Eurosport.de ordnet in einer Serie die Lage rund um die europäischen Top-Klubs ein und blickt auf die kommende Transferphase voraus.

Den Anfang macht der FC Barcelona.

La Liga
Wildes Gerücht: FC Bayern angeblich heiß auf ter Stegen
23/03/2020 AM 13:33

Die große Transfer-Frage: Wie kommt Barcelona zu Geld?

Abkömmliche Spieler mit reichlich Starappeal für andere Klubs hätte Barcelona zu genüge - die große Frage ist: Wer kauft sie? Dazu kommt ein weiterer Punkt.

"Die Stars verdienen bei Barça üppige Gehälter", sagt Eurosport-Experte Adrían García aus Madrid: "Die muss auch erstmal jemand bezahlen."

Doch aktuell ist die Lage aufgrund der Corona-Krise unübersichtlich. Transferüberlegungen liegen bei vielen Klubs auf Eis, weil man nicht einmal weiß, ob Liga und Champions League bis zum 30. Juni zu Ende gespielt werden können. Am Montag wurde La Liga für unbestimmte Zeit ausgesetzt.

Gut möglich also, dass Barcelona dann auch nochmal die Preisschilder seiner Stars im Schaufenster nach unten korrigieren muss.

Transferziel Nummer eins: Neymar

Bei Barcelona hat man sich offensichtlich auf die Comeback-Story eingeschossen und will den verlorenen Sohn von Paris Saint-Germain zurückholen. Dafür ist man auch gewillt, die Transferposse von 2017 zu vergessen.

Das Problem: PSG wird Neymar wohl nicht für unter 150 Millionen Euro gehen lassen. Der Brasilianer (Vertrag bis 2022) hat laut "Sport" allerdings schon in Barcelona anklingen lassen, dass er gerne zurückkehren würde.

Adieu PSG: Verabschiedet Neymar sich nun endgültig?

Desweiteren hätte Barcelona den Angriff offenbar gerne mit Lautaro Martínez (22) aufgehübscht. Der Argentinier wäre dann auch ein Nachfolger in spe für den zuletzt formschwankenden und oft verletzten Luis Suárez (33, Vertrag bis 2021). Doch Inter soll 100 Millionen Euro fordern.

Um die Abwehr zu verstärken, werden gerüchteweise die Franzosen Aymeric Laporte (25, ManCity) und Dayot Upamecano (21, RB Leipzig) gehandelt.

Aymeric Laporte

Fotocredit: SID

Sollten die Katalanen aufgrund der Corona-Krise jedoch weniger Geld für Neuzugänge zur Verfügung haben, hätten die Offensiv-Transfers laut der spanischen Sportzeitungen Vorrang. Erste Prognosen rechnen mit mindestens 60 Millionen Euro Verlust für Barcelona.

Oder wie es Eurosport-Experte Adrián Garcia ausdrückt: "No money, no party."

Große Namen, die zur Debatte stehen: Dembélé, Griezmann, Coutinho

In erster Linie würde Barcelona gerne den aktuell an den FC Bayern München ausgeliehenen Philippe Coutinho zu Geld machen – 120 Millionen Euro fixe Ablöse zahlen die Münchner jedoch nie und nimmer. Bleiben zwei Optionen: Entweder Preisnachlass gewähren, oder erneut ausleihen und dort auf mehr Interesse hoffen. Das würde aber zunächst kein Geld in die Barça-Kasse spülen.

Bei Ousmane Dembélé ist man sich in Barcelona inzwischen anscheinend sicher, dass der Franzose aus verschiedenen Gründen nicht mehr zum Top-Star wird. Vor allem die Verletzungsanfälligkeit, die den 22-Jährigen aktuell erneut bis zum Sommer außer Gefecht gesetzt hat, steht dem entgegen. Insofern wird es allerdings auch schwierig, hier eine Ablöse in der Nähe der 125 Mio. Euro, die Dembélé 2017 bei seinem Wechsel vom BVB gekostet hatte, zu generieren.

Neu ist dagegen die Information der "Sport", wonach Barcelona nun auch Antoine Griezmann nach nur einem Jahr wieder auf dem Markt anbietet. Der Franzose blieb mit 18 Torbeteilungen in 37 Pflichtspieleinsätzen doch weit hinter den hohen Erwartungen zurück; dazu harmoniert er nicht richtig mit Superstar Messi. Da wohl auch Innenverteidiger Samuel Umtiti gehen darf, könnten Barcelona im Sommer also gleich drei amtierende Weltmeister verlassen.

Zudem steht Ivan Rakitic vor einem Wechsel - zuletzt wurde der Kroate mit dem FC Sevilla in Verbindung gebracht (für 20 Mio. Euro).

Nach nur einem Jahr: Griezmann angeblich wieder auf dem Markt

Und was ist eigentlich mit ... Lionel Messi?

Der Superstar soll sich intern vor allem für einen Transfer seines Landsmanns Lautaro Martínez stark gemacht haben. Zudem stehen beim 32-Jährigen nun eigentlich Gespräche über seinen 2021 auslaufenden Vertrag an.

Bisher ist der Argentinier uneingeschränkter Top-Verdiener - aber will er überhaupt bleiben? Und wenn ja: mit welchen Gehaltsvorstellungen?

Lionel Messi - FC Barcelona

Fotocredit: Getty Images

Angesichts der Corona-Krise soll der Barça-Mannschaftsrat, so heißt es in Spanien, entgegen zunächst anders lautender Meldungen einem teilweisen Gehaltsverzicht nicht zugestimmt haben.

Tatsache ist: Seit dem öffentlich ausgetragenen Disput mit Sportdirektor Éric Abidal mehren sich Gerüchte in Barcelona, dass Messi vielleicht doch nicht für immer bei Barça bleibt.

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