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Real flirtet mit Neymar: Was das für Bayern bedeutet

Real flirtet mit Neymar: Was das für Bayern bedeutet

12/08/2019 um 07:58Aktualisiert 13/08/2019 um 14:09

Noch steht Neymar bei Paris Saint-Germain unter Vertrag, aber das könnte sich bald ändern. Real Madrid hat seinen Hut in den Ring geworfen - und offenbar die besten Karten. Allerdings drängt PSG auf eine schnelle Entscheidung, was den Druck auf Real erhöht: Vor einem Neymar-Deal müssen Spieler verkauft werden, um Platz zu schaffen. An dieser Stelle wird es für den FC Bayern interessant.

Real Madrid, das ist ja nicht nur ein Klub, eher eine Institution, die Königlichen, die Galaktischen, wie auch immer. Nummern reichen über den Rang stupiden Beiwerks hinaus, die größten Stars haben die legendärsten Ziffern, so soll es sein.

Karim Benzema (l.) und Eden Hazard von Real Madrid

Karim Benzema (l.) und Eden Hazard von Real MadridGetty Images

Also muss 100-Millionen-Euro-Transfer Hazard etwas Prestigeträchtiges auf dem Rücken tragen. Und Weltfußballer Modric sowieso. Und Benzema. Und Bale. Die seit Michael Jordan und David Beckham salonfähige 23 wurde Ferland Mendy zugewiesen, ein weiterer Neuer, für 48 Millionen von Olympique Lyon geholt.

Was aber, wenn Neymar kommt? Wäre doch töricht, wenn der Mann keine Möglichkeit zur Markenbildung erhält!

Neymar-Abschied von PSG schreitet voran

Eine Blessur an den verheerend teuren Neymar-Beinchen soll den Superstar dienstunfähig machen, was natürlich bloß ein Teil der Wahrheit ist. Dementsprechend führte PSG als Grund die "aktuellen Diskussionen" an.

Real Madrid baut sich eine junge Offensive

Laut der spanischen Zeitung "Sport" möchte Pérez den Brasilianer "mit Gold bedecken", kolportiert wird ein Gehalt von 40 Millionen Euro. Netto. Pro Saison. Obszön.

Das französische Blatt "Le Parisien" berichtet über eine PSG-Mindestforderung von 200 Millionen Euro, die englische "Times" nennt das Modell eines Sockelbetrags (158 Millionen Euro) plus Modric, von dem es allerdings heißt, dass er Real nicht verlassen will.

Luka Jovic bei Real Madrid - Atlético Madrid

Luka Jovic bei Real Madrid - Atlético MadridGetty Images

An Verrechnungsobjekten mangelt's nicht; anderswo fallen die Namen von Keylor Navas und Bale. Real muss Spieler veräußern, um Platz und Finanzmasse für Neymar zu schaffen.

Im Sommer wurden neben Linksaußen Hazard (28), Linksverteidiger Mendy (24) und Innenverteidiger Éder Militão (21, für 50 Millionen Euro vom FC Porto) die Angreifer Luka Jovic (21, für 60 Millionen von Eintracht Frankfurt) sowie Rodrygo (18, für 45 Millionen vom FC Santos) verpflichtet.

Real: James, Mariano und Bale sollen weg

Gareth Bale von Real Madrid

Gareth Bale von Real MadridGetty Images

Aktuell ist Reals Offensivangebot zu üppig bestückt: Hazard, Mariano, Bale, Benzema, Jovic, Rodrygo, Vinicius, zudem Isco, James Rodríguez, Marco Asensio, Brahim Diaz, Lucas Vázquez. Drei Stars sollen weg, bevorzugt James, Mariano und Bale - womit die Sache für den FC Bayern interessant wird. Flügelstürmer gehobener Qualität sind rar gesät auf dem Markt, und Bale soll ein Kandidat sein.

"Je schneller eine Entscheidung fällt, umso besser", sagte PSG-Sportdirektor Leonardo zur Causa Neymar. Nächsten Samstag eröffnet Real gegen Celta Vigo seine La-Liga-Saison, bisher herrscht viel Geschacher und wenig Faktentreue.

Geht Bale, hätte das Ganze für Neymar einen netten Nebeneffekt: Dann wäre die stylische Nummer 11 frei.

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