Italienischer Verband bestätigt Gespräche mit Pep Guardiola als neuer Nationaltrainer - Finanzen als Hauptproblem

Der italienische Verband bestätigt erstmals Gespräche mit Wunschkandidat Pep Guardiola. Der Spanier war in den vergangenen Tagen in den Medien als neuer Nationaltrainer von Italien ins Gespräch gebracht worden. Obwohl der 55-Jährige ursprünglich eine Pause nach seiner zehnjährigen Trainerstation bei Manchester City einlegen wollte, könnten sich seine Pläne nun geändert haben.

Wird Guardiola der neue Italien-Trainer?

Quelle: Perform

Auf der Titelseite der rosafarbenen "Gazzetta dello Sport" hatte Pep Guardiola schon ein azurblaues Italien-Trikot an, in der rechten Hand hielt er einen Wimpel in den Landesfarben. Der Titel dazu: "Gebt uns Pep (oder Conte)." Das Foto war natürlich KI-generiert - aber der Traum der stolzen Azzurri, dass der Startrainer ihre krisengeplagte Nationalmannschaft übernimmt, lebt immerhin.
Giovanni Malagò, der neue Präsident des italienischen Verbandes FIGC, hat nun erstmals Verhandlungen mit dem Wunschkandidaten bestätigt. Auch wenn "noch nichts sicher ist", sei es "richtig und wichtig, einen Dialog zu eröffnen und ihn am Leben zu halten", sagte Malago im Podcast "Vivavoce".
Das Hauptproblem bei den Gesprächen sind offenbar die Finanzen, nachdem der Spanier bei Manchester City über 23 Millionen Euro im Jahr verdient hatte. Der Verband müsste das Budget deutlich erhöhen. Es gebe, so Malagò, "finanzielle Aspekte und Budgetfragen. Zu sagen, dass wir die Zähne zusammenbeißen müssen, ist untertrieben." Er sprach von "einer Ausnahme aus offensichtlichen Gründen".
Am Montag hatten bereits mehrere Medien berichtet, dass der Technische Direktor Paolo Maldini gemeinsam mit Berater Leonardo über drei Tage in Barcelona mit dem Starcoach verhandelt hätte. Zumal ja niemand bestreiten könne, wie Malagò zuletzt schon betonte, "dass es etwas sehr Bedeutendes wäre, Pep Guardiola als Nationaltrainer Italiens zu haben".

Italien bestätigt Gespräche mit Guardiola

Als Alternativen werden weiterhin Andrea Pirlo (bis August 2024 Trainer in Genua) sowie die beiden ehemaligen Nationaltrainer Antonio Conte und Roberto Mancini gehandelt.
Wie auch immer: Der Verband muss liefern. Der Druck bei der einstigen Fußball-Großmacht Italien ist groß, nachdem der viermalige Weltmeister zum dritten Mal in Folge eine WM verpasst hatte. Da käme Guardiola gerade recht, um Italien wieder aus der tiefen Depression zu führen.
Die 55 Jahre alte Trainerlegende hatte zuletzt nach zehn erfolgreichen Jahren seinen Posten bei Englands Topklub Manchester City geräumt. Eigentlich war eine längere Pause geplant. Doch nun ist Guardiola in Italien, wo er einst in der Serie A für Brescia und die AS Rom spielte, der Topkandidat auf die Nachfolge von Gennaro Gattuso.
Nach der neuerlichen WM-Blamage soll es mit Blick auf die EURO 2028 und die WM 2030 einen Neustart geben. Neben Gattuso mussten bereits Verbandspräsident Gabriele Gravina sowie Torwart-Legende Gianluigi Buffon als Teamkoordinator gehen. In der Verantwortung stehen nun Italiens Ikone Maldini und der Brasilianer Leonardo, ehemaliger Sportdirektor bei Paris Saint-Germain, als Berater - und bald Pep Guardiola?
(SID)
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Quelle: SNTV


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