Kheira Hamraoui: Fotos der Verletzungen nach brutalem Eisenstangen-Angriff aufgetaucht
Die brutale Attacke zweier maskierter Männer mit einer Eisenstange auf Kheira Hamraoui von Paris Saint-Germain hält den Fußball in Atem. Noch ist nicht geklärt, was und wer genau hinter dem Angriff steckt. Nun sind allerdings Fotos in den sozialen Netzwerken aufgetaucht, die die schlimmen Verletzungen der 31-jährigen Fußball-Nationalspielerin infolge der Schläge zeigen.
Kheira Hamraoui (PSG)
Fotocredit: Eurosport
"Mein Angreifer schlug mehrmals mit einer Eisenstange auf mich ein", wird Kheira Hamraoui nun von der französischen Sportzeitung "L'Équipe" zitiert. Dies habe sie gegenüber der Polizei zu Protokoll gegeben.
Hamraoui soll überdies berichtet haben, dass der maskierte Mann "hauptsächlich auf meine Beine" gezielt habe. Bei dem Angriff sei sie mit einem Schlag aus dem Auto geholt worden und dabei auf die Straße gefallen.
In einem von ihrem Anwalt veröffentlichtem Schreiben hatte die PSG-Spielerin darum gebeten, dass ihr "Privatleben ebenso wie ihre Entscheidung respektiert wird, während dieser schwierigen Untersuchung zu schweigen". Weitere Äußerungen von Hamraoui zu dem Fall dürfte es in naher Zukunft also nicht geben.
Nun sind auf Twitter allerdings Aufnahmen aufgetaucht, die offenbar die Verletzungen zeigen, die die Französin erlitt.
Unterdessen laufen die Ermittlungen. Am Montag hatte eine neue Spur nach Angaben der Staatsanwaltschaft Versailles zum ehemaligen Vizeweltmeister Eric Abidal geführt.
Abidal: Anwalt bestreitet jegliche Beteiligung
Der mittlerweile 42 Jahre alte Ex-Star des FC Barcelona "könnte bald befragt werden", teilten die Ermittler der französischen Nachrichtenagentur "AFP" mit. Der Anwalt des ehemaligen französischen Verteidigers bestritt am Montag jegliche Beteiligung des Spielers an dem Anschlag.
Hamraoui war in der Nacht von dem 4. auf den 5. November angegriffen worden.
In dem Anwaltsschreiben heißt es die Angreifer "versetzten ihr Schläge von seltener Heftigkeit, vor allem auf die unteren Gliedmaßen, was auf den unverhohlenen Wunsch schließen lässt, ihrer beruflichen Karriere zu schaden", Hamraoui habe "erhebliche physische und psychische Schäden erlitten".
Ganz offenkundig steht Abidal in engerem Kontakt zum Opfer. Die Klubkollegin der deutschen Nationalspielern Sara Däbritz beim französischen Meister Paris St. Germain benutzte zum Tatzeitpunkt in ihrem Mobiltelefon eine auf den ehemaligen Weltklasse-Abwehrspieler registrierte Chipkarte.
Staatsanwaltschaft schließt Beziehungstat nicht aus
Hamraoui soll den Ermittlern zudem gesagt haben, dass die SIM-Karte in ihrem Handy "auf den Namen ihres Ex" laufe. Das berichtete "AFP" mit Verweis auf eine mit der Angelegenheit vertraute Quelle.
Weil die Art der Verbindung zwischen Abidal und Hamraoui noch nicht geklärt ist, wollte die Staatsanwaltschaft zu Wochenbeginn eine Beziehungstat und deswegen auch eine Befragung von Abidals Ehefrau Hayet nicht ausschließen: "Das ist eine von mehreren Spuren."
(mit SID)
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Quelle: Eurosport
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