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Alles wartet auf den großen Neymar-Knall

Alles wartet auf den großen Neymar-Knall

14/08/2019 um 11:45Aktualisiert 14/08/2019 um 15:46

Bis 2. September hat der Transfermarkt geöffnet, nur englische Klubs dürfen nicht mehr einkaufen. So hängen (un)mögliche Domino-Effekte fortan an einer Personalie: Neymar. Fakt ist, dass der Stürmer seinen Klub Paris Saint-Germain verlassen will, mit dem FC Barcelona und Real Madrid gibt's zwei Anwärter. Der FC Bayern könnte gleich bei drei Profis profitieren. Jetzt wartet alles auf den Knall.

Domino Day lässt auf sich warten. Anfang Juli hatte Karl-Heinz Rummenigge, der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern, die nervigen Fragen nach Neuzugängen mit den Gesetzen des Marktes retourniert.

Es habe bisher kein Transfer stattgefunden, "der einen Domino-Effekt auslösen wird", sagte Rummenigge und unkte:

"Wenn es den Domino-Effekt gibt, werden viele Transfers folgen."

Zu diesem Zeitpunkt hatte der FC Barcelona bereits Antoine Griezmann für 120 Millionen Euro von Atlético Madrid verpflichtet, woraufhin die Spanier prompt João Félix (für 126 Millionen von Benfica Lissabon) als Ersatz holten. Danach ist auf dem internationalen Basar nichts passiert, was einem Domino-Effekt verdächtig gewesen wäre.

Neymar entweder zu Barça oder Real

Inzwischen schied ein Big Player für diesen Sommer aus; englische Klubs dürfen seit 8. August nicht mehr ein-, nur noch verkaufen. So hängen (un)mögliche Domino-Effekte fortan ausschließlich an einer Personalie: Neymar.

  • Messi will Neymars Real-Transfer verhindern

Fakt ist, dass der Stürmer weg will von Paris Saint-Germain, mit dem FC Barcelona und Real Madrid haben sich zwei Anwärter formiert.

Der Journalist Marcelo Bechler, der als Insider gilt, weil er Neymars 222-Millionen-Transfer von Barcelona zu PSG 2017 vermeldet hatte, sagte dem Radiosender "Cadena Ser", dass Neymar "zwei Dinge" im Sinne habe: "Erstens will er Paris verlassen, zweitens für Barcelona spielen. Wenn das nicht geht, würde er auch zu Real wechseln."

Eurosport.de skizziert Szenarien. Es ist das Warten auf den Knall.

Szenario 1: Neymar wechselt zum FC Barcelona

Bei den Katalanen würde die prallgefüllte Offensivabteilung (inklusive Griezmann) endgültig ein Entschlackungsprogramm vertragen. Malcom hat sich verabschiedet (Zenit St. Petersburg), die anderen Anwärter heißen Ousmane Dembélé und Philippe Coutinho.

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Zieht Barcelona allerdings die Neymar-Niete, sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass Dembélé oder Coutinho wechseln (dürfen). Beide zusammen schon mal gar nicht. Coutinho wiederum wird als direktes Verrechnungsobjekt bei PSG gehandelt.

Szenario 2: Neymar wechselt zu Real Madrid

Macht Real das Rennen um Neymar, ist ein Abgang des ohnehin überflüssigen Gareth Bale kaum zu vermeiden. Auch in diesem Fall böte sich ein Tauschgeschäft zuzüglich zur Neymar-Ablöse an, Bale könnte den umgekehrten Weg einschlagen und beim Team von Thomas Tuchel anheuern.

Alternativ wäre er unter Umständen ein Thema bei Bayern, sollten sich Coutinho oder Dembélé nicht realisieren lassen. Grundsätzlich hat Real seine liebe Mühe, den Waliser an den Mann zu bringen, weil Bales Gehaltsforderungen abschreckend wirken sollen.

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Madrids Abschussliste umfasst zudem Mariano Diaz und James Rodríguez, der mit dem SSC Neapel (will angeblich nur eine Leihe, was Real zu wenig sein soll) sowie Atlético (kann sich offenbar Kauf vorstellen) in Verbindung gebracht wird. Platz ist keiner mehr für den Ex-Bayern-Star bei den Königlichen.

Dybala, Icardi, Dzeko, Higuaín…

Unabhängig davon, ob Neymar nun Barcelona oder Madrid präferiert, flechten sich Stränge, die einem klassischen Domino-Effekt gleichen. Paris braucht ja Ersatz, so oder so.

Abgesehen von Coutinho und Bale könnte sich die Kettenreaktion wie folgt darstellen: Paulo Dybala (Juventus Turin) zu PSG - Mauro Icardi (Inter Mailand) zu Juve - Edin Dzeko (AS Rom) zu Inter - Gonzalo Higuaín (zuletzt von Juve an Chelsea ausgeliehen) zur Roma.

Inter hat sich Romelu Lukaku von Manchester United gesichert, während ein Dybala-Deal mit United sowie Tottenham Hotspur platzte. Einen Tausch zwischen Dybala und Icardi soll Juve ablehnen, um keinen direkten Konkurrenten zu stärken.

"Bis zum 2. September", sagt Zidane mit Blick auf den Transferschluss, "ist alles möglich". Zuvor kennt Domino Day keine festen Termine.

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