Pep Guardiola verhandelt mit Italiens Verbandschefs um Maldini über Posten als Nationaltrainer - das steckt dahinter

Am italienischen Fußball-Himmel tut sich ein kleiner Hoffnungsschimmer auf. Pep Guardiola soll laut "Sky Italia" mit den Verantwortlichen der Squadra Azzurra über ein Engagement als Nationaltrainer bis 2030 verhandeln. Es wäre der von vielen Tifosi erhoffte Neuanfang beim viermaligen Weltmeister, der zuletzt dreimal in Folge eine WM verpasste - doch ist dieses Szenario wirklich realistisch?

Wird Guardiola der neue Italien-Trainer?

Quelle: Perform

Es wäre zweifellos eine der spektakulärsten Trainerverpflichtungen dieses Jahres.
Pep Guardiola befindet sich laut "Sky Italia" mit dem technischen Direktor, Paolo Maldini, sowie Verbandsberater Leonardo in Verhandlungen über ein Engagement als italienischer Nationalcoach.
Demnach sollen bereits erste Gespräche am vergangenen Wochenende in Barcelona stattgefunden haben. Im Raum steht eine Zusammenarbeit bis 2030.
Auch wenn eine Tendenz vonseiten Guardiolas, der erst nach der abgelaufenen Saison seinen Abschied von Manchester City verkündet hatte, nicht bekannt ist, träumen die Tifosi von einer Verpflichtung des Startrainers.
Spätestens am Donnerstag, 23. Juli, soll eine endgültige Entscheidung fallen.

"Guardiola würde enorme Begeisterung auslösen"

"Guardiolas Verpflichtung würde enorme Begeisterung auslösen und wäre die bestmögliche Visitenkarte für Maldini und Leonardo, die im italienischen Fußballumfeld bislang hervorragend aufgenommen wurden", sagt Fußball-Experte Stefano Dolci von Eurosport Italien.
"Eine Zusammenarbeit würde allen das Gefühl vermitteln, dass Italien es diesmal ernst meint und die kommenden Turniere mit maximalem Ehrgeiz angehen will", ergänzt er.
Es wäre so etwas wie Balsam für die zuletzt arg geschundene italienische Fußball-Seele. Der viermalige Weltmeister scheiterte unter Cheftrainer Gennaro Gattuso in den Playoffs für die WM an Bosnien und Herzegowina und verpasste damit zum dritten Mal in Folge eine Endrunde.
Doch ist das Szenario, dass Guardiola die Squadra Azzurra übernehmen könnte, überhaupt realistisch?
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Trauer und Entsetzen bei Italiens Nationalspielern nach der nächsten verpassten WM-Quali

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Guardiola vor Italien-Engagement? Es gibt Zweifel

"Es ist zwar sehr unwahrscheinlich, aber Träumen kostet nichts und eine Nation wie Italien braucht gerade jetzt dringend den Traum von einer Rückkehr seiner Nationalmannschaft an die Weltspitze", erklärt Dolci.
Grund dafür sind vor allem die Aussagen des Spaniers über seine Zukunft. "Guardiola hat nach zehn extrem erfolgreichen, aber auch kräftezehrenden Jahren bei Manchester City immer wieder erklärt, dass er eine Pause vom Fußball benötigt und neue Erfahrungen sammeln möchte. Ich glaube, dass diese Aussagen ernst gemeint sind", betont der Fußball-Experte.
Die Frage ist daher, ob diese kurze Zeit der Erholung ausreicht, um bereits im September wieder ein derart intensives Amt wie das des italienischen Nationaltrainers zu übernehmen. "Nicht das Geld ist der entscheidende Faktor, sondern Guardiolas eigener Wunsch nach Abstand", ist sich Dolci sicher.
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Pep Guardiola ist als italienischer Nationaltrainer im Gespräch

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Auch Mancini und Pirlo als Gattuso-Nachfolger gehandelt

Neben Guardiola wurden zuletzt Roberto Mancini und Andrea Pirlo als mögliche Nachfolger von Gattuso gehandelt. Gegenüber beiden Kandidaten gibt es jedoch Vorbehalte.
"Viele nehmen Mancini seinen Wechsel nach Saudi-Arabien immer noch übel", so Dolci über den 61-Jährigen, der Italien 2021 zum Europameistertitel geführt hatte und anschließend den Trainerposten im Wüstenstaat übernahm.
Auch Nationalheld Pirlo wäre in den Augen des Eurosport-Experten keine optimale Lösung. "Er hat als Trainer bislang nicht überzeugt", bewertet er die Chancen des Ex-Profis, der derzeit beim FC United in den Vereinigten Arabischen Emiraten aktiv ist.
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Roberto Mancini triumphiert mit Italien bei der EM 2021

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Macht es Guardiola wie Enrique?

Dolcis präferierte Wahl und wohl auch der Wunsch vieler Tifosi wäre daher Guardiola. Selbst die Tatsache, dass der ehemalige Bayern-Trainer noch nie zuvor ein Nationalteam trainiert hat, stört dabei nur wenig.
"Ein Nationaltrainer hat andere Voraussetzungen als ein Klubcoach und deutlich weniger Zeit, seine Spielidee zu implementieren. Dennoch hat Luis Enrique bewiesen, dass ein Trainer auch auf dieser Ebene nachhaltige Arbeit leisten kann. Obwohl er mit Spanien keinen Titel gewonnen hat, hat er die Grundlage für die Erfolge seines Nachfolgers De la Fuente geschaffen", so Dolci.
Die Furia Roja gewann unter der Leitung de la Fuentes am vergangenen Sonntag zum zweiten Mal den Weltmeistertitel. Zwei Jahre zuvor hatte Spanien bereits den EM-Pokal geholt.
Die Vorstellungen an den neuen italienischen Nationaltrainer sind jedenfalls klar: "Ein Nationaltrainer muss charismatisch, erfolgreich, glaubwürdig und klar in seinen Vorstellungen sein, und Guardiola verfügt zweifellos über diese Qualitäten", sagt Dolci abschließend.
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"Vamos España!" - Mega-Party für die Weltmeister in Madrid

Quelle: SNTV


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