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Rassismus-Eklat im Spiel zwischen Cádiz und Valencia - Spieler verlassen den Platz
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Publiziert 04/04/2021 um 21:08 GMT+2 Uhr
Die Mannschaft des FC Valencia hat am Sonntag beim Punktspiel in der LaLiga beim FC Cádiz wegen einer rassistischen Beleidigung das Spielfeld verlassen. Nach einer hitzigen Auseinandersetzung zwischen Valencias Mouctar Diakhaby und Juan Cala von den Gastgebern verschwanden die Gäste nach einer halben Stunde geschlossen in die Kabine. Das Spiel wurde anschließend fortgesetzt.
Diakhaby (r.)
Fotocredit: Eurosport
Die Partie wurde für knapp 25 Minuten unterbrochen. Nach einem Gerangel und anschließendem Wortgefecht zwischen Cádiz' Juan Cala und Valencias Mouctar Diakhaby gingen die Gäste um Diakhaby nach rund einer halben Stunde Spielzeit geschlossen von Platz.
Vorausgegangen waren minutenlange Diskussionen zwischen Diakhaby und Schiedsrichter David Medié Jiménez, der den 24-jährigen Franzosen verwarnt hatte. Der Innenverteidiger fühlte sich offensichtlich ungerecht behandelt und machte dies auch wild gestikulierend deutlich.
Diakhaby hatte sich zuvor wütend in Richtung Cala aufgemacht und musste von Spielern beider Mannschaften zurückgehalten werden.
Laut "Cadena COPE" soll es zuvor einen rassistischen Angriff von Cala Richtung Diakhaby gegeben haben. Demnach habe Diakhaby behauptet, dass Cala ihn als "schwarze Scheiße" beleidigt habe. Der Spanier soll dies bestreiten.
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Cala und Diakhaby (r.)
Fotocredit: Eurosport
Diakhaby spricht sich für Fortsetzung der Partie aus
Valencias Gabriel Paulista ordnete sein Team an, geschlossen das Spielfeld zu verlassen. Auch die Cádiz-Spieler verließen kurz darauf den Platz.
Wie "Cadena COPE" berichtet, wurde die Partie auf Wunsch von Diakhaby nach einer 25-minütigen Unterbrechung beim Spielstand von 1:1 fortgesetzt. Während Diakhaby allerdings nicht mehr weitermachte und durch Hugo Guillamón ersetzt wurde, wurde Cala zur Halbzeit ausgewechselt.
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Diakhaby (r.)
Fotocredit: Eurosport
"Das Team hat sich besprochen und entschieden weiterzuspielen, um für die Ehre des Klubs zu kämpfen, aber Rassismus in jeglicher Form zu verurteilen", hieß es in einer Mitteilung der Fledermäuse in den Sozialen Netzwerken.
Am Ende gewann Cádiz die Partie durch ein spätes Tor in der 88. Minute von Marcos Mauro mit 2:1.
Valencias Kapitän José Luis Gayà erklärte nach der Partie: "Diakhaby sagte uns, dass Cala ihn rassistisch beleidigt habe. Wenn Diakhaby so niedergeschlagen war, muss er etwas Schlimmes zu ihm gesagt haben."
Laut Schiedsrichterbericht gab Jiménez an, dass Diakhaby ihm gegenüber gesagt hätte, dass "Cala mich einen verdammten Nigger genannt hat. Dies wurde auf dem Feld von keinem Mitglied des Schiedsrichterteams wahrgenommen."
Valencia-Trainer Gracia: Klub wurde für den Fall eines Abbruchs eine Strafe angedroht
Valencias Trainer Javi Gracia erklärte später, seinem Team sei für den Fall des Abbruchs eine Strafe angedroht worden.
"In der Kabine wurde uns gesagt, dass wir sanktioniert werden, sollten wir nicht weiterspielen. Wir haben dann mit Diakha (Mouctar Diakhaby; Anm. d. Red.) gesprochen. Er hat uns gesagt, dass er selbst zwar nicht mehr spielen wolle, aber vollstes Verständnis dafür hätte, wenn wir weiterspielen, um eine Strafe zu verhindern", sagte Gracia. Der Schiedsrichterausschuss dementierte am Montag die Androhung einer Strafe.
Liga-Präsident Javier Tebas bestätigte derweil am Montag, dass der Vorfall untersucht werde. "Wir führen bereits eine interne Untersuchung mit den Videos und Bildern des Spiels durch, um zu klären, was passiert ist", sagte Tebas bei "Movistar". Die Darstellungen seien widersprüchlich, ergänzte er, "aber wenn man sich das Verhalten des Valencia-Spielers anschaut, kann man sehen, dass etwas passiert ist".
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(mit SID)
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