiten selbstredend geändert haben. Angreifer von damals sind mit denen von heute nicht zu vergleichen; dazu hat sich der Fußball tatsächlich zu radikal geändert.
Eurosport.de stellt eine Hitliste der besten Sturm-Duos Europas auf, mit einer Einschränkung, die unausweichlich ist.
5. Die Heißblütigen - Higuaigne
"Higuain" ist momentan ein Name, der reichlich oft fällt in den Sportblättern. Der FC Bayern soll am Argentinier dran sein, Karl-Heinz Rummenigge schwärmte verdächtig unverblümt. Mit dem Lob steht der Bayern-Boss nicht allein da, auch Napoli-Trainer Maurizio Sarri adelte Higuain: "Ich sehe im Weltfußball nicht viele Stürmer, die seine Qualitäten haben!"
Insigne titulierte ihn als "besten Angreifer der Welt", das Zusammenspiel zwischen dem Stoßstürmer Higuain und dem wuseligen Linksaußen verläuft harmonisch. "Aber es ist das ganze Team, das ihm und mir hilft, Tore zu erzielen", sagt Insigne. Das klappt formidabel in der Serie A, Napoli führt die Tabelle an. Der Vesuv brodelt, die heißblütigen Higuain und Insigne verschütten Lawa.
4. Die Schnellen - Aubamereus
Zwei Freunde in vorderster Front. "Wir sind wie Brüder", hat Aubameyang über das Verhältnis zu Reus gesagt und via "Welt" hinzugefügt: "Es ist sehr freundschaftlich, Marco ist ein geiler Typ und ein unfassbar guter Fußballer." Der Batman-und-Robin-Jubel im Frühjahr 2015 wurde legendär.
Pech für beide (und Dortmund): die Verletzungsanfälligkeit von Reus. Während Aubameyang eine schier unglaubliche Hinrunde spielte und die Wahl zu "Afrikas Fußballer des Jahres" gewann, verpasste der Deutsche erneut etliche Partien. Sind beide fit und in Form, hat Europa wohl kein antrittsschnelleres Gespann dieser Qualität zu bieten.
3. Die Verrückten - Vardhez
Vardy und Mahrez bündeln die verrückteste Geschichte. Vardys Vita wurde hinlänglich ausgebreitet, anbei nochmal in geraffter Form: als 23-Jähriger noch achte Liga, als 25-Jähriger in der fünften, dazwischen ein halbes Jahr mit Fußfessel unterwegs (nach Verurteilung zur Körperverletzung wegen einer Kneipenschlägerei). Und jetzt, mit 28, englischer Nationalspieler.
Mahrez, ein Algerier, ist der Dribbler auf den Flügeln, temporeich und technisch beschlagen. Vardy ist ebenfalls flott auf den Beinen, in Kooperation beleben sie das Umschaltspiel. Klubs wie Chelsea, ManCity und Barcelona sollen aufmerksam geworden sein, doch Leicester-Coach Claudio Ranieri mahnt: "Wenn sie sich nicht auf ihren Job konzentrieren, werden sie nicht besser."
2. Die Gewitzten - Müllandowski
So ganz stimmt das ja nicht mit dem Sturm-Duo. Sicher, Lewandowski firmiert noch als Angreifer - aber Müller? Mal hier, mal da, meistens woanders, irgendwo zwischen den Linien verschwunden, verkappter Achter, Halbstürmer… Fußball 2016.
Wobei sich Lewandowski ebenfalls nicht auf seine Kernkompetenz, den Abschluss im Strafraum, beschränken kann und soll. Der Pole bindet Verteidiger, lässt sich nach hinten oder zur Seite fallen, um Müller den Platz zu verschaffen, den ein "Raumdeuter" liebt. "Er ist immer in Bewegung und sucht nach dem richtigen Pass, deshalb funktioniert so gut", sagt Lewandowski bei "uefa.com" über Müller. "Wir wissen halt einigermaßen, wo der andere hinläuft", flachst Müller gegenüber "spox.com". Einigermaßen.
1. Die Zirkusreifen - Neymarez + Messi
Wenn Lewandowski und Müller gar kein reinrassiges Duo sind, müssen die Begrifflichkeiten für den besten Angriff des Planeten endgültig gesprengt werden. Messi, Suárez und Neymar bilden ein Torpedo, sie sind das Schmackhafteste, was Feinkost-Europa auftischt. 137 von 180 Barca-Toren gingen 2015 auf die drei Artisten.
"Neymar, Messi und ich sind für das Wohl dieses Teams hier. Wir denken dabei nicht an uns", behauptet Suárez, der meist als zentraler Angreifer eingesetzt wird und Physis wie Abschlussstärke einstreut. Neymar pirscht sich gewöhnlich über den linken Flügel heran, er ist ein Mann für die Trickkiste. Als Messi zwei Monate fehlte (Innenbandriss), legte Neymarez eine Serie hin, die 18 von 19 Barca-Toren umfasste.
Dann kehrte Messi zurück, auf höchstem Niveau, zu ihm ist sowieso alles gesagt. Unberechenbarkeit, Spielintelligenz, atemberaubende Technik, Gewandtheit und Ruhe vor dem Tor - eben ein fünfmaliger Weltfußballer.
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